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Pentling/Unterirading

Premiere im neuen Stadel mit Blechhaufen

Der Blechhaufen aus Österreich waren die ersten Künstler, die im neuen Stadl des Gasthauses Walba in Unterirading auftraten.
Josef Eder

Josef Menzl (Mitte) singt mit dem Blechhaufen. Foto: Josef Eder
Josef Menzl (Mitte) singt mit dem Blechhaufen. Foto: Josef Eder

Pentling.Die sieben Vollblutmusiker aus der Alpenrepublik hatten mit den ersten Takten den Draht zum Publikum hergestellt. Diese konnten vielseitige Blechblasmusik von Volksmusik bis Klassik, gepaart mit Kabaretteinlagen und einem Hauch Ironie, genießen.

Das neue Programm der sieben Männer vom Blechhaufen versprach ein wirkliches Erlebnis aus Musik und Spaß. Die vier Burgenländler, zwei Steirer und ein Veganer aus Kärnten sehen es so: „Die Augen können nicht stillstehen, die Ohren des Publikums nicht stillhören und deren Hintern nicht stillsitzen“, hieß es im Vorwort. Die Bühnenshow war vermischt mit Tanz, Artistik und Magie.

Die studierten Vollblutmusiker an den Instrumenten: Christoph Haider-Kroiss, Dominic Pessl, Christian Wieder (Trompete/Flügelhorn); Philipp Fellner, Bernhard Holl (Posaune); Reinhold Bieber (Posaune/Basstrompete) und Albert Wieder (Helikon) haben seit zwanzig Jahren bei jedem Auftritt Spaß. „Albert Wieder am Helikon komponiert und textet. Die Arrangements werden gemeinsam erarbeitet“, sagte Haider-Kroiss.

Ein Lacher war die pantomimische Aufbereitung des Tages nach einem Konzert. Sanfte Melodien begleiten Christian Wieder und Haider-Kroiss im Bett. Lautstark wurden sie von der Posaune geweckt. Morgengymnastik und -toilette bringen die beiden mehr oder minder ins Leben zurück. Das virtuos gespielte Helikon war bei allen Nummern eine Bereicherung. Kaum zu glauben, was Albert Wieder dem schwerfällig wirkenden Instrument an Tönen entlockte.

Ein Sketch über eine Polizeikontrolle fand natürlich Lacher. Angesäuselt wurde ein Musiker angehalten. Spielen konnte er nicht mehr. Sein Mitfahrer griff ihm unter die Arme und bediente die Ventile, so dass den Gendarmen der Zustand des Angehaltenen nicht auffiel. Mìt einem Medley der vergangenen zwei Bühnenjahrzehnte endete der erste Teil.

Der ominöse Koffer kam natürlich wieder zum Einsatz. Zuerst als Schlagwerk, und dann entstieg bei der Persiflage auf die Kirche ein Musiker dem Gepäckstück. Anstelle eines Kelches zum Himmel hebend hielt er ein Bierglas in den Händen. Er verteilte das Hopfengetränk wie Weihwasser. Am Ende trank er es auf Ex aus. Eine Melodica spielte die Hintergrundmusik.

Josef Menzl, Chef der gleichnamigen in der Walba beheimateten Kapelle, wischte höchstpersönlich die Bühne wieder trocken. Zum Schluss des Auftrittes kam er nochmals zum Zuge. Er sang mit den Musikern „Kannst du knödel kochen“. „Rosanna“ von Toto oder „Icecream“ erklangen im Programm. Für Lacher sorgte die Flugnummer: Die Saftschubse (Stewardess) verteilte Getränke, als der Flieger musikalisch in den schnellen Sinkflug überging. Die Schalltrichter wurden zu Spucktüten.

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