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Verkehr

Radaktivisten gingen auf Probefahrt

Die Bürgerinitiative „Steil“ holte sich Expertenrat. Auf dem Weg nach Regensburg entdeckte die Gruppe viele Gefahren.
Von Monika Bucher

Die Arbeitsgruppe „Radwege“ der Bürgerinitiative „Steil“ mit Thorsten Zobel vom Projektbüro Radverkehr-Konzept (2.v.l.) bei einer Probefahrt Richtung Regensburg Foto: Monika Bucher
Die Arbeitsgruppe „Radwege“ der Bürgerinitiative „Steil“ mit Thorsten Zobel vom Projektbüro Radverkehr-Konzept (2.v.l.) bei einer Probefahrt Richtung Regensburg Foto: Monika Bucher

Regenstauf.Die Arbeitsgruppe „Radwege“ der Bürgerinitiative Steinsberg/Eitlbrunn/Loch „Steil“ traf sich jetzt mit Thorsten Zobel vom Projektbüro Radverkehr-Konzept RV-K aus Frankfurt am Main, um zusammen die von ihm vorgeschlagene Strecke Richtung Regensburg „probezufahren“.

Der Termin war bereits im Mai bei der Auftaktveranstaltung „Mobilitätskonzept für den Radverkehr im Landkreis Regensburg“ im Landratsamt vereinbart worden. An der Fahrt beteiligten sich neben Zobel Armin Bauer, Christian Engl, Herbert Michel und Ludwig Ott. Laut der „Steil“-Arbeitsgruppe will der Freistaat Bayern das beschlossene „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ konsequent umsetzen. Es solll ein Verkehrsnetz konzipiert werden für den Alltagsradverkehr und die hohen Investitionen in den Radwegebau sollen fortgeführt werden. Das zu erarbeitende Radverkehrskonzept des Landkreises Regensburg wird zudem gefördert durch das Bundesumweltministerium.

Ziel müsse es sein, so „Steil“, dabei ein leistungsstarkes und für alle Radfahrer- und Fahrradtypen geeignetes Radverkehrsnetz zu entwickeln und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sicherzustellen. Die Öffentlichkeit wurde durch eine Online-Befragung miteinbezogen. Diese stieß auf eine hervorragende Resonanz der Bürger und es wurden insgesamt 1829 Beiträge verzeichnet. Die meisten monierten die fehlenden Radstrecken an der Kreisstraße 18 zwischen Eitlbrunn und der Stadtgrenze und der Kreisstraße 21 nach Regenstauf.

Bei der Streckenbefahrung stellte die Gruppe fest, dass die enge R 18 mit Leitplanken, Bergkuppen und unübersichtlichen Kurven insbesondere für die Radfahrer erhebliche Gefahren darstellt. Ein Radweg für die Berufspendler und auch Freizeitradler in Richtung Regensburg und Regenstauf sei unbedingt zeitnah erforderlich, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleisten zu können. Auch müssten die Radfahrer zügig und direkt fahren können, Umwege und Hindernisse auf ein Minimum reduziert werden und Radfahren sollte bei jeder Wetterlage möglich sein.

Wie „Steil“ erklärte, stehe die Katharinenspitalstiftung Stadtamhof dem Ausbau eines Radweges an der R 18 sehr aufgeschlossen gegenüber. Dies sagten Spitalmeister Willibald Koller und sein Nachfolger Wolfgang Lindner den Aktivisten im Oktober 2018.

Die Bürgerinitiative

  • Themen:

    Die Bürgerinitiative Steinsberg/Eitlbrunn/Loch will die Lebensumstände in den „vergessenen Ortsteilen westlich von Regenstauf“ verbessern.

  • Konzept:

    Die Projektgruppe „Radwege“ der Bürgerinitiative erarbeitet ein Konzept für den Landkreis. Es soll die Potenziale der unterschiedlichen Straßenkategorien analysieren und voraussichtlich im Frühjahr 2020 fertig werden.

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