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Verkehr

Radler sehnen Brücke bei Griesau herbei

Um über den Johannesbach zu kommen, müssen Radler im Bereich Griesau derzeit die B8 nutzen. Das ist nicht ungefährlich.
Von Hans Biederer

Es wird gebaut: Ende Oktober soll die neue Brücke fertiggestellt sein. Foto: Johann Biederer
Es wird gebaut: Ende Oktober soll die neue Brücke fertiggestellt sein. Foto: Johann Biederer

Greisau.Die Parallelfahrbahn entlang der Bundesstraße 8 zwischen Pfatter, Griesau und der Landkreisgrenze Straubing-Bogen ist zwar nicht als offizieller Radweg ausgeschildert, jedoch ist diese Gemeindeverbindungsstraße bei Radfahrern beliebt und sehr stark frequentiert.

Nicht nur Touren- oder Rennradfahrer sieht man hier radeln. Vor allem Familien mit Kindern oder auch ältere Personen nutzen die Strecke mit ihren Pedelecs für Ausfahrten. „Hier fahren sehr wenige Autos und gar keine Lastwägen, die einem gefährlich werden können“, meinte eine Freizeitsportlerin aus dem Landkreis am Sonntagnachmittag auf ihrer Tour nach Straubing.

Maroden Zustand vor zwei Jahren bemerkt

„Runter vom Rad“ heißt es auf dieser Strecke jedoch seit ein paar Wochen kurz nach Griesau in Richtung Schönach. Grund dafür ist der Abriss der Brücke über den Johannesbach. Bei einer Überprüfung vor zwei Jahren stellten Gemeindearbeiter fest, dass sich der Brückenunterbau in einem besorgniserregenden Zustand befand. Markus Hesse, der Brückenfachmann des Staatlichen Bauamtes wurde umgehend zurate gezogen. Er bestätigte den maroden Zustand.

Im November schluckten die Gemeinderäte erst einmal, als sie erfuhren, dass die Brücke bei Griesau aufgrund ihres Gesamtzustandes abgerissen und komplett erneuert werden muss. Eine erste Kostenschätzung ergab einen Betrag in Höhe von 321 000 Euro. Nach der öffentlichen Ausschreibung lag das billigste Angebot mit 450 000 Euro jedoch deutlich über dieser Schätzung.

Politik

Brücken-Sanierung kostet 350000 Euro

Der Übergang zwischen Griesau und Schönach ist marode. Die Gemeinde muss die Kosten alleine schultern.

Günstigster Bieter war die Firma Max Streicher aus Deggendorf, welche den Auftrag nach einem Mehrheitsbeschluss im Gemeinderat erhielt. Manfred Lichtl plädierte bereits damals dafür, für die vielen Radfahrer parallel eine Ersatzbrücke errichten zu lassen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht aufgegriffen.

Beschilderung weist auf B8 auf Radler hin

Die Straßenverkehrsbehörde des Landratsamtes ordnete deshalb zusammen mit der Polizei und dem Staatlichen Bauamt auf der Bundesstraße zum Schutz für den Fahrrad- und Traktorenausweichverkehr eine entsprechende Beschilderung an. Neben einer Reduzierung der Geschwindigkeit und einem Überholverbot wird mit einem Gefahrenzeichen auf die Situation aufmerksam gemacht.

Der Brückenbau

  • Maßnahmen:

    Bereits fertiggestellt wurden die Uferbefestigung des Johannesgrabens sowie der Brückenaufbau. Mit der Fertigstellung und Freigabe der Brücke kann mit Ende Oktober gerechnet werden.

  • Baukosten:

    Die Baukosten erhöhten sich entgegen einer ersten Kostenschätzung von 321 000 Euro auf 450 000 Euro. Die Gemeinde rechnet mit einem finanziellen Zuschuss von 50 Prozent.

Kurz nach Beginn der Baumaßnahmen stellte Bauleiter Florian Weinberger fest, dass es auf der Bundesstraße zu gefährlichen Situationen gerade im Hinblick auf ältere Radfahrer kam. Kurzerhand regte er an, für die Radfahrer einen einfachen Notbehelfssteg über den Johannesgraben zu errichten, zumal auch die Bauarbeiter den kleinen Bach ständig queren müssen.

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