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Rainer Mißlbeck will Landrat werden

Der Wenzenbacher Unternehmer (47) tritt 2020 für die CSU gegen Tanja Schweiger an. Am Freitag wurde er offiziell vorgestellt.
Von Wolfgang Ziegler

Der Wenzenbacher Gemeinderat Rainer Mißlbeck geht für die CSU ins Rennen. Foto: Strasser
Der Wenzenbacher Gemeinderat Rainer Mißlbeck geht für die CSU ins Rennen. Foto: Strasser

Regensburg. Jetzt ist es offiziell: Der CSU-Kreisverband Regensburg-Land schickt den Wenzenbacher Gemeinderat Rainer Mißlbeck ins Rennen um den Landratssessel. Dies gab Kreisvorsitzender MdB Peter Aumer am Freitag bei einer Pressekonferenz in Donaustauf bekannt. Der 47 Jahre alte Mißlbeck, Sohn des 2016 verstorbenen Wenzenbacher Altbürgermeisters Wilfried Mißlbeck, tritt damit gegen Amtsinhaberin Tanja Schweiger (41) von den Freien Wählern an, die das Regensburger Landratsamt bei den Kommunalwahlen 2014 im zweiten Wahlgang mit 60,88 Prozent gegen Peter Aumer erobert hatte.

Eine Findungskommission und der Vorstand des CSU-Kreisverbandes hatten sich auf Mißlbeck geeinigt, nachdem mit der stellvertretender Kreisvorsitzenden MdL Sylvia Stierstorfer, dem Sinzinger Bürgermeister Patrick Grossmann und dem Schierlinger Bürgermeister Christian Kiendl drei bekannte Hoffnungsträger der Partei abgewunken hatten. Dem Vernehmen nach sollen sie für sich selbst zu wenig Chancen gesehen haben, gegen Landrätin Schweiger zu gewinnen.

Mißlbeck: „Ich bin der Richtige“

Mißlbeck ist verheiratet, Vater von drei Söhnen, Inhaber einer erfolgreichen IT-Remarking-Firma und seit mehr als 20 Jahren Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Grünthal/Hauzenstein. Überregional trat er allerdings bislang wenig in Erscheinung. Formal muss der 47-Jährige nun am 17. Juli noch von der Kreisdelegiertenversammlung der CSU nominiert werden, die in Barbing tagt.

In seinem Vorstellungs-Statement gab sich Rainer Mißlbeck entschlossen. Ermutigt von dem großen Zuspruch, den er erfahren habe, als die Mittelbayerische vor wenigen Tagen exklusiv über seine bevorstehende Kandidatur berichtete, sagte er: „Wir sind die CSU, wir kämpfen um den Sieg, wir wollen eine gute Politik machen für den Landkreis.“ Als Ziel für den Wahlkampf gab Mißlbeck aus, am 15. März 2020 sagen zu können: „Wir haben einen sehr guten Wahlkampf gemacht.“ Die Partei müsse dazu einen Nährboden schaffen, der die Leute dazu bringe, ihr Kreuzchen bei der CSU und bei Rainer Mißlbeck zu machen, sagte er. „Dann bin ich zufrieden.“

Rainer Mißlbeck will Regensburgs Landrat werden

Um dies zu erreichen, will sich der Kandidat „nicht verbiegen“. Er wolle das Amt als Kandidat annehmen, so wie er sei und keine Rolle spielen. Und er wolle zeigen, dass er für den Landkreis der richtige Mann sei. Erreichen wolle er dies unter anderem damit, dass er Probleme aufgreife und immer mit offenem Visier kämpfe. „Ich kann jedem in die Augen schauen, und ich habe keine Leichen im Keller“, sagte er.

Zuletzt verriet Mißlbeck auch noch seinen „grünen Kern“. Er sei auf einem Bauernhof groß geworden und trage den ökologischen Gedanken in sich – und dies nicht erst, seit er in Mode sei.

Kreisvorsitzender MdB Aumer, der seinen Kandidaten verständlicherweise über den grünen Klee lobte, sprach auf Nachfrage von einer intensiven Suche innerhalb des CSU-Kreisverbandes, weil „es viele gute Kandidatinnen und Kandidaten gegeben“ habe. „Wir haben einen Kandidaten gesucht, der aufzeigt, dass der Landkreis mehr kann“, sagte er. Dies sei mit Rainer Mißlbeck gut darstellbar.

Der, so Aumer, habe im Leben als Unternehmer bewiesen, dass er seinen Mann stehe und könne nicht nur verwalten, sondern auch gestalten. Für die Landkreis-CSU solle er die Zukunft gestalten und anpacken, gab ihm der Kreisvorsitzende mit auf den Weg.

Auf die Frage, was Mißlbeck anders machen müsse als Aumer selbst, der 2014 gegen die heutige Amtsinhaberin sang- und klanglos untergegangen war, empfahl er dem Kandidaten, verstärkt über die Inhalte zu reden. „Wir haben als CSU die Antworten, wir haben im Kreistag – anders als die bunte Koalition – überzeugende Arbeit geleistet“, sagte Aumer. Zudem könne Mißlbeck auf einen geschlossenen Kreisverband zählen.

Stierstorfer: „Eine gute Wahl“

Die stellvertretende Kreisvorsitzende MdL Stierstorfer, die selbst als Landrats-Kandidatin im Gespräch war, freute sich unterdessen im Gespräch mit unserer Zeitung über den „tollen, engagierten Kandidaten“. Mißlbeck sei motiviert und habe den Willen, die Leute für sich zu gewinnen, sagte sie. Mit einem tatkräftigen Team an seiner Seite, könne Vieles gelingen, zumal Mißlbeck als Person überzeuge. „Wir haben eine sehr gute Wahl getroffen.“

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