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Bepflanzung

Rathaus-Areal bleibt vorerst, wie es ist

Die Zeitlarner CSU wünscht sich eine blühende Farbenpracht vor dem Neubau. Das Planungsbüro bittet darum, abzuwarten.
Von Ralf Strasser

Zeitlarner Bürger kritisieren, dass vor dem Rathaus eintöniges Grau vorherrsche.  Foto: msr
Zeitlarner Bürger kritisieren, dass vor dem Rathaus eintöniges Grau vorherrsche. Foto: msr

Zeitlarn.Die Gemeinde Zeitlarn ist gut vernetzt. Die weißen Flecken auf der Breitbandkarte sind klein, lediglich 39 Anwesen sind noch nicht mit dem schnellen Internet verbunden. Auch wenn die Zahl klein ist, dem Gemeinderat bereitet sie dennoch Kopfzerbrechen. Es geht um Angebote der Provider, die im Rahmen der Fördermöglichkeiten ausbauen sollen. „Es gab in Folge von den Gemeinden im Freistaat hunderte von Kleinausschreibungen“, erläuterte der Sachverständige für Netze und Dienste in der Telekommunikation, Josef Ledermann, in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Doch die Angebote blieben aus. Zu unwirtschaftlich, so die Argumentation. Das hat die Politik auf den Plan gebracht, die im November 2019 das sogenannte Beistellungsmodell beschloss. Das heißt: Die Kommune baut optional die Netzinfrastruktur selbst und stellt sie dem Betreiber kostenlos zur Verfügung. Hier herrsche jedoch keine Rechtssicherheit, da die Richtlinie bislang nicht verbindlich formuliert wurde. „Das wurde modifiziert, jetzt heißt es, dass die Kommune definitiv baut und das fertige Leitungsnetz ausschreibt“, sagte Ledermann. Für den Bau der Leitungen schätzt man die Kosten auf 600 000 Euro, 70 Prozent davon werden gefördert.

Glasfaser für restliche Anwesen

Das Problem: „Es besteht weiterhin die Gefahr, dass für den Provider der Fisch immer noch zu klein ist“, so Ledermann. Und es gibt einen weiteren Haken: Es besteht lediglich eine siebenjährige Bindung, der Betreiber kann aus wirtschaftlichen Gründen das Netz an die Kommune zurückgeben. Auch wenn diese Regelungen quer durch die Fraktionen zu Kopfschütteln führten, bleibe dies alternativlos.

„Es gibt wohl keine andere Möglichkeit, wie wir auch die restlichen Anwesen mit Glasfaser versorgen können“, betonte Bürgermeister Franz Kröninger.

Die Bücherei

  • Räume:

    Diese sind zu klein geworden. Mit neuen Räumen könnten mehr Leser gewonnen werden. Ein Ideenwettbewerb ist geplant.

  • Nachfolge:

    Leiterin Gertraud Schindler geht in den Ruhestand. Eine Nachfolgerin gibt es bereits.

Der Gemeinderat beschloss mit einer Mehrheit von 15 zu zwei Stimmen die Ausschreibung mit Beistellungsmodell. Die Farbe der Flecken auf der MBit-Karte spielt in der neuen Gigabit-Richtlinie eine Rolle, die die Versorgung mit 100 und mehr Mbit/s ermöglichen will. Aber nur in Gebieten die als „Grau“ und „Weiß“ gelten, also lediglich mit 30 Mbit/s und nur durch einen Anbieter versorgt sind. „In Zeitlarn haben wir ein ‚schwarzes‘ Gebiet mit zwei Anbietern und höheren Geschwindigkeiten“, fasste der Telekommunikationsexperte zusammen. Damit greife diese Förderrichtlinie nicht.

Grüne Landschaften vor dem Rathaus? Wenn es nach der CSU geht, soll der Vorplatz am neuen Rathaus bunter und durch das Aufstellen von Blumentrögen aufgewertet werden. Eintöniges Grau dominiere, und so werde dies auch in der Bevölkerung wahrgenommen, meinte Josef Weinmann.

Vorerst keine Blumentröge

Mittlerweile hatte sich das Freianlagenplanungsbüro Wamsler/Rohloff gemeldet, das die nachträgliche Erstellung von Pflanzstreifen und das Aufstellen von Blumentrögen kritisch sieht. Man solle dem Platz Zeit geben. Blühstreifen und gepflanzte Bäume bräuchten noch zwei bis drei Jahre, um sich entfalten zu können. Zudem werde kurzfristig der Götzfriedstadl abgerissen. Dort sei eine zusätzliche Blüh- und Pflanzfläche vorgesehen. Man habe sich ja schon im Mai 2019 im Gremium darüber Gedanken gemacht, so Peter Kröninger (SPD), „und schon damals hatten wir für Abwarten plädiert.“ Auch wenn der Meinungstrend im Gremium durchaus zu „punktuellen Farbtupfern“ (Josef Weinmann) geht und Pflanztröge als nützliche Abgrenzungen dienen könnten (Thomas Klein, PWG), entschied der Gemeinderat mit knapper Mehrheit, keine Blumentröge aufzustellen und die weitere „Blühentwicklung“ abzuwarten.

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