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Schneechaos

Regensburger helfen im Krisengebiet

87 Feuerwehrleute aus dem Stadtgebiet sind in Oberbayern im Einsatz. Retter aus dem Landkreis warten auf den Einsatzbefehl.
Von Heiner Stöcker

Die Regensburger Feuerwehrleute sind in Bayrischzell im Einsatz. Foto: Melanie Neuhoff, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Stadt Regensburg
Die Regensburger Feuerwehrleute sind in Bayrischzell im Einsatz. Foto: Melanie Neuhoff, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Stadt Regensburg

Regensburg.Der Schnee hält das Alpenvorland in Atem. Und es sind bereits Kräfte aus dem Landkreis Regensburg im Krisengebiet. Unter anderem war das THW Wörth mit seiner Bergungsgruppe übers Wochenende im Einsatz. Auch die Kollegen des Ortsverbands Laaber waren von Freitag bis Sonntag mit deren Bergungsgruppe (neun Retter) plus dem Baufachberater und einem Helfer vor Ort. Der Laaberer Ortsbeauftragte Joachim Bauer und sein sechsköpfiges Logistik-Team sind noch voraussichtlich bis Mittwoch im Einsatz.

Angeseilte Feuerwehrleute räumen mit Schneeschiebern das Daches einer Grundschule. Foto: Tim Oelbermann/dpa
Angeseilte Feuerwehrleute räumen mit Schneeschiebern das Daches einer Grundschule. Foto: Tim Oelbermann/dpa

Am Sonntag ist auch ein Hilfeleistungskontingent des Amts für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Regensburg nach Bayrisch Zell (Landkreis Miesbach) aufgebrochen. Die 87 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie von zehn freiwilligen Feuerwehren des Stadtgebietes sind dort mit insgesamt 20 Fahrzeugen eingesetzt, um zahlreiche Dächer öffentlicher und für die Infrastruktur wichtiger Gebäude von den Schneemassen zu befreien. Der Einsatz wird voraussichtlich bis Freitag dauern.

Sehen Sie hier ein Video vom Einsatz der Regensburger:

Regensburger helfen im Schneechaos

Auch die Kräfte der DLRG Regensburg sind im Einsatz bei der Schneekatastrophe. Am Sonntag waren in Schleching von der DLRG Regensburg 17 Personen, drei Fahrzeuge und ein Anhänger sowie 1 Schneefräse als Teil des Wasserrettungszug Oberpfalz im Katastrophenschutz im Einsatz. Insgesamt 18 Stunden waren die Kräfte unterwegs, um 5 Uhr in der Früh war Abfahrt am Wasserrettungszentrum der DLRG in der Wöhrdstraße.

Auch am 16. Januar werden voraussichtlich wieder Kräfte aus Regensburg entsendet.

Die Helfer der DLRG befreien ein Dach vom Schnee. Foto: Maximilian Naumann
Die Helfer der DLRG befreien ein Dach vom Schnee. Foto: Maximilian Naumann

Regensburgs Rechts- und Regionalreferent Dr. Walter Boeckh lobte den Einsatz ausdrücklich: „Ich bin sehr stolz, dass wir mit unseren Leuten dazu beitragen können, die angespannte Lage zu entschärfen. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften für ihr Engagement. Sie alle tragen dazu bei, die Situation unter Kontrolle zu bringen und setzen ein deutliches Zeichen für Solidarität in einer schwierigen Lage.

100 Freiwillige Feuerwehrleute aus dem Landkreis sind bereit

Die Retter aus der Oberpfalz befreien die Dächer von den Schneemassen. Foto: Melanie Neuhoff, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Stadt Regensburg
Die Retter aus der Oberpfalz befreien die Dächer von den Schneemassen. Foto: Melanie Neuhoff, Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Stadt Regensburg

Seit vergangenem Wochenende sind auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Nachbarlandkreis Kelheim mit einem Hilfskontingent im Krisengebiet. Sollte sich die Lage bis Mittwoch nicht entspannen, und das Landratsamt Berchtesgaden weitere Kräfte anfordern, würden 100 Feuerwehrleute aus dem Landkreis Regensburg als Ersatz in Marsch gesetzt. „Ob es soweit kommt, ist schwer zu einzuschätzen“, sagte Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer am Montagmittag. Denn laut Wetterbericht gingen die Niederschlagsmengen in den kommenden Tagen zurück. Scheuerer: „Wenn der Hilferuf kommt, dann sind wir die nächsten, die dran sind.“

„Unsere Leute setzen ein deutliches Zeichen für Solidarität in einer schwierigen Lage.“

Rechtsreferent Dr. Walter Boeckh

„Das Wetter hier ist wirklich schwer einzuschätzen“, sagte THW-Laaber-Chef Joachim Bauer per Telefon vom Einsatzort. „In einem Dorf regnet es wie aus Kübeln und ein paar hundert Meter weiter haben wir Schnee. Wenn sich die Wolken an den Bergen fangen, dann kommt das Zeug halt runter.“

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