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Kinder

Regenstauf: 5 Millionen für Grundschule

Ab 2019 entsteht ein Anbau vor allem für die Ganztagsbetreuung. 2020 können die Schüler dort einziehen.
Von Sabine Norgall

So soll die Fassade des Anbaus an die Regenstaufer Grundschule ausschauen. Viel Glas soll viel Licht in den Gebäudekomplex bringen. Der Anbau wird sich quer zum jetzigen Schulgebäude in Ost-West-Richtung ausrichten. Entwurf: Architekturbüro Stürzl
So soll die Fassade des Anbaus an die Regenstaufer Grundschule ausschauen. Viel Glas soll viel Licht in den Gebäudekomplex bringen. Der Anbau wird sich quer zum jetzigen Schulgebäude in Ost-West-Richtung ausrichten. Entwurf: Architekturbüro Stürzl

Regenstauf.Eine zeitliche Punktlandung legte das Regensburger Architekturbüro Stürzl mit der Planung für den Anbau an die Regenstaufer Grundschule hin. Ende November muss der Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz abgegeben werden. Nachdem der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung dem Maßnahmenbeschluss einstimmig zustimmte, kann der Förderantrag jetzt fristgerecht gestellt werden.

Schon seit Jahren reicht an der Grundschule der Platz nicht mehr aus. Der Anbau an der Schule ist schon lange geplant. Die Grundschule platzt, wie es der SPD-Fraktionsvorsitzende Fred Wiegand in der Marktratssitzung beschrieb, aus allen Nähten. Aktuell sind die Kinder der offenen Ganztagsbetreuung übergangsweise in Containern untergebracht. Das ist eine Lösung, mit der man sich, wie Rektorin Heidi Nickl sagte, an der Grundschule arrangierte.

Ausschreibung verzögerte Bau

Bei dem Grundschulanbau kam es zu Verzögerungen, weil die Planung des Anbaus aufgrund der kalkulierten Kosten europaweit ausgeschrieben werden musste. Andernfalls hätte der Markt womöglich Zuschüsse gefährdet. Aktuell gibt das Architekturbüro Stürzl die kalkulierten Kosten mit rund 4,65 Millionen Euro an. In der Summe ist aber nur ein kleinerer Teil der Außenanlagen berücksichtigt. Wie in der Marktratssitzung besprochen wurde, wird man insgesamt wohl bei Kosten von rund fünf Millionen Euro landen.

Bildung

Bürokratie verzögert Schulbau

Die Planung für den Anbau an die Grundschule Regenstauf muss europaweit ausgeschrieben werden. Das kostet viel Zeit.

Der Fördersatz, inklusive Mittagsbetreuung, wird bei rund 60 Prozent liegen. Allerdings, sagte Architekt Frank Stürzl, werden die Förderbeträge bei der Regierung aufgrund von durchschnittlichen Baukosten kalkuliert, wie sie vor rund drei Jahren galten. In der Zeit, so der Architekt weiter, habe es aber erhebliche Preissprünge gegeben. Stürzl: „Sie wissen alle, was am Markt los ist. Wir können froh sein, wenn wir Angebote bekommen. Manchmal könnte man den Eindruck haben, die Preise werden ausgewürfelt.“

In dem Anbau, der an die bestehende Grundschule quer in West-Ost-Richtung angegliedert wird, werden sechs Gruppenräume für die Ganztagsbetreuung, zwei Lernwerkstätten, ein Klassenraum und Toiletten untergebracht. Der Anbau erhält einen Aufzug, der in Anbindung an den Altbau künftig die gesamte Schule behindertengerecht erschließt. Im Altbau entstehen neue Räume für die Schulverwaltung und ein neues Lehrerzimmer. Der zusätzliche Raumbedarf ergibt sich aus den steigenden Schülerzahlen, dem zunehmenden Ganztagsangebot und aus der Tatsache, dass die Grund- und Mittelschule früher einen gemeinsamen Schulleiter hatte. Jetzt ist sie in zwei eigenständige Schulen mit eigenständigen Schulleitungen aufgeteilt. Über den Winter sollen die Baumaßnahmen ausgeschrieben werden. Als erste Maßnahme vor Baubeginn muss im kommenden Frühjahr der kleine Pfarrkoppelbach, der unmittelbar an der Grundschule vorbeifließt, verlegt werden.

3. Bürgermeister Josef Schindler (CSU) betonte die Notwendigkeit eines schnellen Baubeginns. Die Frage von Markträtin Elisabeth Meierhofers (CSU), ob in der Planung für die Schule ein Puffer bei den Schülerzahlen berücksichtigt sei, wurde positiv beantwortet. Bejaht wurde auch die Nachfrage des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Erich Viehbacher. Er wollte wissen, ob beim Anbau die Anforderungen für das digitale Klassenzimmer erfüllt seien.

Städtebauförderung für 2019 beantragt

  • Stand:

    Aktuell wird gerade der 1. Bauabschnitt der Erneuerung der Ortsdurchfahrt im Rahmen der Ortserneuerung abgeschlossen.

  • Bedarfsermittlung:

    In seiner jüngsten Sitzung billigte der Marktrat einstimmig die Bedarfsmitteilung für die Städtebauförderung für 2019 in Höhe von 870 Millionen Euro.

  • Planung:

    2019 will man sich im Zuge der Sanierung des Ortskerns vermehrt auf das Areal zwischen Kirche und Rathaus konzentrieren. Ein Ideenwettbewerb wird gestartet.

  • Diskussion:

    CSU-Fraktionssprecher Bruno Schleinkofer betonte, dass die Gewerbetreibenden von der Dauer des 1. Bauabschnittes genervt seien, die Arbeiten hätten viel länger gedauert, als gedacht. SPD-Fraktionsvorsitzender Fred Wiegand ging davon aus, dass der Bereich Marktplatz wohl erst 2021 in Angriff genommen wird, ab 2022 dann der Abschnitt in der Regensburger Straße.

  • Fördermittel:

    Der Antrag auf Fördermittel beinhaltet noch keine Entscheidung über einzelne Maßnahmen.

Einstimmig befürwortete der Marktrat auch die Anträge von Bruno Schleinkofer aus Regenstauf und von Andreas Auburger aus Neuburg an Inn auf eine Änderung des Flächennutzungsplans und Landschaftsplanes. Dabei geht es um die Ausweisung von Sondergebieten zur Nutzung erneuerbarer Energien, im speziellen Freiflächenphotovoltaikanlagen, für Grundstücke entlang der Autobahn A 93 und entlang der Bahnlinie in den Gemarkungen Diesenbach und Hagenau. Sollten kurz- oder mittelfristig weitere Anträge für Freiflächenphotovoltaikanlagen beim Markt Regenstauf eingehen, soll laut Beschluss des Marktrates eine Standort- und Potenzialanalyse für Photovoltaikanlagen in Auftrag gegeben werden. Marktrat Bruno Schleinkofer (CSU) war von der Beratung und der Abstimmung zu diesem Thema ausgeschlossen.

Energie dezentral erzeugen

Künftig sollen in Regenstauf Photovoltaikanlagen entlang Autobahn und Bahnstrecke, so wie auf dem Symbolfoto, möglich sein. Foto: Hildenbrand/dpa
Künftig sollen in Regenstauf Photovoltaikanlagen entlang Autobahn und Bahnstrecke, so wie auf dem Symbolfoto, möglich sein. Foto: Hildenbrand/dpa

Für die SPD bekräftigte Fred Wiegand in einer Stellungnahme die Bedeutung einer dezentralen Energiegewinnung vor Ort. Auch Josef Schindler betonte, dass sich Großplanungen wie die Hochspannungstrasse des Südostlinks, „den wir auch hoffentlich in Steinsberg nicht bekommen“, nur durch dezentrale Energiegewinnung vermeiden ließen. Auch die Freien Wähler begrüßten die Energiegewinnung vor Ort als vorrangig.

Einstimmig stimmte der Marktrat auch für den notwendig gewordenen Nachtragshaushalt. Aufgrund einiger außerplanmäßiger Ausgaben wie der Beschaffung eines Containers für den Kindergarten Diesenbach oder der Anschaffung eines Aufenthaltwagens für den Waldkindergarten mussten die Ausgaben aufgestockt werden. Die zusätzlichen Ausgaben können durch Minderausgaben an anderer Stelle gedeckt werden. CSU-Fraktionssprecher Bruno Schleinkofer kritisierte allerdings, dass für den außerplanmäßig angeschafften Mannschaftsbus für die Feuerwehr Steinsberg statt der abgesprochenen 50 000 Euro jetzt 60 000 Euro im Nachtragshaushalt stehen.

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