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Kommunalwahlen

Regenstauf gab Aumer noch Auftrieb

Bei den Landratswahlen konnte der CSU-Kandidat in seiner Heimatgemeinde punkten. Insgesamt hat Tanja Schweiger (FW) in mehr Gemeinden gesiegt.
Von Christof Seidl, MZ

Ernste Mienen gab es am Wahlabend im Landratsamt bei der SPD. Lediglich Maria Scharfenberg (Grüne, links) war mit ihrem Wahlergebnis zufrieden. Foto: Seidl

Regensburg.Landkreis. Bei einer Landratswahl kann die Herkunft des Kandidaten ebenso eine Rolle spielen wie die politische Tradition der jeweiligen Gemeinde, in der gewählt wird. Die MZ gibt einen Überblick, wer wo gut oder schlecht abgeschnitten hat.

Die Überraschung des Abends war, dass FW-Kandidatin Tanja Schweiger in etlichen CSU-Hochburgen vor ihrem Konkurrenten Peter Aumer lag. So erreichte Schweiger beispielsweise im als „stockschwarz“ geltenden Hemau 48,2 Prozent, während Aumer dort nur auf 44,4 Prozent kam. In Lappersdorf, ebenfalls seit vielen Jahren CSU-Hochburg, erreichte Aumer nur 38,2 Prozent, während Schweiger auf 45,9 kam. In Alteglofsheim lag die Kandidatin der Freien Wähler mit 50,8 Prozent um fast 14 Prozent vor dem CSU-Vertreter. Dass sie in ihrer Heimat Pettendorf zwei Drittel der Stimmen erhielt, während Aumer nur 25,3 Prozent erreicht, war dagegen keine Überraschung. Auch in Wolfsegg brachte der CSU-Kandidat mit 26,0 Prozent keinen Fuß auf den Boden, während Schweiger dort 62,3 Prozent erreichte. Als Schweiger-Hochburg erwies sich auch Beratzhausen, wo sie 52,2 Prozent der Stimmen erhielt.

Schweiger siegt in 28 Gemeinden

In der Summe der Gemeinden lag Schweiger bei der Landratswahl deutlich vorne. Sie hatte in 28 der 41 Landkreis-Kommunen das beste Ergebnis aller sechs Kandidaten. Aumer schaffte dies nur in 13 Gemeinden.

Der CSU-Kandidat holte sein bestes Ergebnis ebenfalls in seiner Heimat, in Regenstauf. Dort erreichte er 57,1 Prozent der Stimmen, während die FW-Kandidatin mit 22,2 Prozent eine herbe Niederlage einstecken musste. Regenstauf hatte für Aumer beim Wahlabend auch psychologische Bedeutung. Die bevölkerungsstärkste Gemeinde im Landkreis (rund 15000 Einwohner) wurde als Letztes ausgezählt und brachte den CSU-Kandidaten – der zuvor zeitweise deutlich zurückgelegen war – noch fast an das Ergebnis seiner Konkurrentin von den Freien Wählern heran. Gute Gemeinden waren für Aumer außerdem Barbing (52,3 Prozent), Bach (48,0), Bernhardswald (51,6), Holzheim (52,3), Köfering (48,0), Schierling (46,5), Wiesent (47,4) und Zeitlarn (46,7) – mit Ausnahme der Letztgenannten alles bewährte CSU-Hochburgen.

Wolf nur dreimal über zehn Prozent

Paula Wolf, die Landratskandidatin der SPD, schaffte es in keiner einzigen Gemeinde an die Spitze. Ihre besten Ergebnisse erreichte sie in ihrer Heimat, dem Markt Regenstauf, mit 15,6 Prozent. Fast so stark war sie auch in der Nachbargemeinde Zeitlarn mit 15,0 Prozent. Vergleichsweise gute Ergebnisse erzielte Wolf außerdem in Donaustauf (11,5 Prozent) und Tegernheim (9,7 Prozent). In allen vier Gemeinden stellte die SPD bisher auch den Bürgermeister. Ihre schlechtesten Ergebnisse erzielte Wolf in Altenthann mit 1,2 Prozent und in Brennberg mit 1,8 Prozent.

Maria Scharfenberg (Grüne) kam in ihrer Heimat Laaber auf 9,8 Prozent. Noch besser war sie in der Nachbargemeinde Brunn mit 10,6 Prozent.

Klaus-Dieter Lang (ÖDP/PU) kam in seiner Heimatgemeinde Mintraching immerhin auf 8,9 Prozent. FDP-Kandidat Stefan Potschaski konnte dagegen nicht von seinem Heimatbonus profitieren und erreichte auch in Regenstauf nur 1,8 Prozent.

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