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Aktion

Regenstauf soll auf Fairtrade setzen

Realschüler stellen die Vorteile des Konzepts vor und appellieren an die Politik.

Die Realschule stellte ihr Konzept Bürgermeister Böhringer, 3.Bürgermeister Schindler und Fraktionsvorsitzenden vor. Foto: Karin Inkofer
Die Realschule stellte ihr Konzept Bürgermeister Böhringer, 3.Bürgermeister Schindler und Fraktionsvorsitzenden vor. Foto: Karin Inkofer

Regenstauf.Zwei Schülerinnen der Fairtrade-Realschule Regenstauf, Franziska Limberg (7e) und Elisabeth Gratzl (9a), stellten zusammen mit ihrer Lehrerin Michaela Gröber die Vorzüge des fairen Handels vor. Ihre Überlegung ist, dass der Markt Regenstauf eine „Fairtrade Gemeinde“ werden sollte. Sichtlich beeindruckt von ihren Ausführungen waren Bürgermeister Siegfried Böhringer, Geschäftsleiter Johann Kandlbinder und Kämmerer Andreas Liegl. Auch 3.Bürgermeister Josef Schindler nahm sich die Zeit und lauschte den engagierten Realschülerinnen.

Um die Wichtigkeit des Themas hervorzuheben, waren bei der Vorstellung zum Start von „Fairtrade Gemeinde“ auch die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien im Marktrat eingeladen: Interessiert folgten Fred Wiegand (SPD), Bruno Schleinkofer (CSU) und Erich Viehbacher (Freie Wähler) der Präsentation der Schülerinnen. „Wir werden für die nächste Haushalts- und Finanzsitzung eine Beschlussvorlage vorbereiten und hoffen, dass die Mitglieder des Marktrats die Aktion unterstützen“, betonte Bürgermeister Siegfried Böhringer.

Die Kommune habe eine Vorbildfunktion in Sachen Unterstützung der Länder des Südens, meint Monika Ernst, Pressereferentin beim Markt Regenstauf. Sie hatte sich bereits in ihrer Diplomarbeit mit dem Thema „Kooperationsformen im fairen Handel“ beschäftigt. „Deshalb freut es mich sehr, dass wir nun auch in der Gemeinde Regenstauf aktiv werden“, argumentiert Monika Ernst. Sie wurde aufgrund ihrer Vorkenntnisse von den Teilnehmern des Treffens als interne Beauftragte für das Thema Fairtrade bestimmt.

Die Willensbekundung alleine reicht natürlich nicht aus. Deshalb stellt sich die Frage, wie man „Fairtrade Gemeinde“ wird. Zunächst braucht es einen Grundsatzbeschluss des Marktrats zur Unterstützung des fairen Handels. Der nächste Schritt ist die Bildung einer Steuerungsgruppe mit mindestens drei Personen. Mitwirkende können Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Bürger sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Mitwirkung des Handels vor Ort, der entsprechende Fair-Trade-Produkte ins Sortiment aufnimmt. Und es braucht eine Zivilgesellschaft, die solche Produkte dann auch kauft. Monika Ernst kündigt an, dass man diese Voraussetzungen nun Schritt für Schritt schaffen werde, um den Titel „Fair Trade Gemeinde“ tragen zu dürfen.

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