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Musik

Renner-Ensemble war wieder der Renner

Die Sänger begeisterten in der voll besetzten Pfarrkirche St. Michael in Kallmünz die Zuhörer. Der Chor präsentierte ein abwechslungsreiches Programm.

Das Renner Ensemble trat in der Pfarrkirche St. Michael auf. Foto: Neu

Kallmünz. Hochklassigen Musikgenuss bekamen die Besucher in der voll besetzten Pfarrkirche St. Michael in Kallmünz geboten. Es gehört schon fast zur Tradition, dass das Renner-Ensemble hier am 2. Weihnachtstag auftritt. Bei dem Konzert, das unter dem Motto „Ad te levavi“ stand, präsentierte es ein abwechslungsreiches Programm.

Pfarrer Andreas Giehrl sagte in seiner Begrüßung: „Pfarrer kommen und gehen, aber die Chöre bleiben.“ Er sei sehr erfreut, die Tradition der Weihnachtskonzerte fortzuführen. Die Adventszeit sei kirchenmusikalisch geprägt vom Warten und der Vorbereitung auf die Geburt Christi, der Advent sei aber auch die Zeit der Stille.

Das Programm des Renner-Ensembles zeigte all diese Facetten. Stimmgewaltig erfüllten die Sänger den Kirchenraum, aber auch leise Töne wurden angestimmt.

Die Interpretationen zeichneten sich durch absolut stimmige vokale Präsenz aus. Angefangen mit einem Gregorianischen Choral, gab es Werke unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Johann Michael Haydn, Maurice Duruflé, Giuseppe Verdi, Johannes Brahms, Johann Caspar Aiblinger, Felix Mendelsson-Bartholdy, Franz Lachner, Michael Prätorius und Bernd Englbrecht zu hören. Bei einigen Stücken wurde das Ensemble von Andreas Merl an der Orgel begleitet.

Das 1987 vom langjährigen Chorleiter Bernd Englbrecht gegründete Ensemble besticht durch große Vielseitigkeit: Das Repertoire umspannt Chorwerke für Männerstimmen quer durch die Jahrhunderte, vom Mittelalter über Werke der Renaissance und der Romantik bis hin zu experimenteller zeitgenössischer Vokal-Avantgarde.

Konzertreisen führten den Chor nach Schweden, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien, Lettland, Taiwan, Japan, Singapur, auf die Philippinen sowie nach Uruguay und Argentinien.

Der Chor besteht aus ehemaligen Domspatzen, die oft direkt vom Domkapellmeister vorgeschlagen werden. 2011 gab es einen Generationswechsel. Dr. Hans Pritschet kehrte als ehemaliger Domspatz zu seinen Wurzeln zurück und trat als Leiter des Chors die Nachfolge von Englbrecht und Jörg Genslein an. Pritschet ist im Hauptberuf Dozent an der Uni Regensburg. Im Fach Musikpädagogik leitet noch einige weitere Chöre. (lsn)

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