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Bilanz

Reservisten spüren Aufwind

Die Kreisgruppe Oberpfalz Süd hat wieder mehr Mitglieder. Neue Aufgabenbereiche steigern die Attraktivität der Bundeswehrreserve.
Von Bernhard Seiberl

Vorsitzender Reinhard Knott (Mitte) freute sich beim Neujahrsempfang der Reservisten der Kreisgruppe Oberpfalz Süd in Regenstauf über viele Gäste aus Politik und Militär.  Foto: Bernhard Seiberl
Vorsitzender Reinhard Knott (Mitte) freute sich beim Neujahrsempfang der Reservisten der Kreisgruppe Oberpfalz Süd in Regenstauf über viele Gäste aus Politik und Militär. Foto: Bernhard Seiberl

Regenstauf.Mehr als 100 Gäste aus Militär und Politik trafen sich zum Neujahrsempfang der Reservisten der Kreisgruppe Oberpfalz Süd in der Jahnhalle. Der Kreisvorsitzende, Stabsfeldwebel d. R. Reinhard Knott, gab in Bezug auf die Entwicklung der Streitkräfte in den vergangenen Jahren einen kritischen Rückblick. „Vor 14 Jahren, bei unserem ersten Neujahrsempfang hätte niemand geglaubt, dass sich heute die Bundeswehr in weltweiten Einsätzen befindet. Im Glauben eines immerwährenden Friedens wurde die Bundeswehr reduziert und kaputtgespart.“

Niemand habe gewusst, was aus den Reservisten werden solle. Das Motto habe gelautet: „Die brauchen wir eh nicht mehr.“ Doch leider sehe es heute gar nicht danach aus. Nachdem immer mehr Krisenherde entstehen, sei auch die Landesverteidigung wieder ein Thema. Die klassischen Aufgabenbereiche der Reservisten wie die Katastrophenhilfe seien durch Unterstützungsleistungen wie der Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Verbündeten ergänzt worden. Dadurch habe die Reserve an Attraktivität gewonnen.

Neue Kameradschaft gegründet

„Dieser Stimmungswandel schlägt sich auch in unseren Mitgliederzahlen nieder. Nach Jahren stetigen Rückgangs sind wir heute mit 1080 Mitgliedern wieder im Aufwind und in Duggendorf wurde sogar eine neue Kameradschaft gegründet“, sagte Knott. Die Reserve sei für die Landes- und Bündnisverteidigung, für den Heimatschutz sowie für die Einsätze im Rahmen des internationalen Krisenmanagements ein unverzichtbarer Bestandteil der Bundeswehr. Knott ging noch auf die vielen Veranstaltungen im vergangenen Jahr ein, bei denen die Teilnehmer gute Platzierungen erreichten.

Neue Auszeichnung

  • Preis:

    Die „Regensburger Eule“ ist ein neuer Preis von der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Sektion Regensburg und dem Reservistenverband Kreisgruppe Oberpfalz Süd.

  • Empfänger:

    Er wird an Bürger verliehen, die sich im Bereich Sicherheitspolitik besonders engagieren. Die erste Verleihung ging an den Bürgermeister der Marktgemeinde Donaustauf, Jürgen Sommer.

Landrätin Tanja Schweiger verwies auf die nicht mehr vorhandene Präsenz der Bundeswehr in der Region. Um so mehr sei es wichtig, die Verbundenheit mit Bundeswehr und Reservisten zu pflegen und den Einsatz für die Heimat zu schätzen. Auch im sozialen Engagement wie beispielsweise den Kriegsgräbereinsätzen seien die Reservisten in einem heute politisch schwierigen Umfeld unverzichtbar. Regenstaufs 2. Bürgermeister Johann Dechant ist überzeugt, dass der 75-jährige Frieden nur mit Soldaten möglich war, und verwies dabei auf die Krisenherde in der ganzen Welt. Die Reservisten seien in Regenstauf ein fester Bestandteil bei vielen Veranstaltungen. Für den Vertreter der Stadt Regensburg, Stadtrat Dr. Thomas Burger, ist die Bundeswehr ein Garant für den Frieden. Die Pflicht der Reservisten sei es, das Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Bundeswehr zu bilden.

Der Preis der Freiheit

Oberst d. R. Johann Bauer, der Kommandeur des Regionalstabs Territoriale Aufgaben Ost, ging auf die Entstehungsgeschichte von Neujahrsempfängen ein, die in den ländlichen Strukturen ihren Ursprung hatten. Mit der Aufstellung des neuen Landesregiments Bayern kämen viele Ausbildungen auf die Reservisten zu, sie würden der Schwerpunkt der nächsten Jahre sein. „Wachsamkeit ist der Preis der Freiheit“, lautete der Appell des Kommandeurs.

Durch das fleißige Sammeln der Reservisten der Kreisgruppe in Stadt und Landkreis kamen 15800 Euro für die Arbeit des Volksbunds der deutschen Kriegsgräber zusammen. Der Scheck wurde an Geschäftsführer Dr. Dario Vidojkovic überreicht. Für 50- und 60- jährige Mitgliedschaft wurden Thomas Brenner, Stefan Haslbeck, Johann Rötzer, Hubert Beer, Kuno Aschmann und Roland Eichler geehrt.

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