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Bau

Rödlbergklause soll abgerissen werden

Das Gebäude in Undorf war früher ein Wirtshaus und zuletzt ein Asylbewerberheim. Ein Investor will 18 Wohnungen errichten.
Von Paul Neuhoff

Die Rödlbergklause soll abgebrochen werden.  Foto: Paul Neuhoff
Die Rödlbergklause soll abgebrochen werden. Foto: Paul Neuhoff

Nittendorf.Die Rödlbergklause in Undorf, in früheren Jahren eine beliebte Gastwirtschaft in der Rödlbergstraße und in den letzten Jahren eine Unterkunft für Asylsuchende, soll nach dem Willen eines Investors abgerissen werden. Anstelle des betagten und ausgedehnten Gebäudekomplexes will der Bauherr eine Wohnanlage aus drei miteinander verbundenen Häusern errichten, in der insgesamt 18 Wohnungen auf je zwei Vollgeschossen und in den ausgebauten Dachgeschoßen entstehen sollen. Die Untergeschosse werden als Tiefgaragen genutzt.

Wie Bürgermeister Helmut Sammüller und Wolfgang Eibl, Sachbearbeiter im Bauamt des Rathauses, erläuterten, wird der Neubau im Verhältnis der Summe der gesamten Geschossflächen zur Grundstücksgröße in etwa den Wert des jetzigen Baubestandes erreichen. Auch die Firsthöhe wird sich im Bereich der jetzigen Gebäudehöhe bewegen.

Gewünschte Nachverdichtung

Die Wortmeldungen der Räte zeigten überwiegend Zustimmung zu der Bauvoranfrage. Hermann Kugler und Andreas Bleicher waren sich einig, dass mit dem Vorhaben die vom Markt gewollte Nachverdichtung in bestehenden Siedlungen bei etwa gleichen Größenverhältnissen verwirklicht wird. Bürgermeister Sammüller sah dies ebenso und wies noch darauf hin, dass sich nach Rücksprache mit dem Bauherrn die beengten Straßenverhältnisse dort durch das Bauvorhaben verbessern werden. Durch die Situierung und Größe der künftigen Gebäude wird ein Teil der Stützmauer, die aufgrund der Topographie zur Gartenstraße hin vom Markt gebaut werden müsste, hinfällig.

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Letztlich segnete das Gremium die Bauvoranfrage mit vier Gegenstimmen ab. Michael Huber war der Neubau doch etwas zu massiv und Dr. Gerhard Bawidamann ist noch nicht klar, welche Kosten konkret auf den Markt für Erschließungsmaßnahmen wie etwa für eine Stützmauer zukommen.

Die Mittelschule

  • Alter: Die Schule hoch über dem Ort Undorf wurde vor über 40 Jahren als Hauptschule gebaut.

  • Neubau:Bürgermeister Sammüller liebäugelt schon lange mit einem Neubau bei der Grundschule in Nittendorf.

  • Finanzierung:Marktrat Norbert Müller fordert einen „sofortigen“ Neubau durch den Markt, notfalls auch auf eigene Kosten.

Ein weiterer Bauherr will am östlichen Ortseingang von Pollenried ebenfalls einen bestehenden Gebäudekomplex, ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen, abreißen und durch Gebäude mit zwei Vollgeschossen und ausgebautem Dachgeschoss ersetzen und hat dafür eine Bauvoranfrage gestellt. Dort sollen insgesamt 15 Wohneinheiten entstehen.

Marode Mittelschule

Auf Einladung des Bürgermeisters stellte sich der neue Rektor der Mittelschule Undorf, Christoph Schröder, dem Gremium vor. Neben Ausführungen zu seinem beruflichen Werdegang ging der Schulleiter, der seit September im Amt ist, auch auf den baulichen Zustand und auf die Ausstattung der Schule ein. Schröder informierte das Gremium über „viele Dinge, die die Arbeit von Schülern und Lehrern erschweren“. Seien es das undichte Flachdach über der Turnhalle oder defekte Heizkörper, fehlende Plätze im Werkraum, ein völlig überlastetes Internet oder Modergeruch im Eingangsbereich. Wenn auch die Markträte den desolaten Zustand der Schule schon kennen, so waren sie von der Vielfalt der „Baustellen“ doch überrascht. Das Gremium war sich einig, dass man das Thema Sanierung oder Neubau der Schule zeitnah verstärkt angehen müsse.

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