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Gemeinderat

Sarching: Debatte um Ort für Jugendtreff

Ein Elternbrief zu dem Projekt sorgte im Gemeinderat Barbing für Verdruss. Ein benachbartes Baugebiet löste Bedenken aus.
Von Tino Lex

Neben dem Gelände des Sportvereins Sarching sollte ein Jugendtreff entstehen. Foto: Tino Lex
Neben dem Gelände des Sportvereins Sarching sollte ein Jugendtreff entstehen. Foto: Tino Lex

Barbing.In seiner November Sitzung hatte der Barbinger Gemeinderat einige wichtige Themen auf der Tagesordnung. Bürgermeister Hans Thiel (CSU) las einen Brief Sarchinger Eltern vor, die vom „ewigen hin und her“ bezüglich des Jugendtreffs in Sarching die Nase voll hatten. Der Interims-Standort im Pfarrsaal wurde von den Eltern jetzt aufgegeben. Sie hatten sich mehr erhofft.

An dieser Stelle ging Thiel der Hut hoch: „Wir haben jetzt jahrelang geplant und in Absprache mit den Eltern dreimal die Pläne geändert. Es kam niemals ein Einwand und jetzt wo die ganze Sache baureif ist, bemerkt man, dass man dort die Kinder nicht hin schicken kann, weil es zu weit vom Ortskern entfernt ist.“ Man habe bereits zig tausend Euro in die Planung (Containerhaus) investiert.

Dass jetzt ein Teil der Eltern das Projekt völlig canceln möchte, treffe bei ihm auf Unverständnis. „Ich werde mit den Unterzeichnern des Briefes reden und versuchen, eine Lösung zu finden“, zeigte sich der Rathauschef versöhnlich.

Mehr Verkehr für Barbing

Normalerweise hat die Gemeinde nichts dagegen, wenn andere in der Nachbarschaft liegende Gemeinden neue Bauplätze ausweisen, da es die eigenen Belange nicht betrifft. Doch im Falle der 4. Änderung des Bebauungsplans der Stadt Neutraubling (Traunreuter Straße) brachte Gemeinderat Karl-Heinz Haslbeck von den Freien Wählern/Bürgerforum seine Bedenken zum Ausdruck. „Dort entstehen 170 Bauparzellen und durch den Verkehr, der dann dort verursacht wird, werden auch die Barbinger Bürger infolge eines höheren Verkehrsaufkommens auf unseren Straßen belastet“, gab er zu bedenken.

„Dies mag eventuell möglich sein, aber auf diese niedrige Schwelle werde ich mich nicht begeben“, entgegnete der Bürgermeister Hans Thiel. Er verwies auf die guten nachbarschaftlichen Verhältnisse. Er gebe auf Zahlen, die derzeit im Raum stünden, wenig. Eine Verlängerung der Leibnizstraße wäre eine mögliche Alternative, um den Verkehr von Barbing wegzuleiten oder erst gar nicht dort entstehen zu lassen.

Zahlen geprüft

  • Jahresrechnung:

    Kämmerer Martin Eicher legte dem Gemeinderat die Jahresrechnung für 2018 vor, diese musste vom Gremium festgestellt, der Bürgermeister anschließend entlastet werden.

  • Prüfung:

    An zwei Tagen hatte sich der Rechnungsprüfungsausschuss die Zahlen des Haushalts stichpunktartig kontrolliert. Er kam letztlich zu dem Ergebnis, dass einwandfrei gearbeitet wurde.

Für Stirnrunzeln sorgte eine Bauvoranfrage auf Nutzungsänderung von Grünland mit teilweiser Profilierung mit Erdaushub und Renaturierung zum dauerhaften Entzug der landwirtschaftlichen Nutzung in der Nähe von Friesheim.

Erdwälle zu hoch geplant

Bürgermeister Thiel bemerkte, dass man grundsätzlich gegen dieses Vorhaben keine Bedenken hege. Doch die geplante Errichtung von Erdwällen mit einer Höhe von vier Metern und mehreren mit Sträuchern und Gehölzen bepflanzten Hügeln mit einer Höhe von bis zu zehn Metern war dann den Gemeinderäten doch zu hoch.

Anton Schindlbeck, 2. Bürgermeister der Großgemeinde, konnte dem geplanten Biotop sehr viel abgewinnen, doch die Höhe der einzelnen Hügel berge auch ein Unfallrisiko. Eben diese Höhe von zehn Metern war für CSU-Gemeinderat Hans-Joachim Klotz ein „Schmarrn“. Nun darf sich die Naturschutzbehörde mit diesem Antrag auseinandersetzen. Einstimmig wurde für die Aufstellung des Bebauungsplans Unterheising Mitte votiert.

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