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Sport

Schlag auf Schlag zum Erfolg

Kickboxen hat in Obertraubling eine lange Tradition. Der Cheftrainer hat gewechselt. Das Team tritt in große Fußstapfen.
Von Theresia Luft

  • Die Obertraublinger Kickboxer suchen neue Herausforderungen – und wollen an alte Erfolge anknüpfen. Fotos: Theresia Luft

Obertraubling.Kickboxen hat in Obertraubling mittlerweile eine lange Tradition. Früher eine Randsportart, ist es im Lauf der Jahre herangewachsen und stellt in Obertraubling mit „Top Ten“ ein hervorragendes Team.

Lange Zeit stand Albert Kaiser als Cheftrainer an der Spitze. Nun gab es einige Veränderungen – nicht nur personell, sondern auch räumlich. Neuer Cheftrainer ist jetzt Timur Kopp und er hat mit seinem Team die Räumlichkeiten in der vierwöchigen Sommerpause komplett neu gestaltet und auf den neuesten Stand gebracht.

Große Pläne

Zukünftig sind sie bestrebt, auch deutsche und bayerische Meisterschaften nach Obertraubling als Austragungsort zu holen und Samstag ein zusätzliches Training für Turnierkämpfer anzubieten, kündigte Kopp an. Sein Trainerkollege Jan Schabbel ergänzte, dass für sie die Trainingsräume von „Top Ten“ fast schon zum zweiten Zuhause geworden sind. „Ohne Kickboxen geht es einfach nicht und es ist eine tolle Gemeinschaft“, so Schabbel.

Man könnte sagen, dass „Top Ten“ mittlerweile zu den erfolgreichsten Kickboxvereinen in Deutschland gehört. Es trainieren in den Räumlichkeiten in der Herzog-Albrecht-Straße in Obertraubling Welt-, Europa-, Deutsche und Bayerische Meister genauso wie Anfänger oder Fortgeschrittene jeder Alterskategorie. Kaiser ist stolz auf „seine“ Jungs und Mädels, die nun mit Kopp das Training übernehmen werden. In seiner Ära kamen insgesamt zehn Weltmeister aus den Reihen von „Top Ten“.

Die Erste, die den Weltmeistertitel holte, war damals Christine, mittlerweile ist sie Kaisers Frau geworden und wurde auch mal zur Sportlerin des Jahres bei der MZ gewählt, wie Kaiser erzählte, der Top Ten in Obertraubling und noch bei einigen Sportvereinen im Landkreis Kickboxabteilungen mit aufbaute. „Vor vierzig Jahren kannte noch niemand das Kickboxen und wir waren ziemlich die Ersten und Einzigen im Landkreis. Anfangs liefen wir unter Karate und wir starteten damals im Wielandsaal mit Trainern aus Malaysia.“ Dann hat er mit seinem Bruder in Eigenregie einen Discoraum zum Trainingsraum umgebaut. Es wurde in der Schulturnhalle trainiert und später wieder in Eigenregie die Räumlichkeiten in der Herzog-Albrecht-Straße fürs Kickboxtraining ausgebaut.

Unter Kaisers Regie ging es mit dem Kickboxen stetig aufwärts. Gerne erinnert er sich daran, als Christine den ersten Weltmeistertitel holte und mit einem großen Aufmarsch diese Leistung gefeiert wurde. Nach und nach kamen immer mehr gute Leute aus den Reihen von Top Ten und die Randsportgruppe wurde schließlich immer bekannter.

„Mit dem damaligen Bürgermeister Leo Graß hatten wir immer einen Gönner und Förderer an unserer Seite, der sogar mit zum Bahnhof fuhr um unsere Titelträger abzuholen und gleich noch zur Unterhaltung ein paar Gstanzl sang“, erzählt Kaiser. Er gerät immer noch ins Schwärmen, wenn er zurückdenkt, welche Erfolge erzielt wurden und wie sich Kickboxen entwickelte.

Es gibt aber auch weniger schöne Erinnerungen. Zum Beispiel als es vor einigen Jahren in der Mehrzweckhalle Obertraubling brannte. Es wurde gerade der Bavaria Cup ausgetragen und es wurden an die 350 Leute evakuiert. In dem Jahr gab es keinen Bavaria Cup und die Sportler mussten nach Hause fahren. „Sie sind im nächsten Jahr aber gerne wieder gekommen“, so Kaiser.

Für Kaiser, der auch den bayerischen Kickboxverband gründete, ist und bleibt das Kickboxen sein liebster Sport und er wird weiterhin ab und an in den Trainingsräumen vorbei schauen. Ein schöner Abschluss seiner Trainerkarriere war im vergangenen Herbst der Weltmeistertitel von Tobias Schmeilzl, einem quirligen Nachwuchssportler mit einem immensen Potenzial und Ehrgeiz.

Stolz auf den Verein

Bei der offiziellen Eröffnung ging Bürgermeister Rudi Graß auf die Anfänge von Top Ten ein. Damals sei Christine die erste Weltmeisterin gewesen, die aus den Reihen von Top Ten hervorging, und es sei etwas ganz Besonderes gewesen, eine Weltmeisterin in der Gemeinde zu haben. Weltmeister kannte man nur aus dem Fernsehen, so das Gemeindeoberhaupt, das es sehr positiv findet, dass nun junge Leute bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und in die großen Fußstapfen von Albert Kaiser zu treten. Die Gemeinde sei stolz auf einen Verein wie Top Ten, der Obertraubling in der ganzen Welt bekannt mache. Graß ist begeistert, mit welchem Schwung und Elan die jungen Leute dabei sind. Er lobte die familiäre Atmosphäre und wünschte weiterhin viel Erfolg und Spaß beim Kickboxen.

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