MyMz
Anzeige

Schloss Schönberg erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Ein Investor will im Schloss Schönberg Wohnungen und eine Begegnungsstätte schaffen.

Von der Stadtgrenze Regensburgs sind es mit dem Fahrrad nur sechs Kilometer zu einer Burg, die indirekt mithalf, das spätere Weltkulturerbe für Bayern zu retten. Mit der Rückeroberung der Burg Schönberg in Wenzenbach und dem Sieg über das Böhmisch-Pfälzische Heer anno 1504 in der letzten Ritterschlacht zwischen Wenzenbach und Bernhardswald hat Kaiser Maximilian die Eroberung von Regensburg vereitelt. Nachzulesen im dem Buch über Wenzenbach von Dr. Rudolf Ebneth. Jetzt steht das lange vor sich hinträumende Schloss offenbar am Ende eines Dornrösschenschlafs, erwartet ein Aufwecken mit turbulenten Ansätzen und ebensolcher Vorgeschichte. Viele neue Nachbarn klopfen an das Tor des alten Schlosses. Im Zuge der neuen Bebauung des Schönbergs übernahm die Schönberg GmbH das Schloss und das umliegende Areal von der Erbengemeinschaft Fichtl, stellte eine Bauvoranfrage, riss die Vorburg ab, plante Wohnungen, Miets- und Reihenhäuser. Das war 2002. Seitdem hat sich nichts mehr getan, es blieb bei den Planungen, die Schönberg GmbH ließ die bereits genehmigte Anfrage verfallen. „Eine Realisierung stand unmittelbar in Zusammenhang mit dem Ausbau der Zufahrtsstraße und der ist nun abgeschlossen“, informiert Bürgermeister Josef Schmid. Damit kam auch wieder frischer Wind in das Projekt Schloss Schönberg, der jetzt zwischen die maroden und zugigen Mauern weht. Das Schloss wurde an einen privaten Investor verkauft, der aber seinen Namen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erwähnt wissen will. Dieser plant offenbar dem Schloss seine ursprüngliche Würde wiederzugeben. „Nach unserem Kenntnisstand soll neben Wohnungen auch eine böhmisch-bayerische Begegnungsstätte entstehen, mit öffentlichen Konzerten, Lesungen, kulturellen- und privaten Veranstaltungen“, sagt der Wenzenbacher Bürgermeister.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht