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Party

Schon jetzt für Silvester planen

Manche mögen noch nicht mal Lebkuchen. Andere denken weiter: Um Wörth herum wird bereits für den Jahresschluss gebucht.
von Resi Beiderbeck

Viele Veranstaltungen sind zum Jahreswechsel rund um Wörth geboten. Foto: Ralf Hirschberger/dpa
Viele Veranstaltungen sind zum Jahreswechsel rund um Wörth geboten. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Wörth.Der frühe Vogel fängt den Wurm. „Unsere Hotelzimmer sind für die Silvesternacht 2018 schon längst ausgebucht“, erzählt Maximilian Forster vom Posthotel Forsters in Donaustauf. Und auf dem Ferienhof Laumer in Buchberg gibt es freie Betten für die Silvesternacht sogar erst wieder im Jahr 2020. Offensichtlich ist der romantische Jahreswechsel in und um Wörth sehr gefragt.

Für den Jahreswechsel hat sich die Spital-Genossenschaft in Brennberg heuer etwas Neues ausgedacht: Sie lädt zum „Spitalsilvester“ ins ehemalige Armenhaus. Der Eintritt ist frei. Silvester im Spital, das gab es schon mal. Im Jahr 2005, als die eG gerade erst gegründet worden war und immerhin schon 54 „Genossen“ hatte, da gab es am 31. Dezember „die letzte Chance, Gründungsmitglied zu werden“. Damals war das Spital noch eine stark renovierungsbedürftige Rumpelkammer. Ehrenamtliche Helfer hatten das Haus immerhin schon mal ausgeräumt und mit vorbereitenden Arbeiten für die anstehende Sanierung begonnen.

Feiern im Armenhaus

In der Silvesternacht lud man zu einem Umtrunk ein. Zentrales Anliegen dieser gemütlichen Stunde war die Aufnahme all jener Unterstützer, die sich noch das Prädikat „Gründungsmitglied“ sichern wollten. Seitdem sind 13 Jahre vergangen. Die Spital eG zählt weit über 100 Mitglieder und hat bei unzähligen Veranstaltungen Leben ins ehemalige Armenhaus gebracht. Parallel dazu wurde neunmal ein „Burgsilvester“ mit Rahmenprogramm veranstaltet, zuletzt im Jahr 2014. Schornsteinfeger und Nachtwächter sind aufgetreten, die Wahrsagerinnen „Dunja und Dascha“ kamen vorbei, „Fünf Tenöre“ begeisterten und eine fulminante Feuer-Show gab es auch schon mal.

Zum Spitalsilvester gehören selbst geschmiedete Glücks-Hufeisen. Robert Böck zeigt, wie es geht. Fotos: Beiderbeck
Zum Spitalsilvester gehören selbst geschmiedete Glücks-Hufeisen. Robert Böck zeigt, wie es geht. Fotos: Beiderbeck

Heuer wird alles anders, denn die Veranstaltung findet nicht auf der Burg statt, sondern „mit Burgblick“ im denkmalgeschützten Spital, auf dem Freigelände und im Spital-Stadl. Los geht es um 21.30 Uhr mit der unkomplizierten Feier, zu der sich niemand eigens stylen muss. Fröhliches Feiern bei freiem Eintritt ist angesagt. Für Speis und Trank ist gesorgt und für Glück im neuen Jahr 2019 ebenfalls. Unter Anleitung von Schmied „Robert“ können die Gäste nämlich an der mobilen Esse ein Hufeisen formen. Das muss man nur daheim unters Bett legen und schon kommt das Glück ganz von selber.

Festliches Essen oder Party?

Es ist aber in Brennberg noch mehr geboten. In der „Holzofenkuchl“ stellt sich Iris Hirschberger schon ab 18 Uhr auf Gäste ein. Sie offeriert ein festliches Silvesteressen und empfiehlt, unbedingt vorab einen Platz zu reservieren. Noch gibt es genügend freie Kapazitäten, aber erfahrungsgemäß ändert sich das bald. „Wir haben vom 2. bis 14. November Betriebsurlaub und wenn wir zurück sind, kommen die Silvester-Reservierungen immer sehr flott herein“, weiß Wirt Anton Meier aus Erfahrung. Auch im Gasthaus „Zum Löwen“, besser bekannt als „Pulver“, wird am Silvesterabend gefeiert.

„Den nächsten freien Silvester-Termin gibt es erst wieder im Jahr 2020.“

Roswitha Laumer, Ferienhof Buchberg

Wirtin Monika Schlecht öffnet um 21 Uhr zur Silvesterparty. Anders als bisher plant Linda Griesbeck im Gasthaus „Zur Burg“ heuer keine Veranstaltung. „An Silvester, do ham mia zua“, sagt auch Rosa Geier vom gleichnamigen Gasthaus in Wörth. Das wäre doch die Gelegenheit, einmal selber was zu unternehmen? „Naa, naa, do bleibn mia dahoam und dan uns erholn“, lacht die Senior-Chefin. Das gleiche gilt für die Kollegen vom Gasthaus Butz in Wörth. „Geschlossen“ heißt es an Silvester auch in Bach im Landgasthof und in der Weinstube Eibl, im Wiesenter Gasthaus Schellerer und im Landgasthof Fischer in Pfatter.

In der Gemeinde Brennberg dagegen hat man die Wahl aus vier Silvesterangeboten, denn auch die „Hofstube“ Röhrenhof im Ortsteil Zumhof hat geöffnet. „Viele Gäste reservieren ihren Tisch für das festliche Silvester-Abendessen erst um Weihnachten rum“, berichtet die Gastwirtsfamilie Bornschlegl über Last-Minute-Bestellungen.

Was machen Sie am Silvesterabend 2018?

  • Manfred Bayer:

    „Weiß ich noch nicht genau. Vielleicht wieder privat kochen und feiern.“

  • Irmgard Sauerer:

    „Ich werde beim Spitalsilvester mithelfen, Sahnewaffeln zu backen“.

  • Anton Rothfischer:

    „I bleib dahoam und pass auf den Hund vo mei’m Nachbarn auf.“

Ganz anders sieht es in Donaustauf in Forsters Posthotel aus. Das opulente, mehrgängige Silvestermenü hat hier Tradition, heuer mit „Imperial Wachtel-Roulade“ und „Ochsenschwanz-Consommé“.

Nicht wenige Gäste buchen dieses kulinarische Ereignis schon über ein Jahr im Voraus, sagt Maximilian Forster. Freie Kapazitäten gibt es noch, aber nur noch für das Menü, nicht mehr für Übernachtungen.

Dass man in Pfakofen im „Schwarzen Adler“ bei harmonischer Hintergrundmusik ein besonderes Silvestermenü genießen kann, hat sich herumgesprochen. „Wir haben sehr viele Stammgäste, die den Jahreswechsel bei uns feiern“, freut sich Anton Röhrl. „Seit Mitte Oktober gehen die Reservierungen zügig ein, unsere Gäste planen gerne frühzeitig.“

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