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Entsorgung

Schon wieder Hausmüll illegal abgelagert

Säckeweise Müll hatte ein Anwohner im Ortsteil Eisenhammer von Laaber bemerkt. Der Bürgermeister übt Kritik.
Von Peter Pavlas

Hausmüll quillt aus einem Sammelbehälter für Dosen. Foto: Peter Pavlas
Hausmüll quillt aus einem Sammelbehälter für Dosen. Foto: Peter Pavlas

Laaber.Säckeweise illegal abgelagerten Hausmüll hatte in der ersten Augustwoche ein Anwohner im Ortsteil Eisenhammer bemerkt. Er hielt die wilde Müllkippe im Bild fest. Der Müll lag vor den drei Dosencontainern, die die Entsorgungsfirma Meindl neben dem Buswartehäuschen aufgestellt hat. Als die MZ vor Ort recherchierte, war am Boden nur noch ein großer grauer Plastiksack zu sehen. Deutlich erkennbar waren Plastikbeutel mittlerweile in die teils offen stehenden Dosencontainer hineingestopft worden.

Ratten werden angelockt

Einige Säcke waren wohl auch mit Anstrengung nicht mehr in die Metall-Sammelcontainer hineinzuquetschen. Dicke Fliegen wurden von Essensabfällen und Verpackungsresten angelockt. Der Gestank des Mülls war beträchtlich. „Es gibt halt immer wieder uneinsichtige Menschen“, kommentierte Bürgermeister Hans Schmid das Fehlverhalten von Zeitgenossen, denen der Weg zum Wertstoffhof zu weit ist, oder die die paar Euro für einen zusätzlichen Müllsack nicht ausgeben wollen.

Der Bauhof rücke etwa alle drei Monate aus, um besonders im Außenbereich angehäuften Müll zu entfernen. „Wir forschen jedes Mal nach, ob wir den Abfall Haushalten zuordnen können. Die Schuldigen werden angezeigt und zur Verantwortung gezogen“, warnt Schmid. Zudem würden herumliegende Abfälle auch Ratten anlocken. Bis sich die Produkte in freier Natur abgebaut haben, kann es viele Jahre dauern. Zigarettenstummel und Taschentücher sind oft erst nach fünf Jahren verrottet, bei einer Plastiktüte dauert es an die 120 Jahre.

Bußgeldbescheide vom Landratsamt

Auch Richard Meindl, Chef des Entsorgungsunternehmens, kennt das rücksichtslose Verhalten einiger weniger Zeitgenossen, die aus Bequemlichkeit ihre Abfälle dort entsorgen, wo sie nicht hingehören. Seine Mitarbeiter könnten aber nicht kontrollieren, was im Einzelfall an „Fehlwürfen“ in den Containern liege. Die Dosencontainer in Eisenhammer würden jeden Monat geleert. Sich um Hinterlassenschaften neben den Sammelbehältern zu kümmern, sei in der Regel Sache der betroffenen Gemeinden.

Schmids Tochter Marieluise hatte sich mit einigen Schulkameraden in privater Initiative daran gemacht, im Marktbereich herumliegenden Müll einzusammeln. Sie wurden dabei spontan von Bürgern mit zwei Euro Trinkgeld und süßen Apfeltaschen belohnt.

„Das Landratsamt erlässt bei wilden Müllablagerungen immer wieder mal Bußgeldbescheide, die sich in der Regel im unteren dreistelligen Bereich bewegen“, warnt Andreas Niebler, der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Nittendorf. Immer vorausgesetzt, man könne den Täter ermitteln. (las)

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