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Polizei

Schon wieder in Geschäft eingestiegen

Zum zweiten Mal binnen zwei Tagen knackte ein Ganove einen Laden in der Wörther Innenstadt und klaute Bargeld. Die Polizei ermittelt.
von Walter Schiessl, mz

Siegmund Denkert zeigt auf de Stele, an der der Einbrecher den Schubladen mit Bargeld entwendete. Fotos: Schießl

Wörth.Zwei Einbrüche in den letzten beiden Tagen sorgen in der Wörther Innenstadt für Aufregung. Nachdem unbekannte Täter in der Nacht zum Montag in die Donau-Apotheke eingestiegen waren, bekam in der darauffolgenden Nacht das Zeitschriften- und Schreibwarengeschäft von Siegmund Denkert in der Ludwigstraße ungebetenen Besuch. Der Ganove hatte mittels eines Pflastersteins die Scheibe eines Fensters eingeschlagen, war dann in den Laden gestiegen und klaute daraus mehrere Stangen Zigaretten und riss zwei Schübe, in denen sich Bargeld aus der Verankerung und raubte die Moneten. Die Polizei gibt den angerichteten Schaden mit 500 Euro an, der Diebstahlsschaden dürfte sich auf 750 Euro belaufen. Die Zigaretten verstaute der Dieb in einem Rucksack, der sich im Geschäft befand.

Siegmund Denkert, der seit sechs Jahren das Geschäft in der Ludwigstraße betreibt, stand gestern morgen der Schreck noch ins Gesicht geschrieben. „Man kann es gar nicht glauben“, sagte der Zeitschriftenhändler.

Zusammenhang nicht erwiesen

Etwa gegen zwei Uhr habe der Täter in den Einbruch begangen. „Niemand hat etwas gehört“, sagt der Oberachdorfer. Und das obwohl das Stockwerk über dem Laden bewohnt ist, auch auf den gegenüberliegenden Häusern leben Familien. Siegmund Denkert hatte die Spuren des ungebetenen Gasts entdeckt, als er frühen Dienstag morgen das Geschäft aufsperrte. „Drinnen sah es schlimm aus“, sagt der Zeitschriftenhändler.

„Der Knall dürfte schon laut gewesen sein“, sagt Polizeihauptkommissar Josef Schweiger, der Chef der Wörther Inspektion. Siegmund Denkerts Laden sei sogar mit einer Überwachungskamera ausgestattet gewesen. „Diese Bilder, die den maskierten Einbrecher bei der Tat zeigen, müssen aber noch ausgewertet werden“, sagt Josef Schweiger. Zu sehen sei darauf ein schlanker, mittelgroßer Mann, der sich eine Zipfelmütze mit Sehschlitzen über den Kopf gestülpt hatte. Schweiger hofft darauf, dass die Bilder noch weitere Details zum Besten geben.

Der Wörther Einbruch in der Nacht zum Dienstag war unmittelbar auf einen weiteren, der 24 Stunden vorher in der Donau-Apotheke verübt wurde, gefolgt. „Aber einen direkten Zusammenhang konnten wir bislang noch nicht feststellen“, sagt Josef Schweiger. Denn er vermutet, dass sich Ganoven, die im weiten Umkreis agieren, auf Apotheken spezialisiert haben. Sie brechen nachts in die Medizin-Geschäfte ein und haben es in der Regel auf -Betäubungsmittel abgesehen. In die Wörther Apotheke waren sie nach dem Aufbrechen der Eingangstüre eingedrungen, hatten sämtliche Räume durchwühlt und waren dann mit einem Betrag von über 1000 Euro geflüchtet. Eine Reihe von Gegenständen, de aus dem Einbruch herrührten, ließen sie auf dem Weg entlang der Staatsstraße in Richtung Tiefenthal zurück.

Appell an Bevölkerung

Der Einbrecher, der im Zeitschriftenladen zugange war, dürfte Schweigers Einschätzung zufolge zum Personenkreis zählen, der es auf Beschaffungskriminalität abgesehen hat. Die gestohlenen Zigaretten-Stangen dürften schnell in Geld umgesetzt werden, sagt der Wörther PI-Chef weiter. Die Ermittler sicherten gestern an Ort und Stelle viele Spuren, nahmen den Stein mit, mit dem der dreiste Täter die Fensterscheibe eingeschlagen hatte, und nahmen die Aufzeichnungen aus der Überwachungskamera in Augenschein.

„Die gestiegene Zahl der Einbrüche macht mir schon Sorgen“, räumt Josef Schweiger ein. Er führt die Zunahme auf die Nähe zur Autobahn zurück. Der Hauptkommissar appelliert an die Wörther möglichst viel für die eigene Sicherheit zu tun. Dazu gehörten die Installation von Alarmanlagen, sicheren Fenstergriffen und soliden Türschlössern.

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