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Geschmack

Schuhbeck lässt sich inspirieren

Der Bayerwaldler Franz Xaver Treml weiß viel über die Heilkräfte aus dem Garten – und manchmal gibt der Kräuterpapst dem Gewürzpapst Tipps.
Von Felix Jung, MZ

Alfons Schuhbeck aus München besuchte Franz Xaver Treml, der stets den für Gärtner typischen Strohhut trägt, in seiner Raritäten-Gärtnerei in Arnbruck im Landkreis Regen. Foto: Treml/MZ-Archiv

Donaustauf.Hatschi! Wer an der sogenannten Katzengamander schnuppert, hat das Gefühl, gleich einen Niesanfall zu bekommen. Teucrium Marum, wie die Heilpflanze mit den eiförmig spitzen Blättern mit botanischem Namen heißt, hat einen durchdringenden, aromatischen Duft. „Allein einmal daran zu riechen, reicht, um Schnupfen zu vertreiben“, empfiehlt FranzXaverTreml für die Erkältungszeit im Herbst. Ob’s auch bei akutem Heuschnupfen hilft?

Am Sonntagnachmittag zwischen 14 und 17 Uhr können ihn das die Besucher des Chinesischen Turms in Donaustauf fragen. Der Eintritt ist frei. Treml muss es wissen: Der Inhaber einer Raritätengärtnerei in Arnbruck im Landkreis Regen ist seit 30 Jahren Kräuterexperte. Andere bezeichnen ihn sogar als Kräuterpapst. Er baut nicht nur mehr als 3000 Kräuter- und Heilpflanzen aus aller Welt in den Gewächshäusern seines heimischen Betriebs an, sondern er kann auch genau erklären, welches Gewächs gegen welches Wehwehchen hilft. Denn, so ist sich Treml sicher: „Gegen wirklich alles lässt die Natur ein Kraut wachsen.“

Der Förderverein ChinesischerTurm hat Treml in die Marktgemeinde gelotst. „Jeder Apotheker kennt ihn. Erste Liga“, sagt Vorsitzender FranzKastenmeier und setzt noch eines drauf: Kräuterfans würden ihn nicht nur von verschiedenen Fernsehauftritten oder als Autor zahlreicher Fachbücher kennen. Starköche versorgten sich bei ihm mit Wissen und Material.

Höchstpersönlich inspiziert

Der Münchner StarkochAlfonsSchuhbeck, der als Gewürzpapst gilt und im Juli auch im Goliathhaus in Regensburg einen Gewürzladen eröffnet, inspizierte schon Tremls Kräuterparadies im Bayerwald höchstpersönlich und ließ sich sogar inspirieren, wie man hört. Was Schuhbeck dort sah, machte Eindruck: „Ein grandioser Kräutergarten“, äußerte er. „Wer richtig würzt, wird so manche Krankheit gar nicht erst bekommen“, sagte der Meister damals. Kräuter seien Medizin, auch gut fürs Hirn: „Die alten Griechen haben ihren Studierenden Rosmarin ins Haar getan.“ Im Rosmarin sei ein Stoff, der beim Denken hilft.

Sammeln aus Passion

Vor seinem Besuch in Donaustauf erzählt Treml der MZ: Er sei ein Kräutersammler aus Passion, der sein Wissen gerne mit anderen teile. Er werde anhand der mitgebrachten Heilpflanzen wertvolle Ratschläge für die wirkungsvollste Anwendung der Heilkräuter bei vielerlei Beschwerden geben. Zahlreiche Heilpflanzen könnten in jedem Garten selber gezogen und ganz leicht verwendet werden. Mit seinen Rezepten könne die Kraft der Heilkräuter aus dem eigenen Garten optimal für Gesundheit und Wohlbefinden genutzt werden.

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