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Sitzung

Schulverband braucht Geld

Die marode Heizung in Wenzenbach erfordert einen Nachtragshaushalt. Die Auflösung des Verbands ist zum Jahresende geplant.
Von Ralf Strasser

Die Laptop-Klassen sind mit verantwortlich für die guten Erfolge der Abschlussklassen der Mittelschule Wenzenbach.  Foto: Ralf Strasser
Die Laptop-Klassen sind mit verantwortlich für die guten Erfolge der Abschlussklassen der Mittelschule Wenzenbach. Foto: Ralf Strasser

Wenzenbach.Der Schulverband hat in seiner jüngsten Sitzung einen Nachtragshaushalt beschlossen, der Ausgaben von 77 000 Euro vorsieht. Der Grund sind gestiegene Kosten im Heizungsbereich. Der Wechsel des Stromanbieters und die damit zusammenhängenden Abschlagszahlungen hätten ebenfalls zu einer Kostenmehrung geführt, erläuterte Projektsteuer Manuel Hofstetter. Der primäre Kostentreiber sei jedoch die veraltete Heizungsanlage. Man habe bereits mit einer Kostensteigerung kalkuliert, „die Ausgaben haben sich allerdings weiter nach oben entwickelt“.

In diesem Zusammenhang stieg auch die Schulverbandsumlage, die pro Schüler bezahlt wird, von 4297 auf 4997 Euro. Der Nachtragshaushalt zeige einmal mehr die Dringlichkeit einer Generalsanierung, betonte Verbandsmitglied Dr. Rudolf Ebneth. Die Technik sei veraltet, ein individuelles Regeln der Temperaturen nicht möglich. „Wir pusten das Geld buchstäblich zum Fenster hinaus.“

Sanierungsbeginn im Jahr 2021

Bei der Sanierung könnte ab dem Januar 2020 mit den Planungen begonnen werden. Die Gemeinderäte der Verbandspartner hatten unabhängig voneinander beschlossen, den Verband aufzulösen, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden. Mit diesen Vorgaben setzte sich die Rechtsaufsicht auseinander, vor allem die Vermögensaufteilung stand im Fokus. „Dass hier eigene Regeln aufgestellt wurden, war Neuland“, erklärte Verbandsvorsitzender Sebastian Koch. Dennoch gab die Aufsichtsbehörde grünes Licht. Auch zum Verteilschlüssel, der allerdings noch nachgebessert werden muss, da sich aktuell die Schülerzahlen verändert haben. So gehen aus Wenzenbach 78 Schülerinnen und Schüler in die Mittelschule, aus Bernhardswald kommen 52. Zudem wurde ein Vertragstext auf den Weg gebracht, der die Kooperation der beiden Gemeinden nach der Auflösung des Schulverbandes zum Inhalt hat. „Es ist wichtig, klarzustellen, dass die Bernhardswalder Kinder weiterhin nach Wenzenbach in die Mittelschule gehen“, stellte Verbandsrat Werner Fischer fest. Das weitere Vorgehen: Nach der Abstimmung in den Gemeindegremien ist die Auflösung zum 1. Januar 2020 geplant. Dann könne man Fördergelder beantragen und mit der Planung beginnen. Eine erste Vergaberunde wäre für den Frühsommer 2021 möglich.

Die Schulen stehen gut da

Auch wenn die Hülle der Schule dringend sanierungsbedürftig sei, stünden die Mittel- und die Grundschule gut da, betonte Schulleiterin Silke Glöckner in der Verbandssitzung. Die Personalsituation an beiden Schulen sei sehr gut, die Schülerzahlen würden steigen, man habe wieder zwei 5. Klassen, die zusätzlichen Angebote wie Fußball, Tanzen, Akrobatik oder Informatik stießen auf gute Resonanz. „Allerdings haben wir keine eigene Deutschklasse mehr. Die Schüler mussten in den Regelklassen untergebracht werden, was die Arbeit dort erschwert“, schränkte Glöckner ein. Als Vorteil hätten sich die Laptop-Klassen erwiesen. Sie sorgten für gute Ergebnisse in den Abschlussklassen.

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