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Donnerstag, 24. Mai 2018 23° 4

Autobahn

Schwerer Lkw-Unfall auf der A3 bei Wörth

Weil ein Fahrer auf der Autobahn nicht aufpasste, schepperte es gleich viermal. Der Schaden wird mit 180 000 Euro angegeben.
Von Walter Schiessl

Fünf Lastwagen waren an dem Unfall beteiligt. Ein Rettungshubschrauber landete auf der Autobahn. Foto: Alexander Auer

Wörth.Einen Schwerst- und einen Schwerverletzten sowie zwei Leichtverletzte forderte am Dienstag gegen 9.10 Uhr ein schwerer Auffahrunfall auf der Autobahn. Auf kerzengerader Strecke zwischen den Anschlussstellen Wiesent und Rosenhof war ein Lkw-Fahrer ungebremst auf seinen Vordermann gekracht, vier weitere übersahen das Unglück und fuhren ebenfalls auf ihre Vordermänner auf. Weil einer der Lenker in seiner Kabine eingeklemmt war, musste er von der FFW aus dem Wrack befreit werden. Der Schwerstverletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Polizei gibt den Schaden mit fast 180 000 Euro an. Die Polizei musste wegen der aufwendigen Bergungsarbeiten die Autobahn total sperren, was für für hunderte von Pkw- und Lkw-Lenkern zu langen Wartezeiten im Stau führte. Erst am späten Nachmittag konnten die Behinderungen aufgehoben werden.

Die Autobahn glich einem Trümmerhaufen

Die Feuerwehren war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Foto: Alexander Auer

Die Autobahn glich gestern zwischen den Anschlussstellen Wiesent und Rosenhof einem Trümmerhaufen. Die Ladung der fünf Lkws, die an dem Unfall auf der rechten Spur in Richtung Regensburg beteiligt waren, lag auf beiden Seiten der schwer demolierten Gefährte. Die Lkws hatten unter anderem Millionen von Salztabletten geladen, die auf der Fahrbahn lagen.

Fünf Lkw krachen auf der A3 ineinander

Die Rettungsdienste verrichteten Schwerstarbeit. „Glücklicherweise funktionierte die Rettungsgasse sehr gut“, sagte Dietmar Winterberg, der Sprecher der Polizeidirektion. Die Rettungsfahrzeuge kamen durch sie zügig zur Unglücksstelle und die Sanitäter konnten sich um die Verletzten kümmern. Auch der Abtransport mit dem Rettungshubschrauber habe bestens funktioniert, befand Winterberg, der aber vermelden musste, dass auf der Gegenfahrbahn ein Pkw-Lenker seinen Wagen anhielt, ausstieg und ein Foto schoss. „Unsere Einsatzkräfte konnten denn Mann aber gleich ermitteln“, sagte er weiter.

„Der Unfallverursacher hat einfach nicht aufgepasst!“

Helmut Träg, Leiter der Einsatzzentrale

Zur Unfallursache konnte die Polizei am Dienstag noch nicht viel sagen. Man könne nur davon ausgehen, dass der Mann einfach nicht aufgepasst hatte, was man daran ablesen könne, dass er eben ungebremst auf seinen Vordermann gedonnert war, so der Pressesprecher weiter.

Rettungskräfte arbeiteten mit Rettungsspreizern

Vermutlich war Unaufmerksamkeit der Grund für den Unfall. Foto: Alexander Auer

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Wörth, Wiesent und Pfatter. „Wir mussten bestens zusammenarbeiten“, sagte Ralf Amann, der Wörther Kommandant, der die Arbeit seiner 15 Männer koordinierte. Alle drei Wehren mussten mit Rettungsspreizern arbeiten. Gegen 11.15 Uhr konnten die Floriansjünger wieder abrücken. „Wir müssen zur Zeit schon sehr viel leisten“, sagt Ralf Amann, der die Zahl der Einsätze der FF Wörth allein in diesem Jahr auf 40 beziffert, davon musste der Großteil auf der Autobahn verrichtet werden.

Im Abschnitt zwischen Neutraubling und Straubing kracht es statistisch gesehen nicht öfter als auf den anderen Autobahnen, sagen Experten der Autobahndirektion-Süd. Allerdings seien aufgrund des gestiegenen Verkehrsaufkommens Zahlen heute höher als vor etwa zehn Jahren. Verhindern, so der Pressesprecher der Polizei, könne man einen Auffahrunfall aus Unachtsamkeit nicht. „Da kam man absolut nichts dagegen machen“, sagte der Pressesprecher weiter. Da helfe weder eine geänderte Beschilderung noch mehr Kontrollen oder auch extreme Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auffahrunfälle gebe es halt immer wieder, sei es im Pkw- oder eben auch im Lkw-Verkehr.

Regelmäßig Einsätze auf der Autobahn

Für die Wörther, Wiesenter und Pfatterer Floriansjünger sind die Einsätze auf der Autobahn längst eine feste Gewohnheit geworden. „Oft müssen wir fast jeden zweiten Tag raus, manchmal gibt es auch längere Pausen“, sagt der Kommandant. Glücklicherweise gebe es in Wörth den städtischen Bauhof, bei dem der Großteil der FF-Männer beschäftigt sei oder eben auch die Firma Kartonagen Müller, die schnell und problemlos Einsatzkräfte abstelle. Da sei man in Wörth in einer relativ glücklichen Lage, sagt Amann.

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