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Sebastian Koch hat das Rathaus erobert

Der Wenzenbacher SPD-Mann ist jetzt wohl Bayerns jüngster Bürgermeister. Sein Gegner Johannes Wiesbeck von der CSU war der erste Gratulant.
Von Ralf Strasser, MZ

Für SPD-Mann Sebastian Koch gab es viel Applaus. Foto: Strasser

Wenzenbach. Wenzenbach hat entschieden. Exakt um 18.45 Uhr verkündete Wahlleiter Benjamin Leistner das vorläufige Endergebnis der Stichwahl. Mit einem klaren Votum wählten die 6744 stimmberechtigten Bürger Sebastian Koch (SPD) zum neuen Bürgermeister. Koch erhielt 2641 Stimmen (60,84 Prozent), sein Mitwerber Johannes Wiesbeck (CSU), 1700 Stimmen (39,16 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 65,09 Prozent.

„Grandios“, sagte Koch in einer ersten Reaktion, nachdem ihm Wiesbeck als Erster gratulierte. „Das habe ich zwar auch nach der ersten Wahl gesagt, aber ich hatte auch diesmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. Dass es so klar wurde, hätte ich nicht gedacht.“ Jubel gab es bei den Anhängern Kochs, tiefe Enttäuschung bei der CSU. „Die Stimmung ist schlecht“, sagte Rainer Mißlbeck. „Die fleißige und akribische Arbeit von Johannes Wiesbeck im Gemeinderat wurde leider nicht honoriert. Wir hatten ein sehr gutes Team, schade, dass es so enden musste.“ Der CSU-Ortsvorsitzende sagte Koch die volle Unterstützung zu.

„Letztendlich wollen wir alle das Wohl unserer Gemeinde.“ Nachdem sich die lange Schlange der Gratulanten gelichtet hatte, realisierte Koch das Ergebnis. „Der Sieg war vielleicht absehbar, trotz der harten Bandagen zum Schluss“, meinte Koch, der mit 26 Jahren wohl der jüngste Bürgermeister in Bayern sein wird. Dennoch sei alles überraschend. „Ich bin angetreten, um der SPD einen Dienst zu tun und Erfahrung zu sammeln. Ich habe aber sehr schnell festgestellt, dass die Strukturen hier sehr verkrustet sind. Ich will nicht punktuell etwas verändern, sondern einen völlig neuen Politikstil einführen.“ Kochs Alter wurde als für nicht entscheidend eingestuft. „Mein Alter hat sicherlich vor einigen Monaten noch eine Rolle gespielt, jetzt aber nicht mehr.“ Noch einer freut sich: Manfred Jobst rückt als Listennachfolger der SPD in den Gemeinderat.

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