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Großübung

Sechs Wehren probten den Ernstfall

Sechs Feuerwehren aus den Landkreisen Regensburg und Cham waren zu einer grenzüberschreitenden Großübung gerufen.
Von Peter Luft

Die Großübung am Einödhof Eidenzell verlief reibungslos. Foto: Peter Luft
Die Großübung am Einödhof Eidenzell verlief reibungslos. Foto: Peter Luft

Wörth.Ort des Geschehens war ein Scheunenbrand am Einödhof in Eidenzell in der Nähe der Nothelferkapelle, direkt an der Landkreisgrenze. Die Übungslage sah eine Gefährdung des angrenzenden Pferdestalls mit Austraghaus vor. Priorität hatte die Personenrettung mit Erstversorgung, Tiere kamen nicht zu Schaden. Die Großübung verfolgte die Feuerwehrlandkreisführung mit Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer aus Kallmünz, Kreisbrandinspektor Johann Bornschlegl aus Wörth, sowie Kreisbrandmeister Georg Koller aus Pfatter.

„Die sehr enge Zufahrt zu dem Gehöft könnte im Ernstfall zu einem Problem werden. Weil die Einöde mit Wasser nicht so reich bestückt ist, müssten hier Tankfahrzeuge verkehren“, schilderte Wörths zweiter Bürgermeister Josef Schütz die örtliche Lage. 800 Meter an Schlauchmaterial mussten verlegt werden.

Am Hof trieb Landwirt Thomas Dengler schon mal bei sengender Abendsonne seine 25 Gänse in den Stall. „De könnten am Geschehen nervös werden. Wir brauchma die Gäns an Kirchweih und Weihnachten noch“, meinte er. „Unsern Schäferhund hama in die Stube rein getan. Den Stress hier wollma dem Hund net antun.“

Als Erster kam Wiesents zweiter Bürgermeister Herbert Hanwalter zur angenommenen Brandstelle. „Die Übung ist auf unserem Gemeindegebiet.“ Mit dem ersten Löschauto trafen Kommandant Ralf Amann und Vorsitzender Siegfried Engl von der Stützpunktfeuerwehr Wörth ein und gingen sofort auf Lageerkundung.

Es mussten Tragkraftspritzen platziert werden, B- und C- Schläuche mit Strahlrohren verlegt werden, Verteiler gesetzt werden und die Atemschutzgeräteträger zum Einsatz gebracht werden. Als Reserve musste ein Wasserbehälter gefüllt werden. Alles verlief nach Plan, jeder Handgriff saß. Die Scheune konnte vor dem Übergreifen der Flammen gerettet werden. Zwei „verletzte Personen“ wurden gerettet.

Die Schlussbesprechung für die über 100 Feuerwehrleute fand in der Reithalle statt. Einsatzleiter Christian Doblinger stellte einen reibungslosen Ablauf der Großübung fest. „Bei diesen Temperaturen ist solch eine Übung eine außergewöhnliche Leistung. Die Gefahren am Hof wurden erkannt. Vom Personal kannte jeder seinen Platz. Eine gute Übung“, sagte KBR Wolfgang Scheuerer. An der Großübung waren folgende Wehren im Einsatz: Wörth, Wiesent, Kruckenberg, Dietersweg, Rettenbach und Aumbach. (llu)

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