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Segler sind seit 40 Jahren aktiv

Die Abteilung des FC Tegernheim feierte ihr Jubiläum. Am Almer Weiher luden die Mitglieder jedermann zur Gaudi-Regatta ein.
Von Petra Schmid

Die Gäste konnten bei der Jubiläumsfeier der Segelabteilung des FC Tegernheim an einer Gaudiregatta teilnehmen. Foto: Petra Schmid
Die Gäste konnten bei der Jubiläumsfeier der Segelabteilung des FC Tegernheim an einer Gaudiregatta teilnehmen. Foto: Petra Schmid

Tegernheim.Auf den ersten Blick erscheint es ungewöhnlich, dass in Tegernheim Segelsport betrieben wird, denn eine Schiffsanlegestelle an der Donau gibt es scheinbar nicht. Dennoch gibt es nicht nur begeisterte Wassersportler in der Stadtrandgemeinde, sondern sogar eine eigene Abteilung „Segeln“ beim örtlichen Sportverein. Heuer feiert diese Abteilung sogar schon das 40. Gründungsjubiläum.

Auf dem Seglergelände am Almer Weiher, der südlich von Tegernheim (mit Donauzugang) liegt, trafen sich die Segler zur Geburtstagsparty. Langen Atem und Durchhaltevermögen haben die Wassersportler bereits vor der offiziellen Abteilungsgründung bewiesen. Denn es waren vor 40 Jahren langwierige und schwierige Verhandlungen mit dem Eigentümer des Almer Weihers notwendig, bis die Segelabteilung offiziell am 1. Juni 1979 gegründet werden konnte.

„Rotkäppchen“ war erste Jolle

Die Initiative zur Gründung der damals achten Abteilung unter dem Dach des FC Tegernheim ging von Gerd Seibl aus, nachdem die Firma Almer die Erlaubnis zur Benutzung des Baggersees gegeben hatte. Kurz nach der Gründung wurde der erste Anlegesteg am südlichen Ufer erstellt, die erste Jolle erhielt den Namen „Rotkäppchen“, heißt es in der Chronik der Segelabteilung. Bereits ein Jahr nach der Abteilungsgründung fanden unter der Federführung von Günther „Moritz“ Rieger die ersten Regatten statt, ab 1985 erfolgte die weiterführende Ausbildung für die Verbandsführerscheine A und BR. Höhepunkte im gesellschaftlichen Leben der Abteilung bildeten die Sommerfeste und Adventsfeiern sowie Stadtführungen und Besichtigungen in Regensburg.

Pfarrer Andreas Kuniszewski segnete die Boote und das Vereinsgelände der Segelabteilung, Stefan Adler trug das Weihwasser. Foto: Petra Schmid
Pfarrer Andreas Kuniszewski segnete die Boote und das Vereinsgelände der Segelabteilung, Stefan Adler trug das Weihwasser. Foto: Petra Schmid

Die Kinderkurse unter der Leitung von Max Appl fanden starken Anklang und machten den Segelsport bei der jungen Generation populär. Geprägt hat die Jugendarbeit über viele Jahre hinweg Frieder Eberhardt.

Bei der Jubiläumsfeier wurde unter den Seglerfreunden so manche Anekdote erzählt. Oft hieß es „Weißt du noch?“ oder „Kannst du dich noch erinnern?“ Auch die Witterungsschäden, wie etwa das Hochwasser 1988, das das gesamte Gelände verwüstet hatte, waren Thema. Durch den Einsatz aller Mitglieder, der Gemeinde Tegernheim und der Landwirte Anton Schmid und Max Wolf sowie des heutigen Ehrenmitglieds Hubert Sobolewski habe man den Schaden schnell behoben, erzählten die Mitglieder. Auch auf die sportlichen Erfolge wurde zurückgeblickt.

Zum Gedenken an verstorbene Mitglieder werden jährlich drei Regatten unter der bewährten Führung des Regattaleiters Frieder Eberhardt durchgeführt. Es sind dies die Max Appl-Peter Schütz-Regatta, der Wolfgang Püchner-Cup und die Moritz Rieger-Regatta.

Idyllisches Segelgelände

Aus den anfangs nur wenigen Mitgliedern, die den Segel- und Surfsport ausübten, hat sich eine gesunde Abteilung entwickelt. Durch die tatkräftige Mithilfe aller aktiven Segler entstand im Laufe der Jahre ein wahrhaft idyllisches Segelgelände, das in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt der Segler mit den Familienangehörigen ist, hob Abteilungschef Richard Hupp bei der Feierstunde hervor.

Die Segelabteilung des FC Tegernheim

  • Führung:

    Abteilungsleiter der Segelabteilung ist Richard Hupp, er wird unterstützt vom 2. Abteilungsleiter Matthias Klein. Kassenwart ist Gerald Peschke, als Schriftführer fungiert Holger Kunz.

  • Team:

    Als Regattawart steht Frieder Eberhardt und als Platzwart Dieter Knoll zur Verfügung. Dass bei den Seglern alles in Schuss ist, dafür sorgen die Gerätewarte Hannes Peschke und Alfons Perras. Um den Seglernachwuchs bemüht sich Jugendwart Gerald Peschke.

  • Saison:

    Die Segelabteilung des FC Tegernheim ist zwischen April und Oktober aktiv. Da treffen sich die Seglerfreunde regelmäßig zum sogenannten „Seglerhock“, immer am zweiten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Gasthaus Götzfried.

  • Sportstätte:

    Das Vereinsgelände der Segelabteilung befindet sich am Almer Weiher. Die Abteilung führt ihre Regatten sowohl am Almer Weiher als auch auf der Donau durch. Die Segler haben nämlich eine Zugangsmöglichkeit zur Donau.

Pfarrer Andreas Kuniszewski segnete die Boote und das Gelände der Segelabteilung. Wer selbst einmal ausprobieren wollte, wie geschickt er im Umgang mit einem kleinen Segelboot ist, konnte an der Gaudi-Regatta teilnehmen. Dem Spaß stellten sich übrigens nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene. Wer es etwas gemütlicher haben wollte, nahm an einer der Rundfahrten mit der MS Saale auf dem Almer Weiher und der Donau teil.

2. Bürgermeister Jürgen Beier überbrachte die Glückwünsche und ein Geschenk der Gemeinde. Launig erzählte er, dass er vor kurzem einmal von einem auswärtigen Autofahrer gefragt worden sei, wo der Yachthafen von Tegernheim sei. Er habe ihn dann zum Seglergelände geschickt, sagte er augenzwinkernd.

Beier betonte, es freue ihn besonders, dass auch viele Nicht-Tegernheimer durch den Segelsport Tegernheim in positiver Hinsicht kennengelernt hätten. Damit seien die Segler auch ein Aushängeschild und Sympathieträger für den Ort, hob er hervor.

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