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Gemeinde

Senioren-Service-Haus in Pfatter kommt

Eine umfassende und bedarfsgerechte Betreuung für Senioren verspricht das Sozialteam Weiß, das Bauträger des Vorhabens ist.
von Hans Biederer

Mitten im Dorfkern von Pfatter entsteht schon bald ein Senioren-Service-Haus. Fotos: Hans Biederer
Mitten im Dorfkern von Pfatter entsteht schon bald ein Senioren-Service-Haus. Fotos: Hans Biederer

Pfatter.Schon bald wird in Pfatter mit dem Bau des Senioren-Service-Hauses begonnen. Ein komplexes Bauvorhaben, das momentan wohl einmalig ist in der Umgebung und die Bedürfnisse einer umfassenden Seniorenbetreuung, wie sie heutzutage notwendig ist, komplett abdeckt.

Geschäftsführer Martin Weiß und Christian Weiß sowie Fachbereichsleiter Andreas Neugirg vom Sozialteam Weiß (Träger des geplanten Senioren Service Hauses Pfatter) gaben bei einem Informationsabend, zu dem die Frauenunion Pfatter mit ihrer Vorsitzenden Sylvia Stierstorfer eingeladen hatte, einen Überblick über das Bauvorhaben.

Lob für den Gemeinderat

Viel lobende Worte gab es gleich zu Beginn von Martin Weiß für den Gemeinderat, der sich parteiübergreifend und sehr zeitintensiv mit der Materie befasste und schließlich vom Konzept des Sozialteams Weiß überzeugt war, so dass zeitnah mit der Planung begonnen werden konnte. Es wurde deutlich, dass den Mitgliedern des Gemeinderates das Thema sehr am Herzen lag, so Weiß.

Das Sozialteam Weiß mit der Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Bürgermeister Jürgen Koch Foto: Biederer
Das Sozialteam Weiß mit der Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und Bürgermeister Jürgen Koch Foto: Biederer

„Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, dass es neben der Versorgung auch noch weiteren Bedarf gibt und ein erweitertes Konzept erdacht“ betont Weiß.

Das Imoprojekt Pfatter wird das Gebäude bauen. In Teileigentum kann man Anteile erwerben. Dieser Erwerb hat jedoch nichts damit zu tun, ob man später dort wohnt oder die Tagespflege in Anspruch nehmen möchte. Wichtig ist es dem Träger, dass das Senioren-Service-Haus hier im Ort fest verankert ist. Ein bevorzugtes Einzugsrecht haben deshalb die Bürger aus der Gemeinde Pfatter, versicherte er.

Fachbereichsleiter Andreas Neugirg erklärte die verschiedenen Bausteine des Konzepts. Ziel des Senioren-Service-Hauses ist es, gerade den Ansprüchen der zukünftig älteren Generation gerecht zu werden. „Wir versuchen deshalb, das bisherige getrennt wirkende System aufzubrechen und eine eigen bestimmte Form von Wohnen und der verschiedenen Pflegeformen zu bieten“, so Neugirg. Dies bedeute, dass derjenige, der im Service-Haus sein wird, selbst bestimmen kann, was er an Pflege, hauswirtschaftlicher Versorgung oder Hausmeistertätigkeit benötigt. Diese Wahlmöglichkeiten könne er jederzeit ändern.

Es werden verschiedene Komponenten angeboten. Zum einen ist da der Bereich des Service-Wohnens mit unterschiedlich großen, barrierefreien und rollstuhlgerechten Einzel- oder Doppelappartements, in die man sich einmieten kann. Es gliedert sich an eine Tagespflege, wo man während der Tageszeit von 8 bis 17 Uhr entsprechend pflegerisch versorgt werden kann. Außerdem wird eine ambulante Pflegewohngruppe angeboten. Diese wird den Schwerpunkt haben, älteren Menschen mit dementiellen Erkrankungen zu betreuen. Daran angegliedert sein wird der ambulante Pflegedienst „Pflege mobil“.

Verschiedene Bausteine

Angeboten wird ein Service-Wohnen mit dem Motto „Komfort und Sicherheit im eigenen Appartement“. Dies wird der große Unterschied zur vollstationären Pflegeeinrichtung sein, wo man grundsätzlich das komplette Angebot nehmen muss, egal, ob man es will oder braucht. Z

u diesem Service-Wohnen im geplanten Service-Haus in Pfatter kann man verschiedene Bausteine, angefangen von der Speisenversorgung bis hin zur Pflegeleistung, buchen. Im Gebäude werden acht Single- und sechs Doppelappartements entstehen. Die einzelnen Räume können ganz zu einem Pflegeappartement umgestaltet werden. In Pfatter werden zudem Räume der Begegnung errichtet.

Der zweite Baustein wird die Tagespflege mit einem Volumen von 20 Pflegeplätzen sein. Die Inanspruchnahme dieser Pflege setzt nicht das Wohnen im Gebäude voraus und kann tage- und stundenweise gebucht werden.

Sehr gut aufgehoben und betreut sein werden auch hochgradig demente Menschen. Zwölf Plätze bietet die Einrichtung an. Gemeinsames Betreuen und auch Kochen, auch zusammen mit Angehörigen, sind hier gegeben. „Um eine qualitativ sehr gute Pflege und ein lebenswertes Zuhause bieten zu können, ist es uns wichtig, für alle Beteiligten ein Umfeld zu gestalten, in dem sich unsere Gäste wohlfühlen“, schloss Neugirg seine Ausführungen.

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