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„Silberlocken“ trainieren für den Lauf

Die Mannschaft der über 65-Jährigen übt mit Feuereifer für den Regensburger Landkreislauf. Ziel ist eine gute Platzierung.

  • So schnell wie dieser Senior bei der Deutschen Senioren-Mehrkampfmeisterschaften Leichtathletik müssen die Teilnehmer der Seniorenstaffel ja gar nicht sein. Hauptsache, sie haben Spaß bei der Sache. Foto: dpa
  • In den neuen Laufshirts sehen die Sportler perfekt aus.

Regensburg.Warum sein angestammtes Betätigungsfeld mal nicht erweitern, mal einen Ausflug in eine sportliche Aktivität mit Spaßfaktor wagen? Der Seniorenbeirat der Stadt Regensburg, sonst eher als Sprachrohr und Anwalt der älteren Generation zugange, hat mit seiner Idee, am MZ Landkreislauf mit einer Seniorenstaffel teilzunehmen, voll ins Schwarze getroffen. Nach einem kleinen Aufruf in dieser Zeitung fanden die notwendigen zehn Staffelläufer zueinander, jeder immerhin, das war die Voraussetzung, mindestens 65 Jahre alt. Sehr erfreulich obendrein, dass sich auch zwei Damen in das Team gemeldet haben. Mit dem leicht ironischen Mannschaftsnamen „Silberlocken“ konnten sich alle sofort identifizieren und so ging es umgehend in die Vorbereitungsphase.

Mit Christa Koppenwallner (68), die erst vor Kurzem beim Tristar-Triathlon erfolgreich finishte und damit ihre Sportlichkeit eindrucksvoll unter Beweis stellte (siehe auch MZ vom 03. August), kann bestimmt nicht jeder der „Silberlocken“ mithalten. Wenn wer wie sie die Walhallastufen zehnmal hintereinander hochlaufen kann und auch schon an etlichen Marathons teilgenommen hat, der sollte auch den Streckenabschnitt von 6,5km locker bewältigen.

Ein „alter Fuchs“

Im Gegensatz dazu gibt sich Newcomer Franz Bredl (69) mit dem 4-km- Abschnitt zufrieden und ist sehr stolz und auch ein wenig aufgeregt auf seine erste Teilnahme. Ein „alter Fuchs“ ist mit Franz-Josef Bücken (74), dem ehemaligen LLC Vorsitzenden, unterwegs. Mit unzähligen Marathons, der 70. davon in Regensburg an seinem 70. Geburtstag und der Erfahrung als Laufbegleiter bei vielen Einsteigern ist sein mit einem Augenzwinkern erklärtes Ziel beim Landkreislauf nicht die Zeit, sondern eine Platzierung etwa 65plus, um jüngeren Teilnehmern keinen vorderen Platz streitig zu machen.

An Erfahrung in nichts nach steht ihm Franz Hohenleutner (70), ebenfalls Marathoni und aktiver Laufleiter und Referent beim BLSV. Er ist es auch, der die Detailplanung des Teams vornimmt und allen die Sicherheit gegeben hat, dass ein Staffelstab mit Chip auch nichts anderes ist als dieser, den man zu Schulzeiten schon im Sportunterricht benutzte.

Spaß an der Sache

Bei Alfons Billert (66), Peter Oberneder (67), Hans-Dieter Piehler (71), Elisabeth Allmeier (66) und Hans Scherrer (66) sind teils läuferisch erfahrene, teils novizenhafte Akteure dabei, die letztlich den Spaß an der Sache sehen und sich vor allem auf das gemeinsame Bier nach dem Zieleinlauf freuen.

Der mit 75 Jahren vielleicht älteste Teilnehmer der Veranstaltung, Herbert Fahrnholz, gilt bei den „Silberlocken“ mit seinen vielfältigen Aktivitäten als Bergsteiger, Skifahrer, Radfahrer und Läufer, als eine wesentliche Komponente und benötigt zur Vorbereitung auch kein spezielles Programm. Wie auch, wenn man erst aus einer mehrtägigen Bergtour aus den Brenta-Dolomiten kommt. Ein Geheimtraining hat er sich trotzdem auferlegt: nachdem seine Etappe sehr bergig ist, läuft er morgens mehrmals von seiner Wohnung in Königswiesen den Ziegetsberg rauf und runter. „Das macht mir Spaß“, sagt er.

Beim gemeinsamen Fotoshooting im Prüfeninger Schlossgarten, bei dem die pfiffigen Laufshirts (gesponsert durch Seniorenbeirat und Laufshirt-Discounter) von Norbert Lieske, dem PR-Mann des Seniorenbeirates, überreicht wurden, gab es nicht nur klatschende Hände des Biergarten-Publikums, sondern auch die Gewissheit, sich mit diesem Outfit bestimmt nicht in den Wechselzonen zu verpassen.

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