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Politik

SPD ist gegen Lohndumping

Bei der Maikundgebung in Steinsberg gab es viel Applaus für MdB Marianne Schieder. Sie fordert auch eine Digitalsteuer.
Von Monika Bucher

Der Nachwuchs ließ bei der SPD-Maikundgebung in Steinsberg Luftballons steigen, mit im Bild sind MdB Marianne Schieder (2.von rechts) und Bürgermeisterkandidatin Susanne Nichtewitz (rechts). Foto: Monika Bucher
Der Nachwuchs ließ bei der SPD-Maikundgebung in Steinsberg Luftballons steigen, mit im Bild sind MdB Marianne Schieder (2.von rechts) und Bürgermeisterkandidatin Susanne Nichtewitz (rechts). Foto: Monika Bucher

Regenstauf. „Der 1. Mai bietet die Möglichkeit, über die Tagespolitik hinaus Stellung zu beziehen, Diskussionen anzuregen und grundsätzliche politische Aussagen zu treffen“, betonte bei der Kundgebung des SPD-Ortsvereins Steinsberg die Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion, Marianne Schieder, die auch im Ausschuss für Kultur und Medien tätig ist.

Vorab zog die von Vorsitzendem Christian Engl angeführte Politprominenz nach einem Standkonzert der Blaskapelle Steinsberg in den Rinner-Garten ein, wo wie seit bald 40 Jahren die Maifeier als feste Tradition abgehalten wurde. Neben den Jusos aus Regensburg waren Regenstaufs 2. Bürgermeister und stellvertretender Landrat Hans Dechant, Ehrenbürger Eberhard Krüger, Kreistagsfraktionsvorsitzender Rainer Hummel, Faktionsvorsitzender Fred Wiegang, Bürgermeister Sebastian Koch aus Wenzenbach und Bürgermeister Andreas Beer aus Holzheim, viele Markt- und Kreisräte und Ortsverbandsvorsitzende bis aus Laaber oder Hainsacker unter den Zuhörern. Nach dem offiziellen Teil gab es für die Kinder einen Luftballonwettbewerb.

Der Ortsverein wird 100

In diesem Jahr, so Engl, feiere der SPD-Ortsverein sein hundertjähriges Bestehen. In allen das Dorf betreffende Angelegenheiten sei er aktiv miteingebunden, ob bei der anstehenden Dorferneuerung, im Kampf für bessere Buslinien, für den Erhalt der Nahversorgung oder gegen Stromtrassen, und engagiere sich für die Bürger.

Tag der Arbeit

  • Anfänge:

    Der Versuch der Weimarer Nationalversammlung, den 1. Mai zum Feiertag zu bestimmen, hatte nur im Jahr 1919 Erfolg.

  • NS-Zeit:

    Die Nazis machten den 1. Mai 1933 zum gesetzlichen Feiertag. Am 2. Mai 1933 wurden die Gewerkschaften gleichgeschaltet, die Gewerkschaftshäuser gestürmt und die Vermögen beschlagnahmt.

  • BRD:

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der 1. Mai 1946 durch den Alliierten Kontrollrat bestätigt.

Die SPD-Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahl 2020, Susanne Nichtewitz, stellte sich den Besuchern persönlich vor und betonte, dass sie die Arbeit von Bürgermeister Siegfried Böhringer fortsetzen wolle „für eine noch attraktivere Gemeinde und für ein gemeinsames und soziales Regenstauf“. „Nach der Wirtschaftsunion ist das soziale Europa der nächste logische Schritt für die Weiterentwicklung.“

Arbeitnehmerrechte stärken

Laut Schieder gehe es der SPD auch im Jahr der Europawahl um die Stärkung der Arbeitnehmerrechte, für einen einheitlichen Mindestlohn, für die Einführung der Digitalsteuer und gegen Kinderarmut oder Jugendarbeitslosigkeit. Das soziale Europa hätte auch viel mit Steuergerechtigkeit zu tun. „Auch wir wollen den Solidaritätszuschlag abschaffen“, so Schieder, „aber nicht für die Spitzenverdiener!“ Wer weniger als ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 61 000 Euro habe, solle nicht weiter mit dem Soli belastet werden. Für viele Aussagen erntete Schieder begeisterten Zwischenapplaus. „Hundert Jahre SPD bedeutet hundert Jahre Einsatz für die Menschen“, gratulierte sie zum Abschluss dem Ortsverein zum Jubiläum.

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