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Sport

Sportlerinnen waren in China

Die Neutraublinger Rope Skipperinnen waren bei der WM in Shanghai. Die Reise war ein Abenteuer mit guten Platzierungen.
von Kristin Winderl

Die Jumping Joeys mit Trainerin Magdalene Kroll und den chinesischen Juniorspringerinnen Fotos: Gessner
Die Jumping Joeys mit Trainerin Magdalene Kroll und den chinesischen Juniorspringerinnen Fotos: Gessner

Regensburg. Die Crowdfunding-Aktion der Jumping Joeys (die MZ berichtete) war ein Erfolg: Mit 5330 Euro Spendengeldern konnten Anna Uhl und Olivia Gessner aus Bad Abbach sowie Verena Silbereisen, Stefanie Lex und Julia Schmid aus Neutraubling ihr Spendenziel erreichen und einen großen Teil der Reise nach Shanghai finanzieren. Dort waren die Rope Skipperinnen nämlich vom 23. Juli bis gestern bei der Weltmeisterschaft mit dabei.

„Tolles Erlebnis, tolle Erfahrung, tolle Reise“

Carola Gessner

Unterstützer konnten für die sportlich begeisterten Schülerinnen und Studentinnen vom 3. bis zum 12. Juli auf der Plattform fairplaid.org unter dem Stichwort „Jump2Shanghai“ spenden – 5000 Euro waren das Spendenziel. Wäre das nicht erreicht worden, wären alle Spenden an die Gönner zurückgegangen und die Jumping Joeys wären leer ausgegangen. Zum Glück ist das aber nicht passiert, denn bei etwa 12 000 Euro Gesamtkosten für Langstreckenflüge, Visa, Unterkunft und mehr – alles aus eigener Tasche finanziert – war dieses Finanzpolster eine willkommene Hilfe.

Zufrieden mit der WM

„Die Leute von Fairplaid sind ein kompetentes und nettes Team“, findet Carola Gessner, die Mutter von Team-Mitglied Olivia Gessner. Von Unterstützern habe das Team für das Video, das auf der Spendenplattform die Mädchen in Aktion zeigte, viel Lob bekommen. Sollte noch einmal für ein Turnier eine solche Fernreise, die finanziell schwierig zu stemmen ist, anstehen, sei Crowdfunding auf jeden Fall wieder eine Option.

Weltmeisterschaft in Shanghai

  • Shanghai : Die Stadt und Region mit etwa 23 Millionen Einwohnern liegt im Osten Chinas. Sie ist eine der größten Städte der Welt und außerdem eine bedeutende Industriestadt. Übersetzt bedeutet der Name „Shanghai“ etwa „(Stadt) über dem Meer“, umgangssprachlich wird Shanghai auch als „Perle des Orients“ oder „Chinas Tor zur Welt“ bezeichnet (Quelle: wikipedia.de).

  • Weltmeisterschaft : Teilnehmer aus der ganzen Welt kamen zum Rope Skipping-Turnier in die Metropole Shanghai. In sechs verschiedenen Disziplinen in Einzel- und Teamwettbewerben mussten sich die Mitstreiter der Weltmeisterschaft beweisen. In den Disziplinen wird dabei entweder die Geschwindigkeit der Sprünge oder die Choreografie (Freestyle) bewertet.

Doch nicht nur die Finanzierung der Weltmeisterschaft war ein Erfolg: Auch im Turnier erreichten die Neutraublingerinnen einiges. Das Team erreichte in der Gesamtwertung Rang 10. Bereits im Vorfeld der WM berichtete Gessner, dass ein Top-10-Platz für die Rope Skipperinnen des TSV Wacker 50 Neutraubling drin sein könnte – Ziel erreicht. In der Disziplin Pair erreichten Anna und Olivia sogar einen tollen Rang zwei. Dafür hatten die Mädchen bei einer Speeddisziplin, bei der es um Geschwindigkeit geht, und bei der Paradedisziplin der Neutraublinger, Double Dutch Single Freestyle, „einige Hänger, die uns viele Punkte gekostet haben“, erklärt Carola Gessner.

Auch für Sightseeing hatten die Sportlerinnen etwas Zeit. Foto: Gessner
Auch für Sightseeing hatten die Sportlerinnen etwas Zeit. Foto: Gessner

Das ist natürlich ärgerlich, und doch motiviert es die Jumping Joeys, zu sehen, dass sie trotz der Ausrutscher „vorne mithalten“ konnten.

Anna Uhl und Olivia Gessner waren zusätzlich zum Teamwettbewerb auch als Einzelteilnehmerinnen bei der Weltmeisterschaft dabei. Dabei erreichte Anna insgesamt Rang 6 mit einem wunderbaren Rang 1 jeweils in den Disziplinen Freestyle und Triple. Olivia schrammte mit dem Gesamtrang 12 im Einzel nur knapp an der Top 10 vorbei. „Obwohl bei beiden noch Luft nach oben war, das heißt sie haben im Training schon bessere Ergebnisse erzielt, sind sie sehr zufrieden“, erklärt Gessner.

Start in die neue Saison

Auch abseits von den Erfolgen waren die Reise nach Shanghai und die dortige WM ein großes Abenteuer für die Jumping Joeys. Vor und nach ihren Wettkampftagen hatten die Neutraublinger auch Zeit, die chinesische Stadt zu erkunden. Seidenherstellung, eine Bootstour, Tempel, die Skyline einer der größten Städte der Welt, exotisches Essen: „Unglaublich beeindruckend“, beschreibt Gessner die Millionenstadt.

Rope Skipping: Seilhüpfen mit Tempo, Technik und Grazie

Doch schon ist die Reise wieder vorbei. Gestern um 13.50 Uhr landeten die Neutraublinger wieder auf bayerischem Boden am Münchener Flughafen. Und das nach etwa 24 Stunden Reise und mit sechs Stunden Zeitverschiebung – Jetlag ist da wohl vorprogrammiert. Aber zum Glück steht nun erst einmal eine Trainingspause an: In den nächsten fünf Wochen können die Seilspringerinnen sich erst einmal entspannen und die Sommer- und Semesterferien genießen.

„Die Leute von Fairplaid sind ein kompetentes und nettes Team“

Carola Gessner

Danach beginnt die neue Saison, in die die Rope Skipperinnen nach der erfolgreichen WM umso motivierter starten. Dann sind die neuen Ziele die Titelverteidigung bei der Deutschen Meisterschaft und eine gute Platzierung bei der Europameisterschaft im Juli 2019. Bei der werden die fünf sportlichen Mädels und ihre Trainer und Begleiter aber weniger Hürden überwinden müssen: Die EM findet in Graz statt, sodass die Mädchen „mal ohne Reise- und Finanzierungsstress“ teilnehmen können. Trotzdem sind die Jumping Joeys aber froh, das Abenteuer Shanghai gewagt zu haben. „Tolles Erlebnis, tolle Erfahrung, tolle Reise“, finden sie.

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