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Stammzellen-Spender für zwei Oberpfälzer

Nach großen Typisierungsaktionen: Lebensretter für Anja Spitzner aus Vohenstrauß und Ludwig Klinger aus Beratzhausen gefunden
Von Isolde Stöcker-Gietl, MZ

  • Ludwig Klinger bei der Typisierungsaktion in Regensburg. Jetzt ist ein Spender gefunden, noch in dieser Woche soll die Transplantation stattfinden. Foto: ig
  • Seit Freitag weiß Anja Spitzner, dass ein Spender für sie gefunden wurde.Foto: privat

Vohenstrauß.Tolle Nachrichten aus dem Uniklinikum: Kurz nach den großen Typisierungsaktionen in Vohenstrauß und Regensburg, bei der sich rund 4000 Menschen als Spender registrieren ließen, gibt es für Anja Spitzner aus Vohenstrauß und Ludwig Klinger die erlösende Nachricht: Sowohl für die 30-jährige Polizistin als auch für den 54-jährigen Realschullehrer sind Stammzellenspender gefunden worden. Am Freitag wurde die Familie von Anja Spitzner vom Uniklinikum Regensburg informiert. „Anja und ihre Familie sind überglücklich“, teilte ihre Cousine Manuela Riffel auf MZ-Nachfrage mit. Sogar Innenminister Joachim Herrmann, der oberste Dienstherr der Bayerischen Polizei, teilte seine Freude über den Treffer mit. „Das ist ein riesiger Erfolg und wichtiger Hoffnungsschimmer für unsere Kollegin. Jetzt drücken wir Anja die Daumen, dass die Stammzellentherapie gut anschlägt und sie bald wieder ein normales Leben führen kann“, betonte Herrmann.

Die Stammzellentransplantation findet voraussichtlich am 28. April statt. Bei Ludwig Klinger steht der Eingriff bereits unmittelbar bevor. Aus seinem Freundeskreis heißt es: „Noch in dieser Woche.“ Nun hoffen die Familien und der Freundeskreis, dass beide den schweren Eingriff gut überstehen und es zu keinen Abstoßungsreaktionen kommt. „Und natürlich hoffen wir auch, dass für alle anderen Patienten am Uniklinikum Regensburg ein passender Spender gefunden wird“, schrieb Dieter Baumgartner nach Bekanntwerden der Nachricht an die MZ.

Im November hatte der dreifache Vater Ludwig Klinger die schreckliche Diagnose Blutkrebs bekommen, kurze Zeit später Anja Spitzner. Für beide war es ein Schock, umso mehr, dass in den Familien kein passender Spender zur Verfügung stand und auch in der weltweiten Datenbank niemand als genetischer Zwilling registriert war. Im Auftrag der Stiftung Deutsche Knochenmarkspende und der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern wurden große Typisierungsaktionen Ende Februar in Vohenstrauß mit über 2400 Teilnehmern und eine Woche später in Regensburg mit mehr als 1400 Teilnehmern durchgeführt. Ob tatsächlich bei diesen Veranstaltungen passende Spender für die beiden Leukämiepatienten gefunden wurden, ist fraglich. Normalerweise dauert die Auswertung der Blutproben sechs bis acht Wochen. Erst zwei Jahre nach der Transplantation dürfen sich dann Spender und Empfänger persönlich kennenlernen.

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