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Initiative

Startschuss für den Dorfladen

Altenthanns neuer Getränkemarkt testet ein kleines Sortiment an landwirtschaftlichen Produkten.

Diakon Johann Emmerl segnete den Getränkemarkt, den Andreas und Elisabeth Seidl eröffnet haben. Ob er auch ein kleiner Dorfladen wird, hängt von der Resonanz aufseiten der Kunden ab.  Foto: Peter Luft
Diakon Johann Emmerl segnete den Getränkemarkt, den Andreas und Elisabeth Seidl eröffnet haben. Ob er auch ein kleiner Dorfladen wird, hängt von der Resonanz aufseiten der Kunden ab. Foto: Peter Luft

Altenthann.Jetzt kommt wieder Leben in den 997 Einwohner zählenden Hauptort in der Gemeinde Altenthann. Andreas und Elisabeth Seidl eröffneten am Weinberg 3 einen Getränkemarkt, in dem auch ein kleiner Dorfladen entsteht. Nachdem das Dorf an Nahversorgung außer einem Tankstellen-Shop nichts mehr zu bieten hat, könnte der neue Markt ein Bürgertreffpunkt werden.

Metzgerläden, Bäckerladen, zwei Bauernmärkte, drei Getränkemärkte und vier Kramerläden gab es früher im Dorf, im Laufe der Zeit haben alle geschlossen. Mit dem neuen Getränkemarkt mit geplanten Dorfladen wächst nun wieder ein kleines Pflänzchen in Sachen Nahversorgung heran.

Diakon Johann Emmerl segnete den neuen Laden. „Essen und trinken gehören zur täglichen Versorgung. Andreas und Elisabeth haben für die Menschen in der Gemeinde einen mutigen Schritt gewagt“, sagte der Diakon. „Die jungen Leute haben einen richtigen Weg für die Nahversorgung eingeschlagen. Da kann man nur gratulieren“, meinte Bürgermeister Harald Herrmann. „Ich sehe schon, der Getränkemarkt ist auf einen fruchtbaren Boden gefallen. Denn selten sehe ich über einhundert Leute bei einer Eröffnung“, gestand Geschäftsführer Frank Sillner vom Hausler Getränkemarkt aus Schierling.

„Ja wir haben jetzt schon mal klein angefangen, einem Dorfladen einzurichten, sagte Elisabeth Seidl. Speisekartoffeln, Zwiebeln und Honig sind bereits im Angebot, ebenso Osterkerzen oder auch Palmbüscherl, die der Frauenbund bastelt. „Es wird sich erst zeigen, ob das alles angenommen wird, ob wir das Angebot erweitern. Wir wollen uns nicht verzetteln. Es soll überschaubar sein. Schließlich haben wir auch noch Familie in unserem Vier-Generationen-Haus“, erklärt die junge Mutter. Die kaufmännische Angestellte ist bei Vereinen sehr aktiv.

„Ich wollte schon immer einen Getränkemarkt“, erklärte Marktleiter Andreas Seidl. Der Spengler und jüngste Gemeinderat dankte seinen Eltern Resi und Robert, diesen Traum erlaubt zu haben. „Schön was sich die jungen Leute da zutrauen. Denn das mit dem Dorfladen im Pfarrhof wird ja eh nichts. Das Gebäude steht schon acht Jahre leer“, sagte eine rüstige Oma. (llu)

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