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Kultur

Steinsberg: Musik fürs bayerische Gemüt

Der „Depp vom Dienst“ und das „Kamerunschaf“: Die Sunnseitn-Muse spielt sich mit selbst komponierten Liedern in die Herzen.
Von Monika Bucher

Die „Sunnseitn Muse“ begeisterte mit einem urigen Programm.  Foto: Bucher
Die „Sunnseitn Muse“ begeisterte mit einem urigen Programm. Foto: Bucher

Steinsberg.Mit einem „Muse & Gaudi-Eintopf“ beanspruchte die „Sunnseitn-Muse“ im Gasthaus Waldschänke die Lachmuskeln ihrer Fans rund zweieinhalb Stunden lang. Da wurde gejodelt bei „Und a Waldbua bin i“ oder aus vollem Halse mitgesungen bei „Miteinander is viel schöner“. Dabei stellte sich heraus, dass viele aus dem Publikum die Texte bereits auswendig kannten.

Das Besondere an dieser Vorstellung waren die selbstkomponierten Lieder von Sonja Kreiml. Die temperamentvolle Sängerin ließ sich für das aktuelle Programm wieder viele neue Melodien und Texte einfallen und beschrieb mit einem Augenzwinkern lustige Situationen im Alltag.

Lied „Wischerhandy“ brachte Publikum zum Lachen

„Das Leben ist wie ein Eintopf“ war im kurzweiligen Repertoire ebenso enthalten wie das bereits allseits bekannte „I bin der Depp vom Dienst“. Mit dem „Lied vom Kamerunschaf“ wurde das Hobby des Akkordeonspielers und Schafzüchters Herbert Schlecht besungen, auch geschrieben von Kreiml. Viel Gelächter und Schenkelklopfen gab es beim „Wischerhandy“.

Das vierköpfigen Ensemble aus Brennberg, das sich vor fünf Jahren auf Initiative von Bassist Albert Herlinger zusammengefunden hatte, begeisterte in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre mit seiner Musik ebenso wie mit der urigen, selbst mitgebrachten Dekoration. Da standen ein alter Holzofen mit einem Topf, Plüschschafe und sogar ein „Sunnseitn-Bankerl“.

Publikum forderte etliche Zugaben

Der Vierte im Bunde war der ebenfalls stimmgewaltige Richard Ottl, der auch mit der Klarinette aufspielte. Mit viel Beifall und Pfiffen wurden etliche Zugaben gefordert und mit dem „Hoamgehliad“ endete dieser humorvolle Abend.

Das Ensemble

  • Musiker: Bassist Albert Herlinger, Klarinettist Richard Ottl und

    Akkordeonspieler Herbert Schlecht

  • Sängerin:

    Sonja Kreiml komponiert ihre Lieder selbst.

  • Lebensgefühl:

    Die Vier fühlen sich als Musikanten mit Leib und Seele, nicht als reine Musiker. Der Unterschied nach ihrer Definition: Der Musiker spiele, der Musikant lebe die Musik.

Für Zuhörer, die Appetit auf mehr „Gaudi-Eintopf“ bekommen haben, ist ein weiterer Auftritt des Quartetts geplant: am 16. November in Geisling. Das Ensemble ist sehr vielseitig, gestaltete auch schon Gottesdienste in verschiedenen Pfarreien mit oder trat beim bekannten Musikantenstammtisch im Münchner Hofbräuhaus auf. Anfangs war nicht klar, welche musikalische Richtung sie einschlagen wollen. Jedoch fanden die Vier bald heraus, dass für sie die althergebrachte Musik die natürlichste und auch ehrlichste Weise des Musizierens ist.

Handgemachte Schmankerln

Alle spielen seit ihrer Kindheit Instrumente, haben eine jahrzehntelange Laufbahn als Freizeitmusikanten vorzuweisen und waren in verschiedenen Gruppen aktiv. Mit ihrem neuen Programm möchten sie dem Publikum eine „Auszeit mit traditionell-bayerischen, handgemachten, musikalischen Schmankerln“ bereiten. Gewürzt seien die Lieder mit viel Humor und Spielfreude. Das bestätigte das Steinsberger Publikum.

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