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Empörung

Störche bauen zerstörtes Nest wieder auf

Die illegale Entfernung eines Storchennests vom Dach der Ramspauer Kirche sorgt für Aufregung. Es droht sogar eine Anzeige.
Von Simone Grebler und Sabine Norgall

Die Störche sind zurück: Sie bauen ihr Nest auf der Kirche in Ramspau wieder auf. Foto: Fred Wiegand
Die Störche sind zurück: Sie bauen ihr Nest auf der Kirche in Ramspau wieder auf. Foto: Fred Wiegand

Regenstauf.Nachdem die Kirchenverwaltung in einer illegalen Aktion ein Storchennest vom Giebel der Ramspauer Kirche entfernt hatte, war die Empörung unter Tierschützern groß. Der Grund für die Hauruck-Aktion war der Vogelkot vor der Kirchentür, der einige Ramspauer störte. Der Vorfall sorgt für Schlagzeilen und viel Kritik. „Das ist echt das Letzte. Der Dreck ist das eine und ja es ist durchaus ärgerlich ,wenn dieser Dreck einen Schaden anrichtet. Aber das war die „Entferner“ nun für einen Schaden angerichtet haben, geht überhaupt nicht und gehört an sich bestraft. ... aber das wird bestimmt so unter den Teppich gekehrt wie vieles andere auch“, schreibt eine Userin in Facebook.

Wird auch das zweite Nest entfernt?

Die Tiere zeigten sich von dem Ganzen wenig beeindruckt und kehrten nur einen Tag später zurück. Sie bauen an der gleichen Stelle fleißig an einem neuen Nest. Ob auch dieses Nest wieder entfernt wird, ist noch unklar. Beim Weißstorch handelt es sich um ein streng geschütztes Tier. Die Entfernung seines Nestes sei deshalb nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten. In Ausnahmefällen könne die Entfernung eines Nestes genehmigt werden. Im Fall Ramspau wurde keine entsprechende Genehmigung angefragt oder erteilt. Entsprechend der Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes können solche Verstöße mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft werden.

Drastische Reaktionen im Web

„Die Leute, die beschlossen haben, das Nest zu zerstören, sollten sich mal folgende Frage stellen: ,Wie fühle ich mich, wenn mein Haus abgerissen wird und meine kleinen Kinder noch drin sind ...?!‘, schreibt eine Userin bei Facebook.

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