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Tatkräftige Helfer sind gefragt

Der Eine-Welt-Laden in Wörth ist fest etabliert. Die Verantwortlichen würden sich über mehr ehrenamtliche Mitarbeiter freuen.
Von Theresia Luft

Anna Schötz vom Verkaufsteam des Eine-Welt-Ladens und Anton Rothfischer, Vorsitzender des Trägervereins, bei der Kaffee-Auswahl  Foto: Theresia Luft
Anna Schötz vom Verkaufsteam des Eine-Welt-Ladens und Anton Rothfischer, Vorsitzender des Trägervereins, bei der Kaffee-Auswahl Foto: Theresia Luft

Wörth.Den Eine-Welt-Laden in Wörth gibt es schon lange. Auch die Corona-Pandemie konnte ihm nichts anhaben, er war weiter geöffnet und die Stammkunden kauften weiter regelmäßig ein, wie Anna Schötz sagte, die seit den Anfängen mit an Bord und regelmäßig im Laden in der Schloßstraße anzutreffen ist. Die Kunden liebten die Qualität der fair gehandelten Produkte, die Transparenz der Herstellung und dass sie mit dem Mehrpreis den Menschen in ihren Heimatländern helfen könnten.

Allerdings sind die umliegenden Pfarreien in diesem Jahr ausgefallen, und auch die Vereine, die für ihre Feste zum Beispiel den Kaffee kaufen, hatten keinen Bedarf. Kirchliche Fest wie Ostern oder Erstkommunion fanden nicht im herkömmlichen Sinne statt, das machte sich bemerkbar und habe Einbußen von etwa einem Fünftel zur Folge gehabt. Der Vereinsführung ist es ein Anliegen, möglichst viele Leute für den Eine-Welt-Laden zu begeistern. Für den regelmäßigen Verkauf werden ehrenamtliche Mitarbeiter benötigt und selbstverständlich ist auch ein weiteres Wachstum des Vereins gewünscht.

Geburtsstunde war im Februar

Anfang Februar war die Geburtsstunde von „Fairer Handel Stadt Wörth a. d. Donau e. V.“, unter dessen Trägerschaft der Eine-Welt-Laden und der Second-Hand-Laden „For you“ geführt werden. Wie Anton Rothfischer, der erste Vorsitzende des Vereins, sagte, sei durch die Corona-Pandemie der Verkauf ein wenig ins Stocken geraten. Vor allem die reifere Generation, die ehrenamtlich den wöchentlichen Verkauf übernimmt, habe sich wegen der Pandemie verständlicherweise ein wenig zurückgezogen.

Die Mitgliederzahl ist seit der Gründung, damals waren es 41 Mitglieder, bereits auf mehr als 50 angewachsen. Nun wünscht sich die Vorstandschaft mehr Mitglieder, die aktiv im Laden mit anpacken. „Wir brauchen Unterstützung von Mitgliedern oder Leuten, die sich gerne ehrenamtlich engagieren und bei den Öffnungstagen eine Verkaufsschicht mit übernehmen“, so Rothfischer und sein Vize, Herbert Schötz. Rothfischer selbst wird sich am 14. Mai das erste Mal in die Verkaufsstrategien einweisen lassen. Wie er sagte, liege ihm der Eine-Welt-Laden schon immer am Herzen und er möchte nicht nur einkaufen, sondern auch aktiv beim Verkaufsteam dabei sein.

Ziel: Eine-Welt-Laden bekannter machen

Vonseiten der Vorstandschaft, die sich Ende Mai wieder trifft, ist geplant, einen Flyer aufzulegen und mit Infoständen auf den Eine-Welt-Laden aufmerksam zu machen und die Leute dafür zu sensibilisieren. Die Verantwortlichen seien für Vorschläge und Ideen offen und freuten sich über jeden, der ehrenamtlich mitarbeiten möchte – vor allem Jüngere würden das Team bestens ergänzen.

Eine-Welt-Laden in Wörth

  • Öffnungszeiten:

    Donnerstag von 9 bis 12.30 Uhr; Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18 Uhr; Samstag von 9 bis 12 Uhr

  • Möglichkeiten:

    Bei Bestellungen kann auch ein Abholtermin vereinbart werden. Es können auch Briefmarken, Brillen und Handys abgegeben werden, die über Kolping weitergegeben werden. (llt)

Mit dem Erlös aus dem Eine-Welt-Laden würden die Menschen, die die angebotenen Produkte herstellen, Lebensmittel, Kunsthandwerk oder Geschenkartikel wie Schmuck, in ihren Heimatländern unterstützt, erklärte Anna Schötz, die mit ihrem Mann schon in Südafrika, Peru und Brasilien die Lebensbedingungen der Menschen sah. „Wenn man vor Ort die Lebensbedingungen der Menschen gesehen hat, bekommt man eine ganz andere Einstellung zum Eine-Welt-Sortimemt“, so die Schötzs, bei denen es ausschließlich Kaffee, Lebensmittel und Geschenke aus dem Eine-Welt-Laden gibt.

Besondere Gewürze

Die Gewürze sind einmalig, dieser Duft, gerät Schötz ins Schwärmen. Seit 2006 ist der Eine-Welt-Laden in der Schloßstraße im Haus von Franziska Rösch untergebracht, und es müssen nur die Unkosten bezahlt werden.

Angefangen habe der Eine-Welt-Laden im Leoheim mit Pfarrer Frischholz und der Tochter der Familie Schötz. Im nächsten Jahr kann der Eine-Welt-Laden sozusagen sein Silberjubiläum begehen, und das wird ein wenig gefeiert. In welchem Rahmen, das ist aber erst noch in Planung, so Rothfischer.

Engagement

Eine-Welt-Laden ist gerettet

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