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Kommentar

Tierschützer oder Tierquäler?

Ein Kommentar von Christian Eckl

Die Zustände auf dem Pferdehof im Landkreis Regensburg müssen wirklich erbärmlich gewesen sein. Das Landratsamt und die Amtsveterinäre haben lange zugesehen, haben immer wieder interveniert, Auflagen gemacht. Doch scheinbar hat nichts geholfen. Sie mussten handeln.

Tierschutz, der falsch verstanden wird, neigt zu Extremen. Im konkreten Fall geht mir genau das durch den Kopf: Da hat ein Paar den aufrichtigen Wunsch, ausrangierten Pferden und Ponys zu helfen. Sie versuchen, einen Hof zu errichten, in dem es den Tieren besser ergehen soll als an den Orten, an denen sie geschunden wurden. Das ist ein hehres Ziel. Aber es gibt in unserem Land Gesetze und Bestimmungen. Ich bin weit davon entfernt, jeder Amtsentscheidung blind über den Weg zu trauen. Kern jeder journalistischen Tätigkeit ist es, jene zu überprüfen, die Macht haben. Und auch Amtsveterinäre haben Macht. Aber: Wer Tiere hält, muss sich einer besonderen Kontrolle aussetzen. Wer nur die Kommentare im Internet liest, der glaubt, die Tierschützer seien Heilige, denen Unrecht getan wurde. Ich glaube, sie haben vielleicht Gutes tun wollen, das aber schlecht.

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