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Tierschutz

Toter Wolf im Landkreis Regensburg

Zwischen Regenstauf und Maxhütte wurde ein lebloser Wolf gefunden. Es ist die zweite Wolfsspur im Landkreis.

Symbolbild: Das Landesamt für Umweltschutz bestätigt: Es war ein Wolf Foto: Bernd Weissbrod/dpa
Symbolbild: Das Landesamt für Umweltschutz bestätigt: Es war ein Wolf Foto: Bernd Weissbrod/dpa

Regenstauf.Bei Regenstauf ist ein toter Wolf gefunden worden. Das hat das Bayerische Landesamt für Umweltschutz am Freitag bestätigt. Am 7. Januar hatte die Polizeiinspektion Regenstauf an der Bahnstrecke zwischen Regenstauf und Maxhütte-Haidhof den Fund eines toten wolfähnlichen Tieres gemeldet. Das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) veranlasste daraufhin laut Polizeipräsidium Oberpfalz eine erste Untersuchung des Tierkörpers und legte das Bildmaterial der Dokumentationsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zur Einschätzung vor. Demnach handelt es sich bei dem toten Tier um einen männlichen Wolf.

Auch im Landkreis Schwandorf wurde ein toter Wolf gefunden

Der Fall ist auch für das Landesamt besonders, das für das Wolfsmonitoring in Bayern zuständig ist. 2006 war in Bayern erstmals ein toter Wolf gefunden worden, im Landkreis Starnberg, 2016 dann im Kreis Schwandorf ein zweiter. Das tote Tier an der Bahnstrecke zwischen Regenstauf und Maxhütte-Haidhof ist jetzt erst das dritte tote Tier. In der Zwischenzeit gab es allerdings auch etliche andere Hinweise auf Wölfe, zum Beispiel Bissspuren, Speichel oder Losungen, also um Kot.

Zur sogenannten Individualisierung des Rüden wurden genetische Proben genommen. Nun soll geklärt werden, ob dieser Wolf schon einmal Spuren hinterlassen hat, wie LfU-Sprecherin Dr. Marion Letzel auf Anfrage der Mittelbayerischen erklärte. Mehrfach waren Wölfe in der Region beispielsweise schon in Fotofallen getappt: 2015 im Kreis Cham, 2017 im Bereich des Truppenübungsplatzes Hohenfels und 2018 im Bereich Neustadt a. d. Waldnaab. Im Bereich des Truppenübungsplatzes sind in der Vergangenheit außerdem mehrfach Speichel und Kot nachgewiesen werden, unter anderem im Landkreis Regensburg südlich des Truppenübungsplatzes Hohenfels (2018). Das war die erste Spur auf einen Wolf im Großraum Regensburg.

Ein Wildunfall im Bahnverkehr

Ergebnisse zum aktuellen Fund werden voraussichtlich in drei Wochen vorliegen. Das Landesamt geht nach jetzigem Stand davon aus, dass der Wolf von einem Zug erfasst worden ist. Woher der Wolf kam, ist noch unklar, teilte das Landesamt mit. „Nach Bayern können jederzeit einzelne Wölfe zu- oder durchwandern sowohl aus dem Nordosten Deutschlands als auch aus dem Alpenbogen. Jungtiere wandern bei Geschlechtsreife weite Strecken auf der Suche nach einem eigenen Territorium.“ Vor allem junge Rüden schaffen teils bis zu 70 Kilometer pro Tag.

„Häufig gestellte Fragen (FAQs)“ fasst das LfU in seinem Internetangebot zusammen

Weitere Informationen zum Wolf, insbesondere auch zu den Kriterien des standardisierten Monitorings und früheren Wolfsnachweisen in Bayern, sind ebenfalls im Internetangebot des LfU zu finden

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