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Tradition

Trachtler prägten die Kallmünzer Kirwa

2019 richtete der Heimat- und Volkstrachtenverein das Fest aus – ein Baum, um den fleißig getanzt wurde, durfte nicht fehlen.
Von Martina Neu

Der Trachtlernachwuchs war für das Schmücken des Kirwabaums zuständig. Foto: Martina Neu
Der Trachtlernachwuchs war für das Schmücken des Kirwabaums zuständig. Foto: Martina Neu

Kallmünz.„Wer hod Kirwa – mia hom Kirwa!“: Das war der Schlachtruf, der am Wochenende durch Kallmünz schallte. Der Heimat- und Volkstrachtenverein übernahm heuer die Ausrichtung der Michaeli-Kirwa in der Perle des Naabtals. Zur Kirwa gehörte natürlich ein passabler Baum. Die 21 Meter hohe Fichte stiftete Erwin Niebler, der gleichzeitig der „Baum-Beauftragte“ des Vereins ist.

Am Freitag band Niebler mit seinen Helferinnen zwei große Kränze, die mit Stahlseilen am Kirwabaum angebracht wurden und diesen schmücken. Am Samstagnachmittag kam dann auch der Trachtlernachwuchs zum Einsatz. Denn die grünen Kränze mussten noch mit vielen bunten Bändern geschmückt werden. Die Kinder waren mit Feuereifer dabei und banden unzählige Kreppbänder an die Kränze und die Spitze des Baumes.

Kirwabaum wurde von Trachtlern flankiert

Der Baum lag versteckt unter den Obstbäumen bei den Grassls, die die Baumwache übernommen hatten und den Kirwabaum vor Baumdieben schützten. Michael Schmid zog mit seinem Bulldog das Prachtstück vom Anwesen Grassl bis zum Schmidwöhr, flankiert von den Trachtlern und musikalisch begleitet von den Vereinsvorständen Heinz Zenger und Sebastian Schneider.

Am Schmidwöhr angekommen, warteten schon viele Besucher und beklatschten den Einzug des Baumes. Auch die Kindergartenkinder waren da, die später mit in das Geschehen mit eingebunden wurden. Dann wurde der Baum mit Hilfe eines Autokrans, aufgestellt. Als das prächtig geschmückte Wahrzeichen an Ort und Stelle stand, kam der große Auftritt der Kinder.

Die Trachtlerkinder haben mit Gerti Schneider in den Tanzproben einige traditionelle Tänze einstudiert, die sie nun endlich vor Publikum aufführen durften. Einige waren schon etwas nervös, aber als die Musik einsetzte waren die Zuschauer gleich vergessen und die Kleinen zeigten ihre Tänze fehlerfrei. Ebenso die Buben, die mit Alex Scheck das Plattln geübt hatten. Da hieß es nichts durcheinanderbringen, denn geplattlt wird nach einer bestimmten Schlagreihenfolge. Und auch hier klappte alles wie am Schnürchen.

Kirwa der Vereine

  • Veranstalter:

    Bei der Ausrichtung der Kirwa wechseln sich der ATSV, der Bayern-Fanclub und der Heimat- und Volkstrachtenverein alle drei Jahre. Unterstützt wurden die Trachtler bei der Organisation auch von der Gemeinde

  • Verwendung:

    Der Erlös des Festes geht an die Jugendgruppe zur Anschaffung neuer Trachten.

  • Baum:

    Der Kirwa-Baum bleibt bis Kathrein stehen, denn Kathrein stellt den Tanz ein.

Anschließend wurde noch gemeinsam mit den Kindergartenkindern und natürlich auch einigen Mamas und Omas getanzt. Bürgermeister Ulrich Brey lobte den Heimat- und Volkstrachtenverein, der in diesem Jahr die Ausrichtung der Kirwa übernommen hatte. Besonders sehenswert waren die Tänze des Trachtlernachwuchses.

Kiachl gehören zur Kirwa dazu

Am Sonntag stand der Patroziniumsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, den Pfarrer Andreas Giehrl zelebrierte, im Vordergrund. Am Nachmittag ließen es sich die Gäste bei bestem Kirwa-Wetter am Schmidwöhr wieder gut gehen und die leckeren Kiachl, von den Trachtlerdamen in feinem Butterschmalz ausgebacken, schmecken. Denn zu einer richtigen Kirwa gehören Kiachl einfach dazu, so Heinz Zenger. Mit dem Kirwabärtreiben am Montag fand die Michaeli-Kirwa ihr Ende.

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