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Humor

Tränen gelacht mit dem Aurer Jackl

Der Humorist und Musiker trat in Pfatter bei einer Benefizveranstaltung auf. Die Erlöse gehen an die Partnerdiözese Kottar.
Von Hans Biederer

Der Aurer Jackl und sein „Luggi“ bezogen bei ihrem Auftritt in Pfatter geschickt das Publikum ins Programm mit ein.  Foto: Hans Biederer
Der Aurer Jackl und sein „Luggi“ bezogen bei ihrem Auftritt in Pfatter geschickt das Publikum ins Programm mit ein. Foto: Hans Biederer

Pfatter.„Boarisch is die schönste Sprache der Welt“, legte der Humorist und Musiker Aurer Jackl den Zuhörern bei seinem Auftritt im Landgasthof Fischer-Stehr in Pfatter ans Herz. Deshalb komme ihm ein „Hallo“, „Hallöchen“ oder auch ein „Tschüss“ bestimmt nicht über die Lippen, meinte der Verfechter bairischer Sprache und Tradition. Dann legte er gleich mit einer Salve zündender Witze los. Das Publikum honorierte das mit viel Applaus und lautstarken Lachern.

Gekonnt setzte er die Steirische Harmonika bei seinen Liedern und Gstanzln mit ein. Als er schließlich noch seine geschwätzige Puppe „Luggi“ aus der Kiste zauberte, lieferten sich die beiden vergnügliche Wortspielereien. Redegewandt präsentierte der sympathische Bauchredner gelungene Unterhaltung. Zur Freude des Publikums bezogen die beiden Akteure einzelne Anwesende immer wieder in das interaktive Bühnenprogramm mit ein.

Die Kapelle D‘ Sandler Wirtshausmusikanten mit Hans und Maximilian Piendl, Andreas Höcherl und Franz Wagner umrahmten den Abend musikalisch und spielten, ebenso wie der Aurer Jackl, ohne Gage für den guten Zweck.

Auch Pfarrer konnte herzhaft lachen

Sogar Urlaubsvertretung Pfarrer Anthony Joseph „Toni“ aus Indien konnte herzhaft lachen. „Ich habe natürlich nicht alles verstanden. Aber was wichtig ist, ist die Gaudi“, meinte der Priester. Besonders freute es den Geistlichen, dass er gleich beim Betreten des Saals im Landgasthof in das Bühnenprogramm des Aurer Jackl mit einbezogen wurde. Angesprochen auf eventuelle Parallelen in seiner Heimat meinte „Toni“: „Ja, auch bei uns in Indien gibt es Leute, die mit Puppen ein Programm auf der Bühne gestalten. Aber so viel wie ich heute hier lachen kann, ist schon einzigartig“, sagte er.

In Friseurin Evi Wolf fanden der Aurer Jackl und sein „Luggi“ die perfekte Ansprechpartnerin in seinen Sketchen. Immer wieder band er die Pfatterin geschickt in das Geschehen mit ein. Diese konnte nicht nur herzhaft darüber lachen, sondern bewies auch Humor. „Das war schon in Ordnung. Ich bin jemand, der da voll mitgeht. Der Jackl hat genau das rübergebracht, was ich mir vorher vorgestellt habe“, so Evi Wolf.

Künstler helfen

  • Dankbarkeit:

    „Ich bin froh, dass ich gesund bin und in Deutschland lebe. Aus Dankbarkeit mache ich das ganze Jahr über solche Benefizveranstaltungen“, erklärte der Aurer Jackl sein Engagement.

  • Unterstützung:

    „Ich bin seit 20 Jahren Mitglied im Verein „Zukunft für Kottar“. Gerne habe ich heute die Zuhörer zugunsten der Benefizaktion unterhalten“, meinte Musikant Hans Piendl aus Wörth.

Konrad Gstettner, der Vorsitzende des Vereins „Zukunft für Kottar“, freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Der Erlös fließt zu 100 Prozent in unsere Partnerdiözese nach Kottar in Indien. Wir nehmen den Erlös solcher Aktionen für Kinder her, deren Pateneltern abspringen. Das passiert leider immer wieder. So können sie weiter die Schule besuchen.“

Abend endete sehr schwungvoll

Seit über 20 Jahren sei noch kein Kind aus der Schule genommen worden, nur weil die Paten nicht mehr zahlen konnten. Auch für medizinische Notfälle werde das Geld verwendet, erklärte er im Gespräch mit der Mittelbayerischen. Richtig zünftig wurde es noch nach der Vorstellung des Aurer Jackl. Die Wirtshausmusikanten spielten auf Wunsch einiger Gäste noch zum Tanz auf, sodass der Abend sehr schwungvoll endete.

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