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Turnier erinnert an toten Fußballer

29 Teams traten in Wörth beim ersten Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturnier an. Der Spieler war bei einem Unfall gestorben.
Von Markus Schmautz

Viele spannende Spiele bot das 1. Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturnier in der Wörther Zweifachhalle.  Fotos: Schmautz
Viele spannende Spiele bot das 1. Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturnier in der Wörther Zweifachhalle. Fotos: Schmautz

Wörth.In der Wörther Zweifachturnhalle drehte sich am vergangenen Wochenende alles um das runde Leder. Insgesamt 29 Mannschaften kämpften in sechs verschiedenen Turnieren um die Siegerpokale des 1. Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturniers. „Eine runde Sache, alles ist reibungslos gelaufen. Wir sind sehr zufrieden“, erklärte Wörths Jugendleiter Martin Gritschmeier.

Insgesamt zum vierten Mal veranstaltete die Wörther Jugendabteilung ein Hallenturnier. So viele Teilnehmer und verschiedene Turniere gab es aber noch nie. Neben Jugendeiter Martin Gritschmeier war vor allem seine Stellvertreterin Simone Balk hauptverantwortlich für die „Mammutaufgabe“, die die beiden mit Bravour gemeistert haben. Viele Personen, darunter vor allem Jugendtrainer, Spielereltern sowie Akteure der 1. und 2. Mannschaft halfen tatkräftig zusammen und trugen zum Gelingen des Turnierwochenendes bei.

„Heuer spielen wir für ihn“

Maximilian Rottmeier wird ab sofort dem Jugendturnier alljährlich seinen Namen verleihen. Vergangenen August verstarb der 21-Jährige auf dem Nachhauseweg nach einem Punktspiel bei einem tragischen Unfall auf der A3. Rottmeier war Spieler und Jugendtrainer bei seinem Heimatverein. So entschlossen sich die Verantwortlichen zur Namensgebung. Im Vorjahr war Maximilian Rottmeier zwei Tage lang im Einsatz, half auch beim Auf- und beim Abbau mit dazu. Philipp Balk, ein Spieler der D-Jugend sagte im Vorfeld des Turniers: „Voriges Jahr haben wir mit Maxi gespielt, heuer spielen wir für ihn!“ Ulrich Knott, der Bruder des Verstorbenen, ist sicher: „Maximilian hat sich sicherlich gefreut. Er war ein Teil der TSV-Familie und wird es immer bleiben.“

Vor Ort war auch Rottmeiers Schwester Julia , die einen Pokal des Gedächtnisturniers überreicht bekam: „Eine nette Geste. Für mich war es selbstverständlich, dass ich mit dabei war. Maxi wäre schließlich auch zwei Tage vor Ort gewesen.“ Einen Pokal legten die beiden Jugendleiter auch am Grab von Maximilian Rottmeier nieder. Der Verstorbene war überall beliebt und gerne gesehen.

Freund lobt Engagement der Helfer

Martin Schwoch, stellvertretender Kapitän der Wörther Reserve, spielte viele Jahre mit Maximilian Rottmeier zusammen und war ein enger Freund: „Ich finde es toll, dass sich so viele Helfer gefunden haben. Maxi hatte sicherlich seine Freude am Turnierwochenende.“ Und die vielen Helfer wurden auch gebraucht, unter anderem um für das leibliche Wohl der vielen Zuschauer und Akteure zu sorgen. Einige waren auch als Schiedsrichter oder im Wettkampfbüro im Einsatz.

Die C1-Junioren des TSV Wörth freuten sich über ihren Sieg beim 1. Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturnier.
Die C1-Junioren des TSV Wörth freuten sich über ihren Sieg beim 1. Maximilian-Rottmeier-Gedächtnisturnier.

Insgesamt jagten über 300 Spielerinnen und Spieler in verschiedenen Altersklassen dem runden Leder nach. Hochklassige und spannende Partien, tolle Kombinationen und viele Tore sowie viele Zuschauer, die ihre Teams anfeuerten, sorgten für eine ausgelassene Stimmung in der Halle. „Was gibt es Schöneres als ein Jugendturnier. Man blickt in viele zufriedene, glückliche Gesichter. Die Mannschaften konnten sich gemeinsam über Siege freuen und verdauten auch so manche Niederlage gemeinsam“, sagte Abteilungsleiter Matthias Groß, der viel Lob für die Organisatoren Simone Balk und Martin Gritschmeier mit ihrem Helferteam übrig hatte. Zu Besuch war auch 2. Bürgermeister Josef Schütz.

C1 des TSV Wörth gewann

Gleich beim ersten Turnier am Samstagvormittag, dem der D-Jugend, blieb es spannend bis zum letzten Schuss. „Die Mannschaften aus Wörth und Neutraubling hatten nach vier Spielen jeweils acht Punkte und 7:1 Tore. Der direkte Vergleich endete 1:1. So musste ein Siebenmeterschießen her“, erläuterte Martin Gritschmeier. Dieses Schießen konnte die Vertretung aus Neutraubling knapp für sich entscheiden.

Ebenfalls zweiter wurde die F-Jugend des TSV. Über jeweils dritte Plätze konnten sich die Wörther G-, die C2 und die E2-Jugend freuen. Den Sieg im eigenen Turnier sicherte sich die C1-Jugend des TSV Wörth. Martin Gritschmeier versicherte zum Abschluss: „Im nächsten Jahr wird die zweite Auflage des Maximilian-Rottmeier-Turniers steigen!“

Die Ergebnisse

  • G-Jugend:

    Bei den Kleinsten gewann der VfB Bach (7) vor dem TSV Neutraubling (5), dem TSV Wörth (4) und der punktlosen DJK Rettenbach.

  • F-Jugend:

    Den Turniersieg holte sich die SpVgg Illkofen (10) vor Wörth (8), Pondorf-Oberzeitldorn (6), Rettenbach (3) und Pfatter (1).

  • E2-Jugend:

    Die Siegerpokale abholen durften sich die Kicker der DJK Rettenbach II (10). Es folgten Pfatter II (7), Wörth (5), der punktgleiche SV Wiesent II (5) und die leider punktlose SG Obertraubling III.

  • D-Jugend:

    Erster durch Siebenmeterschießen wurde der TSV Neutraubling (8) vor dem TSV Wörth (8). Den 3. Rang sicherte sich die SG Vorwald (4) vor der SG Barbing-Harting (4) und der SpVgg Illkofen (2).

  • C1-Jugend:

    Siegreich war der TSV Wörth I (9) vor dem SV Pfatter (5), der punktgleichen SG Michelsneukirchen (5), dem SV Wiesent (4) und dem TSV Wörth II (3).

  • C2-Jugend:

    Sieger wurde die JFG Tangrintel II (10). Es folgten die SG Vorwald (6) und TSV Wörth III (5).

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