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Hilfe

Unfallopfer richtig und schnell retten

Die Feuerwehr Oberpfraundorf nahm an einem Seminar teil.

Der hydraulische Rettungszylinder kam bei der Übung zum Einsatz.
              Foto: Christian Söllner
Der hydraulische Rettungszylinder kam bei der Übung zum Einsatz. Foto: Christian Söllner

Oberpfraundorf.Ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Die Feuerwehr rückt an und befreit den Verunfallten. Ein selbstverständliches Szenario, das alltäglich auf den Straßen in Ostbayern vorkommt. Doch ist das wirklich selbstverständlich? Bei den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehren handelt es sich um Leute, die ihren ganz normalen Job nachgehen und nach Feierabend oder in der Nacht zu Einsätzen ausrücken.

Neben der mentalen Stresssituation werden die Feuerwehren mit teils kniffligen Aufgaben konfrontiert, die weit weg von der täglichen Alltagsroutine sind. Verletzte so schnell, aber auch so schonend wie möglich aus ihren total demolierten Fahrzeugen zu befreien, war das Thema des eintägigen THL-Seminars der Landkreisfeuerwehr Regensburg. In Oberpfraundorf nutzten 30 Mitglieder der Feuerwehren Beratzhausen, Hemau, Rechberg, Steinsberg und Oberpfraundorf die Gelegenheit zur Fortbildung. Wissen und Übung verschaffen Sicherheit für Einsätze und dienen sowohl dem Wohl der Personen, die Hilfe benötigen, als auch dem der Einsatzkräfte selbst.

Kreisbrandmeister Siegfried Engl gab im theoretischen Teil Tipps, wie bereits bei der Anfahrt und bei der Organisation an der Einsatzstelle wertvolle Zeit und Übersicht gewonnen werden können. Besonderes Augenmerk muss auf die Eigensicherung gelegt werden. Welche Gerätschaften stehen zur Verfügung, welches Personal kann eingesetzt werden, wie stellt sich die Lage dar? Das sind die Fragen, die im Vorfeld beantwortet werden müssten, um ein kontrolliertes und überlegtes Vorgehen bei der eigentlichen Rettung zu ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit Notarzt und Rettungsdienst werde an der Einsatzstelle die bestmögliche Rettung abgestimmt. Hier habe das Wohl des Patienten absoluten Vorrang. Nur bei akuter Lebensgefahr werde eine Crash-Rettung eingeleitet, das heißt, eine sofortige Befreiung des Verunfallten, bei der durchaus Risiken in Kauf genommen werden müssten.

Im praktischen Teil zeigte Engl Vorgehensweisen zur Öffnung von Fahrzeugen mit Spreizer, Schneidgerät und den weiteren technischen Hilfsmitteln. KBM Engl demonstrierte auch die Oslo-Methode. Bei dieser Methode wird mittels Seilzug, befestigt an zwei schweren Feuerwehrfahrzeugen, das verformte Fahrzeug in die entgegengesetzte Richtung wieder auseinandergezogen. Die in Norwegen sehr verbreitete Methode kommt hierzulande eher selten zum Einsatz.

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