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Bilanz

Unzufrieden mit dem Zuchtjahr

Die Pentlinger Kaninchenzüchter wollen wieder mehr Tiernachwuchs haben.
Von Josef Eder

Ein Kaninchen der Rasse „Castor Rex“  Foto: Josef Eder
Ein Kaninchen der Rasse „Castor Rex“ Foto: Josef Eder

Pentling.Der Kaninchenzuchtverein Pentling tätowierte 60 Jungtiere im abgelaufenen Jahr und trug sie in das Zuchtbuch ein. Im Jahr 2018 waren es 48 gewesen. Trotz der leichten Zunahme war es kein gutes Zuchtjahr. Einige Züchter stellten, nach Gesprächen mit Tierärzten, die Fütterung auf ein anderes Trockenfutter um. Jetzt hoppeln dort bereits viele Jungtiere durch die geräumigen Ställe.

Auf dem Ostermarkt der Gemeinde Pentling am 22. März von 10 bis 16 Uhr wird ein Muttertier der Rasse „Kleine Thüringer“ mit Nachwuchs zu sehen sein. Vorsitzender Rupert Hofbauer sprach bei der Jahresversammlung im Gasthaus Walba von einem harmonischen Miteinander. Züchterisch sind wenige Mitglieder tätig, so dass wie in den letzten Jahren keine größere Lokalschau mehr auf die Beine gestellt werden kann. Die Kaninchenzucht geht zwischenzeitlich immer mehr zurück. Ein Auslöser sei vermutlich die Verstädterung, sagte Hofbauer. Kaninchenställe seien bei Eigenheimbesitzern noch machbar. In den wenige Quadratmeter zählenden grünen Oasen von Reihenhäusern seien sie nahezu undenkbar. Im immer noch sehr ländlich geprägten deutsch-tschechischen Grenzgebiet sei vom Rückgang weniger spürbar. „Da züchten die Jungen weiter, wenn die Älteren aufhören.“

Schatzmeisterin Therese Hofbauer berichtete von doppelt so vielen Ausgaben wie Einnahmen. Zuchtwart Christian Löffl sagte, an der Basis müsse mehr bewegt werden. Der Zuchtaufbau mache wegen der neuen Fütterungsmethode enorme Fortschritte. Die Kreis- oder auch Bezirksschauen sollten seiner Meinung nach beschickt werden. Die Mitarbeit der Mitglieder im Verein bezeichnete er als positiv. Neue Tiere sowie dem Tierschutz angepasste Ställe seien kostspielig. In älteren Ställen sollten vorschriftsmäßige Ruhebretter eingebaut werden. „Jeder für das Wohl unserer Kaninchen angelegter Euro ist ein guter Euro“, sagte er.

Der Bundesverband habe neue Rassen zugelassen. Im Verein werden die Rassen „Castor Rex“, „Farbenzwerge blau“, „Helle Großsilber“, „Satin Elfenbein“, „Deutsche Widder Thüringer weiß“ sowie „weiß-schwarz“ gezüchtet.

Bei der Diskussion kam die Fütterung nochmals zur Sprache. Mineralien fördern die Fruchtbarkeit. Ob genmanipuliertes oder mit – zulässigen – Giftstoffen belastetes Trockenfutter an den Problemen 2019 schuld war, konnte niemand ausschließen. Regina Aigner meinte: „Wir füttern selbst produziertes Heu. Die Gefäße werden täglich leer gefressen.“

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