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Planung

Viehhausener fürchten Verkehrschaos

65 Parzellen sollen im neuen Baugebiet entstehen. Anwohner drängen auf eine schnelle Verbindung zur Staatsstraße.

Das rund 5,1 Hektar umfassende geplante Baugebiet stand im Fokus der Diskussionen
Das rund 5,1 Hektar umfassende geplante Baugebiet stand im Fokus der Diskussionen

Viehhausen.Knapp 100 der 1864 Einwohner des Einzugsgebiets von Viehhausen besuchten die Bürgerversammlung im Gasthaus Schwindl. Nach dem Vortrag von Bürgermeister Patrick Grossmann über die Entwicklung der Gesamtgemeinde stand das geplante Baugebiet im Mittelpunkt der kurzen Diskussion.

Kindergartenauslastung und das Ziel, die „Zweigstelle“ der Schule Sinzing mit den jeweiligen Grundschulklassen in Viehhausen erhalten zu wollen, gehörten zu den Informationen aus dem direkten Einzugsgebiet. Von den derzeit 301 betreuten Kindern in der Gemeinde seien 100 im voll ausgelasteten dreistufigen Kindergarten Viehhausen, im Hort und im Netz untergebracht. Die Grundschulklassen umfassen jeweils etwa 60 Kinder in drei Klassen, davon zwei in Sinzing und eine in Viehhausen.

Das geplante Baugebiet im Anschluss an die Kreuzseestraße und südlich der Ivostraße umfasst etwa 65 Parzellen. Es soll in den nächsten Jahrzehnten in Bauabschnitten bebaut werden. Der erste Abschnitt sieht etwa 20 Parzellen vor. Der gemeindliche Friedhof in Viehhausen erhält 2015 eine Urnenwand mit 24 Fächern. Die Kosten belaufen sich auf rund 35 000 Euro.

Der, von der Gemeinde gekaufte, Bergfried wird im Moment auf zukünftige Verwendbarkeit überprüft. Ziel sei es, so Grossmann, den historischen Turm zu erhalten und möglichst in das Ortsgeschehen einzubinden.

Eine gute Botschaft gab es für die Verkehrsteilnehmer in der Rosenbuschstraße, deren Engstellen beseitigt werden sollen. Von Schneckenbach nach Adlstein ist ein Wanderweg geplant. Rund 1,5 Kilometer vom Ortsrand entfernt sollen drei Windräder errichtet werden. Der Antrag der Firma Ostwind liege derzeit im Landratsamt. Noch im alten Jahr sei mit dem Zuzug von 20 Asylbewerbern zu rechnen. Sie sollen im zweiten Stock des Klosters untergebracht werden.

In der Diskussion befürchtete Georg Pritschet, die Rosenbuschstraße werde den durch das neue Baugebiet ausgelösten Verkehr, nicht verkraften und fragte nach der zeitlichen Planung der Verbindung zur Staatsstraße. Bürgermeister Grossmann meinte, dazu, entscheidend sei wohl, welcher Abschnitt zuerst gebaut werde. Beim geplanten Vorgehen sei es fraglich, ob die Verbindungsstraße bereits zu diesem Zeitpunkt notwendig sei. Die Straße sei im Flächennutzungsplan enthalten, es sei aber durchaus mit Schwierigkeiten zu rechnen, da die Verbindung durch ein Wasserschutzgebiet laufe. Pritschet erhielt Beifall aus der Versammlung mit seinem Vorschlag, die Genehmigung für die Straße vor Beginn der Bebauung einzuholen.

Ebenfalls zum neuen Baugebiet meldete sich Rolf Steigerwald. Der OGV Vorsitzende wollte wissen, wie es mit dem offenen Gewässer in diesem Bereich weitergehe und schlug vor, der historische „Hülling“ des Klosters sollte als Weiher wieder hergerichtet werden. Grossmann versprach, die Anregung an die Planer weiter zu leiten.

Christa Bauer bemängelte die Sauberkeit des Wassergrabens von Kohlstadt nach Viehhausen, die zu zeitweisen Überfüllungen führe und die Gully Schachtdeckeln verschließe. Grossmann gab das Problem an Andreas Nutz, den Bauingenieur der Gemeinde weiter.

Matthias Kunz plädierte dafür, der Spielplatz am Katzenbichl sollte wegen vieler junger Familien erhalten bleiben. Der Bürgermeister meinte, das Thema stehe auf der Tagesordnung im nächsten Bauausschuss.

Rolf Steigerwald regte an, die Kommunikationsdaten der Ratsmitglieder in der gemeindlichen Home Page besser zu pflegen. (ldw)

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