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Kommentar

Wachstum ohne Ende?

Ein Kommentar von Walter Schießl

Im 1200-Einwohner-Dorf Großberg geht die Angst um. Denn das ohnehin durch die Bundesstraße geplagte Dorf soll in den nächsten Jahren wachsen, ja sogar dramatisch wachsen. Rechnet man mit drei Bewohnern pro Wohneinheit, würde – die Ein-Zimmer-Appartements eingerechnet – die Einwohnerzahl durch zwei neue Baugebiete um gut 500 steigen. Das ist für einen Ort in der Großberger Größenordnung sehr viel. Befürchtungen, der Ort würde zur reinen Wohn- und Schlafstadt, gibt es zuhauf.

Die Zahlen der Autos, die tagtäglich über die enge Kurve von der B16 in den Ort ein- und ausbiegen, wird mit der Fertigstellung der beiden Baugebiete massiv steigen, was Auswirkungen auch auf das Autobahnkreuz Regensburg und in den südlichen Stadtteil haben wird. Gedanken über eine verbesserte Infrastruktur hat sich die Mehrheit im Pentlinger Gemeinderat nur kaum gemacht. Weder gibt es Lösungsmöglichkeiten für die kleinen Zufahrten, noch ist in naher Zukunft an eine bessere Busanbindung gedacht. Über einen geregelten Zuzug würde sich heute auch kein Großberger mokieren, aber Baugebiete dieser Größenordnung verschlagen vielen die Sprache. Die Gemeinde sollte sich nicht nur auf die Seite vom Wachstums-Fetischisten stellen, sondern auch die Sorgen ihrer alteingesessenen Bürger (und bald auch Wähler) ernst nehmen-

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