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Politik

Wahlkampf mit kulinarischen Verführungen

Die SPD und die Bürger für Alteglofsheim luden auf den Dorfplatz ein. Es gab eine heiße Maronensuppe mit Speck und eine regionale Minestrone.
Von Aniko Ligeti, MZ

  • Die SPD bot heiße Maronensuppe mit Speck an. Fotos: Ligeti
  • Die Bürger für Alteglofsheim hatten eine regionale Minestrone gekocht.

ALTEGLOFSHEIM. Mal ehrlich: Welche Partei kocht nicht im Verborgenen ihr eigenes Süppchen? In Alteglofsheim scheint aber ein anderer Wind zu wehen beziehungsweise die Kochkelle zu schwingen. So war die kulinarische Verführung im Wahlkampf ein appetitlicher Versuch, für mehr Bürgernähe zu sorgen. Aufgetrumpft haben aber beide Parteien gleichermaßen. Während die SPD mit Traudl Myslakowski die „Schmankerlkönigin 2013“ ins Rennen und in diesem Fall an den Kochtopf schickte, hatte die neugegründete Wählerliste der „Bürger für Alteglofsheim“ einen waschechten Küchenmeister am Herd stehen.

Küchenmeister Ibl kochte auf

Mit Karl Ibl duftete der Kirchplatz mediterran angehaucht. Auch wenn es sich um eine regionale Minestrone handelte, wie Ibl augenzwinkernd versicherte. Mit fein geraspelten Karotten, Zucchini und jeder Menge Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch, delikat mit frischen Kräutern abgeschmeckt und der nötigen Schärfe hatte dieser warme Gruß aus der Küche durchaus seinen Sinn erfüllt. „Wir sparen uns heute das Mittagessen“, sagte eine Familie lachend, griff beherzt zu den Suppenschüsseln und bediente sich zugleich an den frischen Broten mit verschiedenen Aufstrichen.

Nebenbei kam man ins Gespräch, was durchaus von beiden Parteien Sinn und Zweck der Veranstaltung war. Denn auch am Stand der SPD duftete es herrlich nach ausgelassenem Speck und scharf angebratenen Zwiebeln. Myslakowski bereitete frisch eine Maronensuppe mit einem Schuss Sahne zu. Die Rezeptidee gab es zum Teller mit dem sämigen Inhalt gleich mit dazu. Auch an diesem Stand freuten sich die Gäste. So holten sich Mama Andrea Rose mit den Zwillingen Linus und Magnus und Tochter Charlotte Nachschlag und freuten sich, heute mal nicht kochen zu müssen.

Ins Gespräch gekommen.

Auch die junge Familie nützte die Einladung, um ins Gespräch zu kommen. Dabei stellten die Besucher fest, dass es solche Ideen, wie Infostände oder Kostproben, ruhig öfter geben dürfe. „Das belebt unseren Platz ungemein“, freute sich eine Anwohnerin. „Hier ist eigentlich das Herz von Alteglofsheim und daher sind solche Veranstaltungen wie diese ideal, um sich auch mal wieder mit anderen zu treffen. Manche habe ich schon lange nicht mehr gesehen und da freut es einen, wenn man ungezwungen ins Gespräch kommt. Der Kirchplatz sollte eigentlich wie früher Dorf- und Marktplatz zugleich sein. Man ist direkt am Ort des Geschehens und erfährt viel Neues und genießt einfach den Ratsch mit alteingesessenen und neu zugezogenen Alteglofsheimern gleichermaßen. Wenn es dann auch noch so köstliche „Schmakerln“ wie heute gibt und die Sonne vom Himmel strahlt, dann ist das doch eine feine Sache und damit meine ich nicht nur die leckeren Suppen“, schwärmte eine begeisterte Alteglofsheimerin.

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