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Wallfahrt nach Mindelstetten fällt aus

Die 22. Wallfahrt der Stadtpfarrei St. Johannes zur Heiligen Anna Schäffer coronabedingt ausfallen.
David Santl

Im letzten Jahr machte sich eine große Pilgerschar auf nach Mindelstetten.
Im letzten Jahr machte sich eine große Pilgerschar auf nach Mindelstetten. Foto: David Santl

Hemau.Am 19. Juli hätten sich zahlreiche Pilger auf den Weg gemacht. Trotzdem wird Stadtpfarrer Berno Läßer um 17.30 Uhr einen Gottesdienst in Mindelstetten feiern. Wer privat gehen möchte, kann dies laut Organisatorin Roswitha Seitz tun – natürlich unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Die Wallfahrt sorgt schon seit jeher für großes Interesse bei den Hemauern: „Ich werde oft gefragt, wie sie entstanden ist“, erzählt Seitz. Im Juni 1999 wurde Anna Schäffer in Rom von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Roswitha Seitz wollte mit dabei sein und hatte sich sogar schon angemeldet. „Aber dann wurde mein Mann sehr krank und ich konnte nicht weg.“

Eines Nachts konnte sie nicht schlafen. Beim Grübeln kam ihr plötzlich die Idee, eine Fußwallfahrt ins 33,5 Kilometer entfernte Mindelstetten zu gründen. Schließlich ging sie mit dem Vorschlag zum damaligen Hemauer Stadtpfarrer Engelbert Ries. „Er reagierte begeistert“, erinnert sich Seitz. Kurze Zeit später machten sich Roswitha Seitz, Hans Seiberl und Hans Wein auf, um die Strecke zu erkunden.

Am 25. Juli 1999 fand die erste offizielle Wallfahrt statt. Das Organisationsteam war damals überwältigt, als es schließlich 169 Pilger zählen konnten. Seitdem hat sich ein ganzes Team an Kreuzträgern, Vorbetern und Lautsprecherträgern gebildet, das die Wallfahrt jedes Jahr am Leben hält. „Es freut mich immer, wenn wieder alle bereit sind. Ich wünsche mir sehr, dass die Wallfahrt im nächsten Jahr wieder richtig stattfinden kann“, sagt Roswitha Seitz. (lds)

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