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Wirtschaft

Wasser hat auch ein Gesicht

Für Freie Wähler-Abgeordnete Tanja Schwaiger bedeutet jede Flasche Labertaler eine Erinnerung an Unternehmerin Lilo Sillner.
Von Michael Jaumann, MZ

Im Zeichen des Wassers vereint: Unternehmerin Lilo Sillner mit den Politikern Tanja Schweiger und Hubert Aiwanger Foto: Jaumann

Schierling. „Für mich hat Labertaler ein Gesicht“, findet die Landtagsabgeordnete der Freien Wähler Tanja Schweiger. Jedes Mal, wenn sie eine Flasche Wasser öffne, denke sie an die Labertaler-Unternehmensleiterin Lilo Sillner, versichert sie beim Besuch der „Labertaler Heil- und Mineralquellen“ im Schierlinger Gewerbegebiet an der Fruehaufstraße am Donnerstag.

Der gute Draht der beiden Frauen zueinander stammt noch aus der Zeit, als beide bei den Wirtschaftsjuniorinnen aktiv waren. Die Kontakte zur Wirtschaft sind Schweiger als Abgeordneten auch weiterhin wichtig. Die Sommermonate, in denen ihr der Terminkalender mehr Luft lässt, nütze sie gerne zu Firmenbesuchen, berichtete die hochschwangere Abgeordnete.

Zu ihrem Besuch hatte sie ihren Freund und Abgeordnetenkollegen, den Bundesvorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger mitgebracht. Der wohnt ja in Rottenburg an der Laaber und damit weit weniger von Schierling entfernt als die Pettendorferin. Das dürfte ihr erster gemeinsamer Firmenbesuch im Landkreis sein, überlegen Aiwanger und Schwaiger auf die entsprechende Frage der MZ. Auf Termin in Schierling waren sie aber schon mal zusammen. So strampelte Aiwanger etwa bei Schweigers Radltour im Süden mit. Und wenn sie mal in Schierling sei, treffe sie immer wieder Leute, die ihr Grüße für ihren Hubert ausrichten. Denn der Rottenburger ist in Mallersdorf aufs Gymnasium gegangen, wie so viele Schierlinger auch.

Aiwanger und Schweiger verstehen sich. Das Gesicht von Lilo Sillner, das Tanja Schweiger unwillkürlich mit Labertaler verbindet, ist für Hubert Aiwanger das klassische Bekenntnis zur Regionalität einer Marke. Gerade im Ernährungsbereich sei es immer wichtiger, dass der Mensch wisse, was er zu sich nehme und woher er seine Produkte beziehe, sagt der gelernte Landwirt. Tanja Schweiger stellt in diesem Zusammenhang zu ihrer Zufriedenheit einen allmählichen Bewusstseinswandel der Menschen in Sachen Qualität bei Lebensmitteln und Ernährung fest. Im Landkreis bildeten dafür die Regionaltheken ein gutes Beispiel.

Für die Freien Wähler seien insbesondere Familienbetriebe wichtig, erläutert Aiwanger. Kurze Wege in solchen Unternehmen ermöglichten eine bessere Kommunikation untereinander und zum Kunden. Ein Familienbetrieb bedeute auch Nachhaltigkeit, ergänzt Unternehmerin Schweiger. Ein Betrieb, der im Ort integriert sei, nehme dort auch Verantwortung wahr.

Vielleicht ist das der Grund, warum angesichts schwindender Schülerzahlen Labertaler keine Schwierigkeit hat, Lehrstellen zu besetzen. In diesem Ausbildungsjahr beginnen sechs Lehrlinge bzw. haben bereits den Start ins Berufsleben hinter sich. Lediglich im Bereich der Lagerlogistik gäbe es noch Bedarf. „Am Land haben wir den Vorteil gute und motivierte Mitarbeiter zu finden“, freut sich Lilo Sillner.

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