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Oberpfraundorf

Wehr freut sich

Als einen Quantensprung für die FF Oberpfraundorf bezeichnete Vorsitzender Alfons Krotter das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF), das am Sonntag den kirchlichen Segen durch Monsignore Pfarrer Georg Dunst erhielt und von Bürgermeister Konrad Meier offiziell an die Wehr übergeben wurde.

Pfarrer Georg Dunst bei der Fahrzeugsegnung.  Foto: Christian Söllner
Pfarrer Georg Dunst bei der Fahrzeugsegnung. Foto: Christian Söllner

Oberpfraundorf.

Pfarrer Dunst ging im vorausgegangen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin auf die Tatsache ein, dass es in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich sei, die ehrenamtliche Arbeit anzuerkennen beziehungsweise zu würdigen. Dem pflichtete Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer bei. Viele Bürger erwarten beim Wählen des Notrufs zu Recht professionelle Hilfe. Doch dass es sich bei den Einsatzkräften der Feuerwehren – außer Berufsfeuerwehren in größeren Städten – ausschließlich um Ehrenamtliche handelt, ist vielen nicht bewusst, so die Erfahrung von Scheuerer. Ebenso fand der stellvertretende Landrat Willibald Hogger lobende Worte für die Freiwilligen Feuerwehren, die sich uneingeschränkt für die Idee des Helfens einsetzen.

In Oberpfraundorf löste 1982 ein TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) einen Tragkraftspritzenanhänger ab, der bis dahin als übliche Ausrüstung für eine Ortswehr dieser Größe galt. Ein Löschgruppenfahrzeug folgte 1994 und seit Oktober 2018 steht nun den Feuerwehrleuten aus Pfraundorf das neue HLF 20 zur Verfügung.

Ist ein Fahrzeug dieser Größenordnung für eine Feuerwehr wie in Oberpfraundorf überdimensioniert? Diese Frage ist durchaus berechtigt, wenn man die Größe des Ortes betrachtet. Wäre nicht die direkt an Pfraundorf angrenzende Autobahn, auf der rund zwei Drittel der Einsätze zu leisten sind. Mit der in die Jahre gekommene Ausrüstung des alten Löschgruppenfahrzeuges sei eine ausreichende Hilfeleistung nicht mehr zu gewährleisten gewesen, argumentierte Kommandant Matthias Seitz. Ein HLF 20 verfügt über 2000 Liter Wasser, 120 Liter Schaum sowie über die technische Ausstattung, um bei schweren Pkw- und insbesondere Lkw-Unfällen die richtigen Maßnahmen treffen zu können.

Bürgermeister Meier steht, wie er sagte, zu hundert Prozent hinter der Entscheidung der Marktgemeinde Beratzhausen, dass außer bei der Stützpunktwehr in Beratzhausen auch in Oberpfraundorf ein Fahrzeug dieser Klasse stationiert wurde. Der Anschaffungspreis des HLF 20 betrug 405000 Euro; abzüglich des Zuschusses der Regierung der Oberpfalz in Höhe von 119000 Euro blieben für die Gemeinde Beratzhausen noch 286 000 Euro.

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