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Weiherner Kirche wird 75 Jahre alt

Im Jahr 1884 stellten Weiherer Bürger den ersten Antrag, 1931 erfolgte letztendlich die Bauzusage von Seiten des bischöflichen Ordinats. Im Jahr 2008 kann die Weiherer Kirche nun auf eine 75-jährige Geschichte zurück blicken. Am Wochenende gibt dieses Jubiläum der Weiherer Dorfgemeinschaft Anlass zum Feiern. Neben dem Festbetrieb steht selbstverständlich auch ein Gottesdienst in der Filialkirche auf dem Programm.

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte man sich in Weihern eine ortsinterne Kirche gewünscht. Als im Jahr 1928 die Einrichtung einer Volksschulklasse in Weihern beschlossen wurde, erhielt auch der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus neuen Auftrieb. Nicht zuletzt durch die Fürsprache des Pondorfer Pfarramts, zu dessen Zuständigkeitsbereich die Vorwaldgemeinden bis heute zählen, waren die Bemühungen im Jahr 1931 endlich von Erfolg gekrönt.

Vor allem Johann Soller aus Weihern machte sich im Zuge der nachfolgenden Bauphase um das neue Gotteshaus verdient. Der Weiherer kaufte ein Grundstück und schenkte dieses anschließend der Kirche, sodass die Filialkirche gebaut und am 24. September 1933 geweiht werden konnte.

Ab diesem Zeitpunkt fand wöchentlich ein Schülergottesdienst in der der Gottesmutter Maria geweihten Kirche statt. Der Expositus der Hofdorfer Pfarrgemeinde verband die Messfeiern mit seinen Religionsstunden in der Schule, die ihn ohnehin regelmäßig nach Weihern kommen ließen. Auch an Festtagen wurde in Weihern bis ins Jahr 1970 Eucharistie gefeiert. Dann wurde die Expositusstelle in Hofdorf nicht mehr besetzt.

Aktuell finden in Weihern Rosenkränze in den Marienmonaten Mai und Oktober sowie gelegentliche Messen statt. Neben der hohen geistigen Bedeutung ist auch der geographische Wert des Gotteshauses unbestritten, bildet es schließlich das Zentrum des zerstreuten Dorfes. Um den guten Zustand der Filialkirche zu gewährleisten wurden immer wieder Renovierungsarbeiten durchgeführt, so zum Beispiel die Integration einer neuen Beleuchtung und eines elektrischen Geläuts in den Jahren 1979 bis 1983 sowie zuletzt Arbeiten an Putz, Turm und Fassade im vergangenen Jahr.

Die Verbundenheit zwischen den Bürgern der Vorwaldgemeinden und ihrem Gotteshaus ist nach wie vor groß. Während Tauffeiern inzwischen in der Regel nicht mehr in Weihern stattfinden, schließen immer wieder junge Paare den Bund der Ehe im ortsansässigen Gotteshaus.

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