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Politik

Wenzenbach: Pielmeier kandidiert

Der Gemeinderat kandidiert als Bürgermeister von Wenzenbach. Statt um Details will er sich um die wichtigen Dinge kümmern.
Von Ralf Strasser

Er will Bürgermeister werden: Bernhard Pielmeier wirft seinen Hut für die CSU in den Ring.  Foto: Pielmeier
Er will Bürgermeister werden: Bernhard Pielmeier wirft seinen Hut für die CSU in den Ring. Foto: Pielmeier

Wenzenbach.Sebastian Koch ist es schon, Bernhard Pielmeier will es werden: Bürgermeister der Gemeinde Wenzenbach. Nachdem sich Sebastian Koch von der SPD schon früh für eine weitere Amtszeit bereiterklärt hat, strebt nun auch der CSU-Mann den begehrten Sessel des Bürgermeisters im Rathaus an.

In der Nominierungsveranstaltung der beiden Ortsvereine der Partei votierten die Mitglieder fast geschlossen mit 97 Prozent Zustimmung für den 51-jährigen Familienvater, Industriemeister und Projektplaner bei der Maschinenfabrik Reinhausen.

Und er kam mit Vorschusslorbeeren aus der eigenen Partei zur Versammlung: „Bernhard Pielmeier kann mit der CSU für Wenzenbach mehr erreichen als Koch mit der SPD, das ist auch meine zentrale Botschaft“, sagte der Landratskandidat der CSU Regensburg Land, Rainer Mißlbeck, der zugleich als Vorsitzender des Ortsverbandes Grünthal-Hauzenstein die Versammlung im Gasthaus Zum Kneißl eröffnete.

Politische Familie

Pielmeier sei das, was man parteierprobt nennt, so Mißlbeck. Seit seinem 19. Lebensjahr Mitglied in der CSU Wenzenbach, 25 Jahre Kassier, Wahlkämpfer in zahlreichen Stimmentscheidungen. Er sitzt im Gemeinderat, wirkt als Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, ist Verbandsrat im Abwasserzweckverband Regental, zudem ist er seit 2018 Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Wenzenbach.

Wahl 2020: Die politische Landschaft

  • SPD:

    Der amtierende Bürgermeister Sebastian Koch (Foto: Ralf Strasser ) will es wieder wissen. „Ich will weiter die Geschicke von Wenzenbach gestalten.“

  • Die Buerger:

    Die Ausrichtung ist noch nicht klar, so Jochen Böhm (Foto: Böhm). Kooperationen mit einer anderen Partei würden aktuell geprüft.

  • Freie Wähler:

    „Wer gegen den amtierenden Bürgermeister antritt, entscheiden wir in der zweiten Jahreshälfte“, sagt Gerhard Bäumler (Foto: Ralf Strasser).

In der Politik fühle er sich wohl, meinte Pielmeier zu seiner Motivation, für das Bürgermeisteramt kandidieren zu wollen, zumal er in einer politischen Familie aufgewachsen sei. Immerhin war sein Großvater Bürgermeister in Zell und sein Onkel Stadtrat in Regensburg. „Nirgends ist Politik näher am Menschen oder greifbarer als in der Kommunalpolitik“, sagte Pielmeier. Diese Nähe attestierten ihm die Parteikollegen Ewald Fischer und Dr. Rudolf Ebneth.

Verwurzelt in den Vereinen

Die Mitgliedschaft in mehreren Vereinen, die Pielmeier als Funktionsträger für Gemeinschaft und Integration ansieht, sei ihm schon immer wichtig gewesen – auch in der Übernahme von Verantwortung. Das spiegele sich in den Bereichen der Jugendbetreuung beim SV Wenzenbach oder in der 16 Jahre währenden Vorstandschaft als Schützenmeister der Weihertaler Schützen wieder. Gestaltung, Erfolge und steigende Mitgliederzahlen inklusive, hieß es.

Gestalten und vieles verantworten wolle er auch als Bürgermeister. „Mehr erreichen“ sei ein Satz, der tief in seiner weiteren Vorgehensweise stecke. „Unser Programm wird ab September eng mit der Partei und der Fraktion abgestimmt werden, dennoch bleiben wir bei der Weiterführung der jetzigen Ausrichtung.“ Will heißen: Erschwingliches Bauland für Einheimische, verbesserte Infrastruktur, gut funktionierende Kinderbetreuung, Vorsorge für die ältere Generation, bürgerfreundliche Verwaltung.

Dabei wolle sich er sich nicht in Details verlieren, so Pielmeier in seiner Nominierungsrede, „dennoch haben wir überall noch Luft nach oben, etwa in der Digitalisierung oder in den Ortsteilen, die aus meiner Sicht immer noch im Aufräum-Modus sind. Hier wird nicht gestaltet, sondern verwaltet. Längerfristige Weichenstellung ist notwendig.“

Und er spart nicht mit Kritik. „Im Gemeinderat beschäftigen sich Freie Wähler, SPD oder die Buerger mit Themen wie Infoveranstaltungen, mehr Sitzungsgeld, Ampelschaltungen oder Geschäftsordnung. Das sind Themen, die bringe ich in Verschiedenes unter. Mir sind Baukindergeld, Grundstücksbevorratung, Verkehrspolitik oder Interkommunales Gewerbegebiet wichtiger.“

Lob kommt von den Parteikollegen. Es könne in der Sache hart diskutieren, spreche unangenehme Dinge an. „Und wenn sein Wahlkampf so engagiert ist wie seine Vorstellung als Kandidat, dann passt das“, sagte Ewald Fischer. Verbiegen wolle er sich nicht im Wahlkampf: „Authentisch bleiben. Alles andere würden mir die Wähler eh nicht abnehmen.“ Das gute Gefühl sei da, meinte er abschließend und schickte eine Mutmacher-Botschaft hinterher: „Wir starten nicht von der Pole Position. Aber wir haben das bessere Auto, das bessere Team und einen motivierten Fahrer.“

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