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Bürgermeisterwahl

Wer kandidiert in Beratzhausen?

Der amtierende Bürgermeister Konrad Meier überlegt noch. Die Unabhängigen Bürger (UB) nominieren am Freitag ihren Kandidaten.
von Ingrid Kroboth

Beim Kirchenzug im April: Bürgermeister Konrad Meier (2.v.r.) und CSU-Ortsvorsitzender Matthias Beer (l.) Foto: lik
Beim Kirchenzug im April: Bürgermeister Konrad Meier (2.v.r.) und CSU-Ortsvorsitzender Matthias Beer (l.) Foto: lik

Beratzhausen.Wer wird nach der Kommunalwahl am 15. März 2020 auf dem Bürgermeisterstuhl im Beratzhausener Rathaus Platz nehmen? Eine Frage, die eine ganze Reihe von Reaktionen und Spekulationen bewirkt. Denn zunächst braucht es ja Kandidaten: Frauen und Männer, die sich dieses Amt zutrauen – Parteien, die hinter dieser Person stehen – Wähler, die mit ihrem Kreuzchen kommunalpolitisch etwas festigen oder verändern wollen.

In Beratzhausen sind aktuell sechs Parteien und Gruppierungen im Marktrat vertreten. An der Spitze stehen CSU-Bürgermeister Konrad Meier und seine beiden Stellvertreter Martin Tischler von den Freien Wählern (FW) und Ludwig Scheuerer von der Christlichen Wählergemeinschaft (CWV). Nun steht an erster Stelle die Frage an den amtierenden Rathaus-Chef, ob er denn nach zwei Amtsperioden (seit 2008) nochmal antreten wird? Eine Antwort darauf hat Konrad Meier derzeit nicht. Per Mail antwortete er auf die Frage der Mittelbayerischen nach seinen weiteren Planungen: „Es gibt von mir noch keine Entscheidung. Ich bitte das aktuell einfach zu akzeptieren und auch zu respektieren.“

Der Bürgermeister dementiert

Demgegenüber steht jedoch eine Information aus einer der jüngsten Bürgermeister-Dienstbesprechungen, die der Redaktion vorliegt. In dieser Runde soll Konrad Meier gesagt haben, dass er kein weiteres Mal für das Amt des Beratzhausener Bürgermeisters kandidieren werde. Dem widerspricht Meier jetzt: „Wenn ich das gesagt haben sollte, war es gaudihalber – ernst gemeint war das nie.“

„Es gibt von mir noch keine Entscheidung.“

Konrad Meier, Bürgermeister

Als möglicher Nachfolger wird im Ort der amtierende CSU-Ortsvorsitzende Matthias Beer gehandelt. Der kann sich zwar grundsätzlich vorstellen, in Beratzhausen „mehr Verantwortung zu übernehmen“. Aber eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, erklärte Beer auf Anfrage. Derzeit gebe es keinen Grund zu Hektik und Eile. Die CSU werde auf jeden Fall einen Bürgermeister-Kandidaten stellen und noch vor der Sommerpause für Klarheit sorgen. Konkret heiße das: Am Freitag, 28. Juni, wird der CSU-Ortsverband seinen Bürgermeister-Kandidaten nominieren. Bis dahin werde die Empfehlung für die mehr als 200 Mitglieder der CSU in Beratzhausen und Pfraundorf, der Frauenunion und der Jungen Union klar formuliert.

Herbert Gabriel geht für die UB ins Rennen. Foto: Ingrid Kroboth
Herbert Gabriel geht für die UB ins Rennen. Foto: Ingrid Kroboth

Deutlich weiter in der Entscheidungsfindung sind die Unabhängigen Bürger (UB). Bereits am kommenden Freitag, 17. Mai, um 20 Uhr werden sie im Gasthaus Mosner ihren Bürgermeisterkandidaten nominieren: „Herbert Gabriel hat unser volles Vertrauen, er ist ein bodenständiger, beliebter Bürger, der langjährige berufliche Erfahrung und ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde einbringen kann.“ So hat UB-Fraktionssprecher Christian Kraus den Kandidaten angekündigt.

Dr. Diana Hehenberger-Risse von den Grünen ist bereit, wenn sich kein Besserer findet. Foto: Ingrid Kroboth
Dr. Diana Hehenberger-Risse von den Grünen ist bereit, wenn sich kein Besserer findet. Foto: Ingrid Kroboth

Herbert Gabriel räumte ein, dass er sich schon früher einmal Gedanken über eine Bürgermeister-Kandidatur gemacht habe: „Ich trau mir das zu!“ Doch damals seien ihm berufliche Herausforderungen dazwischen gekommen. Bei seinem Arbeitgeber in Neumarkt habe sich zwischenzeitlich vieles verändert, „aber eine neue Arbeit brauche ich nicht“, pariert Gabriel entsprechende Mutmaßungen. Als gebürtiger Beratzhausener sei er mit seiner Heimat eng verbunden. Offen ist derzeit noch die Unterstützerriege des UB-Kandidaten.

 Ludwig Scheuerer von der CWV fühlt sich jetzt zu alt für das Bürgermeisteramt. Foto: Ingrid Kroboth
Ludwig Scheuerer von der CWV fühlt sich jetzt zu alt für das Bürgermeisteramt. Foto: Ingrid Kroboth

Wird er der gemeinsame Kandidat – auch für die Freien Wähler (FW)? Dort ist auch Fraktionssprecher Tobias Walter schon seit geraumer Zeit als FW-Bürgermeisterkandidat im Gespräch. Er versicherte gegenüber der Mittelbayerischen: „Es ist alles in der Schwebe“. Seine Kandidatur sei zwar nicht ausgeschlossen, aber im Moment kein Thema.

Die Freien Wähler warten ab

Tobias Walter von den Freien Wählern ist grundsätzlich bereit, „aber noch ist bei uns alles in der Schwebe“. Foto: Ingrid Kroboth
Tobias Walter von den Freien Wählern ist grundsätzlich bereit, „aber noch ist bei uns alles in der Schwebe“. Foto: Ingrid Kroboth

Die Freien Wähler beobachten jetzt, „was der Rest so treibt“ und halten die Ohren offen. Grundsätzlich wäre Walter bereit, sich als Bürgermeisterkandidat aufstellen zu lassen, immerhin sei der Entschluss bei ihm lange gereift. Ob Dr. Diana Hehenberger-Risse nochmal für die Grünen ins Rennen geht – diesmal dann zum dritten Mal – ist für sie selber „nicht so wirklich spruchreif“. Sie will ihre Entscheidung davon abhängig machen, was die anderen Parteien vorlegen: „Wenn es vernünftige Kandidaten gibt, brauche ich nicht antreten“, sagt sie selbstbewusst und kann sich auch eine kurzfristige Entscheidung vorstellen.

Die Sozialdemokraten (SPD) „haben leider niemanden“, bedauert Ortsvorsitzender Gerhard Rinkes die bisher vergebliche Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten: „Aber eine Liste schaffen wir“, zeigt er sich zuversichtlich. An einer Liste arbeitet auch die Christliche Wählergemeinschaft (CWV), ließ Vorsitzender Ludwig Scheuerer wissen. Aber einen Bürgermeister-Kandidaten „haben wir nicht“.

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