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Kirche

Wiesents Sanierung ist im Zeitplan

Im Juli soll es soweit sein: Dann hat der Pfarrsaal neue Zugänge, einen Aufzug und einen Anbau bekommen.
Von Leon Weiss

Der Rohbau im Rahmen der Pfarrsaalsanierung steht bereits Foto: Leon Weiss
Der Rohbau im Rahmen der Pfarrsaalsanierung steht bereits Foto: Leon Weiss

Wiesent.Den Eingang zur Wiesenter Kirche über die Seite der Bibliothek gibt es momentan nicht, denn hier finden die Umbauarbeiten für die Generalsanierung des Wiesenter Pfarrsaals statt. Die Planungen sehen die Erneuerung der Zugangswege zur Pfarrkirche vor. „ Die Zugänge mussten neu gestaltet werden, da sie marode waren und nicht mehr genügend Sicherheit versprachen“, informiert der Wiesenter Pfarrer Franz Matok.

Zudem soll Barrierefreiheit geschaffen werden, damit Gläubige mit Behinderung besser zur Kirche Zugang haben. Dies wird mit der Installation eines Aufzuges möglich gemacht. Um den Umbau zu ermöglichen war es von Nöten, den Hauptzugang zum Gotteshaus zu verschließen, weshalb die Kirche nur über den Sakristeieingang und den Eingang beim Pfarrheim betreten werden kann.

Neuer Raum für Gruppen

Durch die Sanierung und den Umbau werden die Räume im Untergeschoss der Kirche einen Freiflächenbezug erhalten. Außerdem wird ein neuer Gruppenraum an die Pfarrkirche angebaut, der fortan von verschiedenen kirchlichen Gruppen, wie den Chören, bezogen und genutzt werden kann.

Hier wird der Aufzug insatlliert  Foto: Leon Weiss
Hier wird der Aufzug insatlliert Foto: Leon Weiss

Die Sanierungsarbeiten werden aktuell von der Firma Jäger Bau aus Rettenbach durchgeführt, welche den Umbauzeitplan bisher voll und ganz einhalten konnte. „Mit den Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung haben wir bereits im Voraus mit zeitintensiven Abbrucharbeiten begonnen. Die Baufirma begann dann mit dem Umbau an den Eingangstufen zur Kirche und der Treppenanlage zum Pfarrsaal.“, so der Wiesenter Pfarrer. Anschließend musste das Fundament der alten Kirche gesichert werden, da die Umbauarbeiten nur dann voranschreiten durften, wenn Beschädigungen ausgeschlossen werden konnten. Ansonsten hätte das Landesamt für Denkmalpflege die Sanierung abgebrochen, um die Reste des alten Teils zu schützten.

Kanäle mit Kamera aufgespürt

Diese Sicherungsmaßnahmen wurden von einer Bohrfirma aus Floß vorgenommen. Probleme gab es bei den Maßnahmen für die Abwasserkanäle. „Die Kanäle für das Abwasser stimmten nicht mit den Plänen vom Kirchenumbau aus dem Jahr 1972 überein. Wir mussten mithilfe einer Kamera die wirkliche Lage der Kanäle aufklären, um mit den Arbeiten weiter voranschreiten zu können“, so Matok.

Hier wird ein Freiflächenzugang geschaffen.  Foto: Leon Weiss
Hier wird ein Freiflächenzugang geschaffen. Foto: Leon Weiss

Mit dem Abschluss der Vorbereitungsmaßnahmen konnte mit der eigentlichen Sanierung und dem Aufbau begonnen werden. Anfang September wurde der Untergrund befestigt und die Sohle betoniert. Dann wurden neue Außenwände geschaffen, die mit einer Außenisolierung versehen wurden und die Abflusskanäle installiert. „Die Architektin Stefanie Kühn hat sich um die Ausschreibungen von Dachabdichtung, Heizung, Sanitär, Elektronik und Spenglerarbeiten für die Fenster und Türen gekümmert und die Angebote der verschiedenen Handwerkfirmen angenommen und bearbeitet“, berichtet Pfarrer Matok.

Der Rohbau der Umbauarbeiten steht schon und die Verdichtung hat auch längst stattgefunden, was bereits erste Arbeiten im Inneren des Aufbaus ermöglicht und so dem Zeitplan sehr gelegen kommt. „Die Pfarrsaalsanierung und der Anbau des neuen Gruppenraumes wird voraussichtlich im Sommer des Jahres fertig sein, sofern alle Maßnahmen und Arbeiten in dem aktuellen Tempo voranschreiten und somit nicht aus dem Zeitplan fallen“, erzählt der Geistliche und weiter: „Dem 400-jährigen Jubiläum des Bestehens der Pfarrkirche im Jahr 2020 steht dann nichts mehr entgegen.“

Die Sanierungsmaßnahmen belaufen sich auf Kosten in Höhe von circa 1,6 Millionen Euro, weshalb die Pfarrei weiterhin auf Spenden angewiesen ist, da die Diözese nur 50 Prozent der Generalsanierungsmaßnahmen bezuschusst und die Kosten eine immense Belastung für den Haushalt der Wiesenter Pfarreikirche darstellen.

Der neue Zugang wird überdacht sein.  Foto: Leon Weiss
Der neue Zugang wird überdacht sein. Foto: Leon Weiss

„Viele waren ja skeptisch ob es überhaupt zu dem Umbau kommen würde und deswegen wurde sich mit Spenden zurückgehalten, aber jetzt gibt es eigentlich keine Ausreden mehr dafür, nichts zu spenden“, bitten der Pfarrer und die Kirchenverwaltung die Einwohner der Gemeinde um deren Mithilfe beim Stemmen der Unkosten für die Pfarrsaalsanierung. Zwar wird der Umbau vonseiten der Diözese bezuschusst, doch sind hierbei Kosten für die Inneneinrichtung nicht mit eingeschlossen und fallen der Pfarrei komplett alleine zu.

Spenden können auf das Konto der Katholischen Kirchenstiftung bei der Raiffeisenbank Wiesent IBAN DE68 7506 9038 0101 9210 29 überwiesen werden. Auf Wunsch wird eine Quittung ausgestellt.

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